Pressemitteilungen

5. Februar 2026: New-START-Vertrag der Atommächte läuft aus
Der New-START-Vertrag von 2010 zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen, der 2021 verlängert wurde, läuft am 5. Februar 2026 aus. New START hatte für beide Seiten die Anzahl von Atomsprengköpfen auf 1.550 und die Zahl der Trägersysteme auf 800 festgelegt. Nachdem der INF-Vertrag von 1987 zur Beseitigung der Mittelstreckenwaffen von den USA 2019 gekündigt worden war, blieb der New-START-Vertrag das letzte Abkommen zur Begrenzung von Atomwaffen.

Podiumsdiskussion zur Landtagswahl mit Stimmen aus den Parteien
Die Atommächte rüsten weltweit auf. Ein Atomkrieg scheint so wahrscheinlich, wie schon lange nicht mehr. Das hat konkrete Folgen für Rheinland-Pfalz. Anlässlich der Landtagswahl 2026 diskutieren wir am 9. Februar in Mainz mit Vertreter*innen der Parteien.

Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Ein Erfolg – und eine Zumutung
Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) zum fünften Mal. Was 2017 als mutiger Schritt einer breiten Staatengemeinschaft begann, ist heute völkerrechtliche Realität: Atomwaffen sind international geächtet. Und doch bleibt der Vertrag für viele Regierungen — auch für die deutsche — eine unbequeme Zumutung. Ein Gastbeitrag von Julia Engels.

5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Friedensgruppen fordern Beitritt Deutschlands
Am 22. Januar 2021 ist der UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Er verbietet Einsatz, Tests, Entwicklung und jeglichen Besitz von Atomwaffen. In Deutschland finden anlässlich des Jahrestages in über 30 Städten Feiern und Kundgebungen statt, u.a. in Berlin, Dresden, Frankfurt/M., Nürnberg, Aachen, Marburg, Bonn, Cochem und Mutlangen.

Friedensgruppen entsetzt über „nukleare Zeitenwende“ in der EKD
Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kritisiert die neue EKD-Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick“ als Kapitulation der christlichen Friedensethik vor der staatlichen Aufrüstungsraison. Das Bündnis von über 70 Friedensorganisationen, dem auch viele kirchliche Gruppen angehören, sieht in dem Papier eine „nukleare Zeitenwende“ und bedauert den Rückfall der EKD in längst überholt geglaubte Positionen für die Rechtfertigung nuklearer Abschreckung.

Trumps Rückkehr zur Bombe
Mit seiner Ankündigung vom 30. Oktober 2025, die USA müssten „sofort“ wieder Atomwaffentests aufnehmen, hat Donald Trump die nukleare Rüstungsspirale neu entfacht. Drei Jahrzehnte nach dem letzten US-Atomtest droht eine Rückkehr zu einer Zeit, in der atomare Stärke als Symbol politischer Macht galt.

Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial
Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ reagiert mit scharfer Kritik auf die Nachricht, dass die Bundesregierung US-Marschflugkörper größerer Reichweite kaufen will.

Nörvenich setzt Zeichen gegen Atomwaffen
Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, versammelten sich in Nörvenich zahlreiche Friedensaktivistinnen und ‑aktivisten unter dem Motto „80 Jahre nach Hiroshima: NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!“. Mit der Demonstration richteten sie sich gegen das NATO-Manöver „Steadfast Noon“, bei dem der Einsatz taktischer Atomwaffen durch Kampfflugzeuge geübt wird. In die bis Ende Oktober dauernde Übung einbezogen ist der Luftwaffenstützpunkt Nörvenich, der derzeitige Ausweichstandort für Tornado-Kampfjets aus Büchel, wo rund 15 bis 20 US-Atomwaffen gelagert sind.

A House of Dynamite
Der neue Netflix-Film „A House of Dynamite“ dreht sich um die gefährliche Dynamik, die bei einem Atomwaffenangriff entsteht. Auslöser ist eine Rakete, die im Pazifik von einem unbekannten Akteur gestartet wurde und auf die USA zufliegt. Die Regierung, der Präsident und das Militär müssen binnen Minuten entscheiden, wie sie auf die Bedrohung reagieren – abwarten, ob die Rakete wirklich explodiert, auf die Wirksamkeit von Raketenabwehr vertrauen oder einen Gegenangriff führen? Dabei macht der Film deutlich, wie schnell durch Atomwaffen eine unkontrollierbare Kettenreaktion ausgelöst werden kann, die die ganze Welt bedroht.

Demonstration gegen NATO-Atomwaffenmanöver am 11. Oktober in Nörvenich
Zum 11. Oktober ruft das Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt zusammen mit weiteren Friedensorganisationen zu einer Demonstration in Nörvenich auf. Ziel ist es, auf die anhaltende Präsenz von Atomwaffen in Deutschland aufmerksam zu machen und deren Abrüstung zu fordern. Die Demonstration beginnt um 12 Uhr am Militärflugplatz Nörvenich und endet am Schlossplatz.

Internationaler Tag gegen Atomwaffentests
Der Internationale Tag gegen Atomwaffentests erinnert jedes Jahr am 29. August an die Schließung des Semipalatinsk-Testgeländes in Kasachstan im Jahr 1991 – ein entscheidender Moment im Kampf gegen Nukleartests. Bereits 2009 hatte die UNO diesen Tag mit der Resolution 64/35 eingeführt, um auf die Gefahren atomarer Explosionen aufmerksam zu machen und den weltweiten Druck auf ein atomtestsfreies Zeitalter zu stärken.

Nukleare Rhetorik kurz vor Hiroshima-Tag
Vor wenigen Tagen schreckte eine Nachricht die Öffentlichkeit auf: US-Präsident Trump teilte auf seiner Plattform Truth Social mit, er habe als Antwort auf „höchst provokative Äußerungen“ des früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew die Verlegung von zwei Atom-U-Booten „in geeignete Regionen“ angeordnet. Laut tagesschau.de (2.8.2025) begründete er die Maßnahme so: „Nun, wir mussten das tun. […] Ich tue das also aus Gründen der Sicherheit für unsere Bevölkerung.“

Friedensplakate in zahlreichen Städten erinnern an Hiroshima und Nagasaki
Außergewöhnliche Plakate werden in den ersten Augusttagen für Aufmerksamkeit in Berlin, Hamburg, München, Köln, Hannover und Mainz sorgen. Sie erinnern an die 80. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und fordern eine „Zukunft ohne Atomwaffen“. Initiiert wird die Plakataktion vom Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“.

Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“ begrüßt SPD-Manifest
Die vom Aktionsbündnis initiierte Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ begrüßt ausdrücklich das am 11. Juni 2025 veröffentlichte Manifest „Friedenssicherung in Europa durch Verteidigungsfähigkeit, Rüstungskontrolle und Verständigung“ aus SPD-Kreisen als parteiinternen und gesellschaftlichen Debattenbeitrag. Die darin formulierte Forderung nach einer Rücknahme der Ankündigung über die Stationierung von konventionellen landgestützten US-Mittelstreckenwaffen ab 2025 unterstützen wir.

50. Jahrestag des Beitritts zum nuklearen Nichtverbreitungsvertrag
Am 2. Mai 1975 trat die Bundesrepublik Deutschland dem nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (NVV) bei, der fünf Jahre zuvor (am 5. März 1970) in Kraft getreten war. Artikel II des Vertrages besagt: „Jeder Nichtkernwaffenstaat, der Vertragspartei ist, verpflichtet sich, Kernwaffen oder sonstige Kernsprengkörper oder die Verfügungsgewalt darüber von niemandem unmittelbar oder mittelbar anzunehmen.“