Atomwaffenverbots‑Initiative in der Schweiz

Die eidgenössische Volksinitiative „Für den Beitritt der Schweiz zum Vertrag der Vereinten Nationen über das Verbot von Atomwaffen“ ist formell zustande gekommen. Mit über 105.000 gültigen Unterschriften hat die Zivilgesellschaft einen breiten demokratischen Auftrag zur politischen Debatte ausgelöst. Dieser Erfolg ist mehr als ein administrativer Zwischenschritt: Er reflektiert den wachsenden gesellschaftlichen Druck, die Schweiz in die völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen einzubinden.
Atomwaffenfreie Zone: Alternative zur nuklearen Aufrüstung Europas

Die 33 Mitgliedstaaten des Vertrags von Tlatelolco (Mexiko) haben im Februar anlässlich des 59. Jahrestages der Unterzeichnung dieses Abkommens über eine atomwaffenfreie Zone in Lateinamerika und der Karibik die vollständige weltweite Abrüstung aller Atomwaffen gefordert.
5. Februar 2026: New-START-Vertrag der Atommächte läuft aus

Der New-START-Vertrag von 2010 zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen, der 2021 verlängert wurde, läuft am 5. Februar 2026 aus. New START hatte für beide Seiten die Anzahl von Atomsprengköpfen auf 1.550 und die Zahl der Trägersysteme auf 800 festgelegt. Nachdem der INF-Vertrag von 1987 zur Beseitigung der Mittelstreckenwaffen von den USA 2019 gekündigt worden war, blieb der New-START-Vertrag das letzte Abkommen zur Begrenzung von Atomwaffen.
Podiumsdiskussion zur Landtagswahl mit Stimmen aus den Parteien

Die Atommächte rüsten weltweit auf. Ein Atomkrieg scheint so wahrscheinlich, wie schon lange nicht mehr. Das hat konkrete Folgen für Rheinland-Pfalz. Anlässlich der Landtagswahl 2026 diskutieren wir am 9. Februar in Mainz mit Vertreter*innen der Parteien.
Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Ein Erfolg – und eine Zumutung

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) zum fünften Mal. Was 2017 als mutiger Schritt einer breiten Staatengemeinschaft begann, ist heute völkerrechtliche Realität: Atomwaffen sind international geächtet. Und doch bleibt der Vertrag für viele Regierungen — auch für die deutsche — eine unbequeme Zumutung. Ein Gastbeitrag von Julia Engels.
5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Friedensgruppen fordern Beitritt Deutschlands

Am 22. Januar 2021 ist der UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Er verbietet Einsatz, Tests, Entwicklung und jeglichen Besitz von Atomwaffen. In Deutschland finden anlässlich des Jahrestages in über 30 Städten Feiern und Kundgebungen statt, u.a. in Berlin, Dresden, Frankfurt/M., Nürnberg, Aachen, Marburg, Bonn, Cochem und Mutlangen.
Friedensgruppen entsetzt über „nukleare Zeitenwende“ in der EKD

Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kritisiert die neue EKD-Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick“ als Kapitulation der christlichen Friedensethik vor der staatlichen Aufrüstungsraison. Das Bündnis von über 70 Friedensorganisationen, dem auch viele kirchliche Gruppen angehören, sieht in dem Papier eine „nukleare Zeitenwende“ und bedauert den Rückfall der EKD in längst überholt geglaubte Positionen für die Rechtfertigung nuklearer Abschreckung.
Trumps Rückkehr zur Bombe

Mit seiner Ankündigung vom 30. Oktober 2025, die USA müssten „sofort“ wieder Atomwaffentests aufnehmen, hat Donald Trump die nukleare Rüstungsspirale neu entfacht. Drei Jahrzehnte nach dem letzten US-Atomtest droht eine Rückkehr zu einer Zeit, in der atomare Stärke als Symbol politischer Macht galt.
Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern birgt enormes Eskalationspotenzial

Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ reagiert mit scharfer Kritik auf die Nachricht, dass die Bundesregierung US-Marschflugkörper größerer Reichweite kaufen will.
Nörvenich setzt Zeichen gegen Atomwaffen

Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, versammelten sich in Nörvenich zahlreiche Friedensaktivistinnen und ‑aktivisten unter dem Motto „80 Jahre nach Hiroshima: NATO-Atomkriegsmanöver 2025 stoppen!“. Mit der Demonstration richteten sie sich gegen das NATO-Manöver „Steadfast Noon“, bei dem der Einsatz taktischer Atomwaffen durch Kampfflugzeuge geübt wird. In die bis Ende Oktober dauernde Übung einbezogen ist der Luftwaffenstützpunkt Nörvenich, der derzeitige Ausweichstandort für Tornado-Kampfjets aus Büchel, wo rund 15 bis 20 US-Atomwaffen gelagert sind.