55 Prominente fordern: Atomare Abrüstung darf kein leeres Versprechen bleiben

55 prominente Persönlichkeiten aus Kultur, Wissenschaft, Politik, Kirche und Zivilgesellschaft haben heute einen gemeinsamen Offenen Brief an die Bundesregierung und den Deutschen Bundestag veröffentlicht. Sie fordern neue politische Initiativen für nukleare Abrüstung, die Stärkung des Völkerrechts und die Vorbereitung eines deutschen Beitritts zum UN-Atomwaffenverbotsvertrag
30 Jahre Gutachten des IGH zu Atomwaffen: Pflicht zu nuklearer Abrüstung

Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ bedauert das erneute Scheitern der UN-Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag, die Ende Mai ohne eine gemeinsame Schlussresolution zu Ende gegangen ist. Der Nichtverbreitungsvertrag (NVV) hatte vor über 50 Jahren nur wegen der im Vertrag enthaltenen Verpflichtung zu weltweiter nuklearer Abrüstung das Einverständnis der Nicht-Atomwaffenstaaten gefunden. „Die Atomwaffenstaaten jedoch treiben vertragswidrig die atomare Aufrüstung, die Modernisierung ihrer Arsenale und die Etablierung neuer nuklearer Teilhabemodelle voran“, kritisiert Bündnis-Sprecherin Dr. Hildegard Slabik-Münter.
Atomwaffenverbots‑Initiative in der Schweiz

Die eidgenössische Volksinitiative „Für den Beitritt der Schweiz zum Vertrag der Vereinten Nationen über das Verbot von Atomwaffen“ ist formell zustande gekommen. Mit über 105.000 gültigen Unterschriften hat die Zivilgesellschaft einen breiten demokratischen Auftrag zur politischen Debatte ausgelöst. Dieser Erfolg ist mehr als ein administrativer Zwischenschritt: Er reflektiert den wachsenden gesellschaftlichen Druck, die Schweiz in die völkerrechtliche Ächtung von Atomwaffen einzubinden.
Atomwaffenfreie Zone: Alternative zur nuklearen Aufrüstung Europas

Die 33 Mitgliedstaaten des Vertrags von Tlatelolco (Mexiko) haben im Februar anlässlich des 59. Jahrestages der Unterzeichnung dieses Abkommens über eine atomwaffenfreie Zone in Lateinamerika und der Karibik die vollständige weltweite Abrüstung aller Atomwaffen gefordert.
5. Februar 2026: New-START-Vertrag der Atommächte läuft aus

Der New-START-Vertrag von 2010 zwischen den USA und Russland zur Begrenzung strategischer Atomwaffen, der 2021 verlängert wurde, läuft am 5. Februar 2026 aus. New START hatte für beide Seiten die Anzahl von Atomsprengköpfen auf 1.550 und die Zahl der Trägersysteme auf 800 festgelegt. Nachdem der INF-Vertrag von 1987 zur Beseitigung der Mittelstreckenwaffen von den USA 2019 gekündigt worden war, blieb der New-START-Vertrag das letzte Abkommen zur Begrenzung von Atomwaffen.
Podiumsdiskussion zur Landtagswahl mit Stimmen aus den Parteien

Die Atommächte rüsten weltweit auf. Ein Atomkrieg scheint so wahrscheinlich, wie schon lange nicht mehr. Das hat konkrete Folgen für Rheinland-Pfalz. Anlässlich der Landtagswahl 2026 diskutieren wir am 9. Februar in Mainz mit Vertreter*innen der Parteien.
Fünf Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Ein Erfolg – und eine Zumutung

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkrafttreten des Atomwaffenverbotsvertrags (AVV) zum fünften Mal. Was 2017 als mutiger Schritt einer breiten Staatengemeinschaft begann, ist heute völkerrechtliche Realität: Atomwaffen sind international geächtet. Und doch bleibt der Vertrag für viele Regierungen — auch für die deutsche — eine unbequeme Zumutung. Ein Gastbeitrag von Julia Engels.
5 Jahre Atomwaffenverbotsvertrag: Friedensgruppen fordern Beitritt Deutschlands

Am 22. Januar 2021 ist der UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Er verbietet Einsatz, Tests, Entwicklung und jeglichen Besitz von Atomwaffen. In Deutschland finden anlässlich des Jahrestages in über 30 Städten Feiern und Kundgebungen statt, u.a. in Berlin, Dresden, Frankfurt/M., Nürnberg, Aachen, Marburg, Bonn, Cochem und Mutlangen.
Friedensgruppen entsetzt über „nukleare Zeitenwende“ in der EKD

Das Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kritisiert die neue EKD-Friedensdenkschrift „Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick“ als Kapitulation der christlichen Friedensethik vor der staatlichen Aufrüstungsraison. Das Bündnis von über 70 Friedensorganisationen, dem auch viele kirchliche Gruppen angehören, sieht in dem Papier eine „nukleare Zeitenwende“ und bedauert den Rückfall der EKD in längst überholt geglaubte Positionen für die Rechtfertigung nuklearer Abschreckung.
Trumps Rückkehr zur Bombe

Mit seiner Ankündigung vom 30. Oktober 2025, die USA müssten „sofort“ wieder Atomwaffentests aufnehmen, hat Donald Trump die nukleare Rüstungsspirale neu entfacht. Drei Jahrzehnte nach dem letzten US-Atomtest droht eine Rückkehr zu einer Zeit, in der atomare Stärke als Symbol politischer Macht galt.