Fünf Jahre Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag: Ein Erfolg – und eine Zumutung

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkraft­treten des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trags (AVV) zum fünften Mal. Was 2017 als mutiger Schritt einer breiten Staaten­ge­mein­schaft begann, ist heute völker­recht­liche Realität: Atomwaffen sind inter­na­tional geächtet. Und doch bleibt der Vertrag für viele Regie­rungen — auch für die deutsche — eine unbequeme Zumutung. Ein Gastbeitrag von Julia Engels.

5 Jahre Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag: Friedens­gruppen fordern Beitritt Deutsch­lands

Am 22. Januar 2021 ist der UN-Vertrag zum Verbot aller Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Er verbietet Einsatz, Tests, Entwicklung und jeglichen Besitz von Atomwaffen. In Deutschland finden anlässlich des Jahres­tages in über 30 Städten Feiern und Kundge­bungen statt, u.a. in Berlin, Dresden, Frankfurt/M., Nürnberg, Aachen, Marburg, Bonn, Cochem und Mutlangen.

Newsletter Januar 2026

In unserem Januar-Newsletter gibt es Infos zu allen wichtigen Infos und Ressourcen rund um den 5. Jahrestag des Inkraft­tretens des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trages.

5 Jahre AVV: Ressourcen im Überblick

Vor fünf Jahren, am 22. Januar 2021, ist der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! In vielen Städten bundesweit wird dies mit vielfäl­tigen Aktionen gefeiert. Zur Unter­stützung bietet das Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ verschiedene Ressourcen, die du für Aktivi­täten rund um den Jahrestag des Inkraft­tretens des AVV nutzen kannst.

22. Januar 2026: 5 Jahre Atomwaf­fen­verbot

Das Inkrafttreten des Atomwaffenverbots jährt sich am 22. Januar 2026 zum 5. Mal

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkraft­treten des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trags zum 5. Mal! Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! Für unser Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ ist dies ein Auftrag, unser Engagement für den deutschen Beitritt zu diesem Vertrag kraftvoll fortzu­setzen — in diesen heraus­for­dernden Zeiten globaler Aufrüstung und versa­gender Rüstungs­kon­trolle. Gemeinsam mit unseren vielen Partnern – bundesweit und lokal wollen wir den Erfolg des Atomwaf­fen­verbots würdigen.

22. Januar 2026: 5 Jahre Atomwaf­fen­verbot Gemeinsam vor Ort aktiv in heraus­for­dernden Zeiten

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkraft­treten des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trags zum 5. Mal! Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! Weltweit hatten sich zivil­ge­sell­schaft­liche Organi­sa­tionen und schließlich auch Staaten dafür einge­setzt, die humani­tären Folgen von Atomwaffen ins Zentrum der Debatte zu rücken. Inzwi­schen haben 99 Staaten weltweit, das sind mehr als die Hälfte aller UN-Staaten, den Vertrag unter­schrieben, ratifi­ziert oder sind ihm beigetreten – ein histo­ri­scher Durch­bruch.

Friedens­gruppen entsetzt über „nukleare Zeiten­wende“ in der EKD

Das Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kriti­siert die neue EKD-Friedens­denk­schrift „Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick“ als Kapitu­lation der christ­lichen Friedens­ethik vor der staat­lichen Aufrüs­tungs­raison. Das Bündnis von über 70 Friedens­or­ga­ni­sa­tionen, dem auch viele kirch­liche Gruppen angehören, sieht in dem Papier eine „nukleare Zeiten­wende“ und bedauert den Rückfall der EKD in längst überholt geglaubte Positionen für die Recht­fer­tigung nuklearer Abschre­ckung.

Trumps Rückkehr zur Bombe

Bild: „P20251029DT-2412“ von The White House, United States Government Work

Mit seiner Ankün­digung vom 30. Oktober 2025, die USA müssten „sofort“ wieder Atomwaf­fen­tests aufnehmen, hat Donald Trump die nukleare Rüstungs­spirale neu entfacht. Drei Jahrzehnte nach dem letzten US-Atomtest droht eine Rückkehr zu einer Zeit, in der atomare Stärke als Symbol politi­scher Macht galt.

Postkar­ten­aktion: Für eine Zukunft in Frieden — nicht im Bunker!

Postkartenaktion gegen Mittelstreckenwaffen in Europa

Ab 2026 sollen neue US-Mittel­stre­cken­waffen in Deutschland statio­niert werden. Vertei­di­gungs­mi­nister Boris Pistorius treibt darüber hinaus die Beschaffung von eigenen Typhon-Systemen voran, mit denen u.a. Waffen vom Typ „Tomahawk“ und „SM‑6“ verschossen werden können.. Bei der Entwicklung europäi­scher Mittel­stre­cken­waffen möchte Deutschland eine Führungs­rolle einnehmen. Schreibe jetzt eine Aktions­post­karte an Minister Pistorius und fordere ihn auf von diesen gefähr­lichen Vorhaben Abstand zu nehmen und sich für Rüstungs­kon­trol­lin­itia­tiven einzu­setzen.