Aktionen gegen das Atomkriegs­ma­növer „Steadfast Noon“ 2026

Alle Infos zum Protest im Überblick

Über unseren Köpfen soll erneut der Ernstfall geprobt werden: Beim bevor­ste­henden Militär­ma­növer „Steadfast Noon“ 2026 wird das Szenario eines Atomkriegs über Europa geübt.

In Zeiten fortschrei­tender Eskala­tionen im Ukraine-Krieg, neuen konven­tio­nellen wie nuklearen Aufrüs­tungs­wellen und gefähr­lichen Debatten über eigen­ständige atomare Rüstung in Europa sagen wir: Schweigen ist keine Option mehr. Es ist dringlich, aktiv zu werden!

Beteiligt Euch deshalb an den Protest­ak­tionen gegen das Atomkriegs­ma­növer am 10.10. in Büchel und am 17.10. in Nörvenich (Aufruf-Text unten). Setzen wir gemeinsam ein unüber­hör­bares Zeichen für die lückenlose Abschaffung aller Atomwaffen.

Wie Du jetzt helfen kannst: Hilf mit bei der Mobili­sierung!

Die Vorbe­reitung von Bühne, Tontechnik, Demo-Infra­struktur, Kultur­bei­trägen und Infor­ma­ti­ons­ma­terial kostet Geld. Wir kalku­lieren die Gesamt­kosten der Aktionen auf ca. 3.000 Euro. Damit wir laut und sichtbar sein können, brauchen wir Deine Unter­stützung auf zwei Wegen:

1. Verbreite den Mobi-Flyer

Unser Mobi-Flyer ist fertig und enthält alle wichtigen Infos rund um die Aktionen in Büchel und Nörvenich am 10./17. Oktober. 

Hier beim Netzwerk Friedens­ko­ope­rative kannst du den Flyer anfordern.

Hier findest du den Flyer als PDF zum Selber­aus­drucken.

2. Finan­ziell unter­stützen

Um die Kosten zu decken, bitten wir bei einer Unter­zeichnung um einen solida­ri­schen Beitrag:

  • Einzel­per­sonen: ab 10 Euro
  • Gruppen & Organi­sa­tionen: 20 bis 50 Euro


Hinweis:
Spenden sind selbst­ver­ständlich auch ohne eine Unter­zeichnung des Aufrufs herzlich willkommen! Alle Spenden sind steuerlich abzugs­fähig.

Hier direkt online spenden via Spenden-Link:

Oder überweise deine Spende auf unser Sonder­konto beim:

Förder­verein Frieden e.V.
IBAN: DE78 4306 0967 4041 8604 04
BIC: GENODEM1GLS bei der GLS Gemein­schaftsbank
Stichwort: Nörvenich 2026

Der Aktions­aufruf:

NATO-Atomkriegs­ma­növer 2026 stoppen!

Protest­mahn­wache in Büchel am 10. Oktober 2026, 12 Uhr
Demons­tration in Nörvenich am 17. Oktober 2026, 12 Uhr

 

Atomkrieg über Europa:

Dieses Szenario übt die NATO im Herbst dieses Jahres. Die Bundeswehr will Mitte Oktober 2026 im Rahmen des NATO-Manövers „Steadfast Noon“ erneut üben, die in Büchel lagernden Atombomben an Tornado-Kampfjets zu montieren und sie in den Einsatz­zielen abzuwerfen. Das Manöver findet europaweit mit Betei­ligung der USA, aller NATO-Staaten der „nuklearen Teilhabe“ und weiterer NATO-Staaten statt.

Ein Dritter Weltkrieg wird möglich, wenn wir nicht wider­stehen!

In der derzei­tigen krisenhaft zugespitzten Situation ist dieses Manöver besonders verwerflich! Der völker­rechts­widrige Angriff auf den Iran sollte dessen Atomrüstung durch Bombar­die­rungen verhindern, obwohl darüber aussichts­reiche Verhand­lungen im Gange waren. Im Mai endete die Überprü­fungs­kon­ferenz zum Nicht­ver­brei­tungs­vertrag ergeb­nislos, auch weil die Atommächte ihrer Vertrags­ver­pflichtung zu atomarer Abrüstung nicht nachkommen. Neben der „nuklearen Teilhabe“ mit den USA beginnen Deutschland und weitere EU-Staaten eine nukleare Koope­ration mit Frank­reich. Sogar eine deutsche Atombombe wird erwogen! – Ein Krieg zwischen Russland und der NATO wird von den politisch Verant­wort­lichen voraus­gesagt. Statt auf Diplo­matie und Verstän­digung zu setzen, wird Kriegs­tüch­tigkeit gefordert. Milli­arden Euro sollen in neue Aufrüstung und Kriegs­vor­be­rei­tungen gesteckt werden – Soziales, Gesundheit, Bildung, Alters- und Pflege­si­cherung bleiben auf der Strecke. Die Wehrpflicht wird schritt­weise wieder­ein­ge­führt. Dieser absurden Politik Richtung Krieg wollen wir uns wider­setzen!

Weltweit gibt es über 12.000 Atomwaffen, davon sind über 4.000 sofort einsatz­bereit.

Das Atomkriegs­ma­növer dokumen­tiert in erschre­ckender Weise die Bereit­schaft der NATO und der Bundes­re­gierung, im „Ernstfall“ einen Atomkrieg zu führen, der zumindest ganz Europa vernichten würde. Alle Atommächte rüsten gegen­wärtig nuklear auf und „moder­ni­sieren“ ihre Arsenale, in 2025 für insgesamt ca. 119 Mrd. US-Dollar (USA: 69,2 Mrd.). In Büchel wird die neue B61-12-Atombombe statio­niert, die endflug­ge­steuert noch treff­ge­nauer einge­setzt werden kann. Dafür wurden für rund 10 Milli­arden Euro 35 neue Tarnkappen-Atombomber vom Typ F‑35 von den USA gekauft. Die derzei­tigen Träger­systeme – die Tornado-Kampfjets – werden zur Zeit von Nörvenich nach Büchel zurück­verlegt. Der Umbau des Flieger­horstes Büchel für über zwei Milli­arden Euro ist fast abgeschlossen. Nörvenich bleibt dennoch in das Manöver invol­viert: die dort statio­nierten Eurofighter waren schon mehrfach an „Steadfast Noon“ beteiligt.

Atomwaf­fen­einsatz ist ein Kriegs­ver­brechen

Mit der „nuklearen Teilhabe“ verstößt die Bundes­re­gierung gegen den Atomwaf­fen­sperr­vertrag und das humanitäre Völker­recht. Das Bundes­jus­tiz­mi­nis­terium weist darauf hin, dass jede Verwendung von Atomwaffen gemäß Völker­straf­recht ein Kriegs­ver­brechen bedeuten würde. Demzu­folge dürfen Bundeswehrsoldat*innen niemals atomare Waffen einsetzen. Somit bedeutet die Übung des Einsatzes von Atomwaffen die Vorbe­reitung eines poten­zi­ellen Kriegs­ver­bre­chens! Denn die Abschre­ckungs­drohung „funktio­niert“ nur mit der Bereit­schaft zum Atomwaf­fen­einsatz.

Atomwaffen weltweit ächten! Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag unter­zeichnen!

Die Alter­native zu weiterer atomarer Aufrüstung ist der UN-Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag (AVV), der im Januar 2021 in Kraft getreten ist. Er verbietet Herstellung, Besitz und Einsatz von Atomwaffen. Der AVV greift damit das Rechts­gut­achten des Inter­na­tio­nalen Gerichts­hofes von 1996 auf, das den Einsatz von Atomwaffen und die Drohung mit Atomwaffen als grund­sätzlich völker­rechts­widrig verur­teilt hat.

Wir fordern vom deutschen Bundestag und der Bundes­re­gierung:

  • Absage der Betei­ligung der Bundeswehr am Atomkriegs­ma­növer „Steadfast Noon“
  • Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland und Beendigung der „nuklearen Teilhabe“
  • Keine neuen europäi­schen Atomwaffen-Koope­ra­tionen
  • Beitritt zum Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag
  • Eintreten für ernst­hafte Verhand­lungen über vollständige nukleare Abrüstung

Kommt zur Protest-Mahnwache am 10. Oktober 2026 nach Büchel und zur Demons­tration am 17. Oktober 2026 nach Nörvenich! Wir treffen uns jeweils zur Symbolzeit um „Fünf vor Zwölf“! In Büchel ist der Kreisel vor dem Atomwaf­fen­lager der Treff­punkt. In Nörvenich beginnt die Demons­tration am Kriegs­flug­platz und zieht von dort zur Kundgebung am Schloss­platz (ca. 13.30–15 Uhr). Ein Shuttle von Düren nach Nörvenich steht zur Verfügung.

Infos aktuell auf: www.atomwaffenfrei.de

Demons­trieren wir gemeinsam gegen Atomkriegs­ma­növer,

für eine Welt ohne Atomwaffen

und die Beendigung aller Kriege durch Verhand­lungen und Völker­ver­stän­digung!

Für Abrüstung, soziale und weltweite Gerech­tigkeit!

Wir setzen auf Friedens­fä­higkeit

und wider­setzen uns allen Forde­rungen nach Kriegs­tüch­tigkeit!

Einsatz für Frieden und Menschen­rechte gehören zusammen. Rassismus und Natio­na­lismus sind mit unseren Zielen unver­einbar und stehen einer Zusam­men­arbeit entgegen. Natio­nal­flaggen sind bei unseren Aktionen nicht erwünscht.

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Das Minis­terium der Justiz infor­miert: Was ist ein Kriegs­ver­brechen?

Als Kriegs­ver­brechen werden schwere Verstöße gegen Regelungen des humani­tären Völker­rechts bezeichnet. Beispiele für Kriegs­ver­brechen sind unter anderem:

  • Angriffe auf die Zivil­be­völ­kerung
  • Verwendung von biolo­gi­schen, chemi­schen Waffen und Atomwaffen.


Quelle: https://www.bmjv.de/DE/themen/voelkerstrafrecht/kriegsverbrechen/kriegsverbrechen_node.html

Veran­stal­tende Organi­sa­tionen:

Zu den Veran­stal­tenden gehören bisher folgende Organi­sa­tionen: Friedens­gruppe Daun, Aktions­bündnis „atomwaf­fenfrei jetzt“, Netzwerk Friedens­ko­ope­rative, Friedens­Gruppe Düren, DFG-VK NRW, DFG-VK Köln.

Erstun­ter­zeich­nende Gruppen/Organisationen:

Aktions­ge­mein­schaft Dienst für den Frieden (AGDF); Antikriegs­bündnis Aachen; BSW – Kreis­verband Düren/Heinsberg; DFG-VK Aachen; DFG-VK Landes­verband NRW; Die Linke Kreis­verband Düren; DKP Rheinland – Westfalen; „frauen wagen frieden“ der Ev. Landes­kirche Pfalz; Frieden wagen e.V.; Friedens­bündnis Lüneburg; Friedens­glo­cken­ge­sell­schaft Berlin e.V.; FriedensNetz Saar; Friedens­gruppe Daun; Friedens­po­li­ti­sches Bündnis Oberhausen; Gewalt­freie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA); IALANA Deutschland; Initia­tiv­kreis gegen Atomwaffen Büchel/Cochem Zell; Int. kath. Friedens­be­wegung pax christi – Deutsche Sektion e.V.; Inter­na­tio­naler Versöh­nungsbund dt. Zweig — Regio­nal­gruppe Cochem/Zell; Inter­na­tio­naler Versöh­nungsbund dt. Zweig — Regio­nal­gruppe Mainz; IPPNW Aachen; IPPNW Deutschland; Komitee für Grund­rechte und Demokratie; Links­jugend Bonn; Links­jugend (‘solid) Kreis Düren; Marburger Bündnis „Nein zum Krieg“; Ohne Rüstung Leben; pax christi Diöze­san­verband Bamberg; pax christi Diöze­san­verband Essen; pax christi Bonn; pax christi Frankfurt/M; pax christi Köln; pax christi Diöze­san­verband Köln; pax christi Rhein-Main – Regio­nal­verband Limburg-Mainz; pax christi Trier; PeaceLink, Italien; Verei­nigung der Verfolgten des Nazire­gimes-Bund der Antifa­schis­tinnen und Antifa­schisten Kreis­ver­ei­nigung Aachen (VVN — BdA Aachen)

Erstun­ter­zeich­nende Einzel­per­sonenn:

Beate Aßmuß, Mainz; Kurt Bader, Lüneburg; Dr. Gudrun Bonk, Glees; Ulrike Braun, Lanfers­weiler; Dr. Elisabeth Bücking, Sölden; Peter Bürger, Düsseldorf; Angelika Damien-Prignitz, Bonn; Hans Decruppe, Mitglied des Kreistags Rhein-Erft, Bergheim; Ariane Dettloff, Köln; Pfr. Andreas Domke, Zehdenick; Rosie Divivier, Saarbrücken; Almuth Dreier, Marl; Hartmut Dreier, Pfr. i. R., Marl; Jochen Fischer, Nürnberg; Heinrich Förthner, Haundorf; Dr. Cornelia Frey, Mössingen; Günther Frey, Mannheim; Harald Fuchs, Köln; Heike Geier, Deudesfeld; Adelheid Gerlach, Kaisers­lautern; Kristian Golla, Bonn; Leif Grahn, Buckenhof; Regina Hagen, Darmstadt; Bernd Hahnfeld, Richter i. R., Köln; Eva Heep, Wuppertal; Maria-Anna Hoffjann, Betzendorf; Veronika Hüning, Höhbeck; Werner Huffer-Kilian, Koblenz; Ernst-Ludwig Iskenius, IPPNW, Lübtheen; Erika Junghans, Linden (Hessen); Dieter Kalten­häuser, Breisach; Elisabeth Kalten­häuser, Breisach; Alfred Keienburg, Essen; Dr. Ferdinand Kerstiens, Pfr. i. R., Marl; Maren Klay, Hamburg; Agnes Krieger, Bonn; Ingo Kroll, Hamburg; Heiner Krüger, Düren; Susanne Kufner, Lahr; Armin Lauven, Bonn; Heidrun Lenk, Gera; Sylvia Leske, Lüneburg; Anja Loges, Nürnberg; Dr. Edith Lutz, Kall; Andrea Mayr, Lahr; Klaus Mayer, Karlsruhe; Petra Merz, Bonn; Detlef Neumann, Berlin; Hannelore Neumann, Berlin; Sean Nowak, Berlin; Volkert Ohm, Bremen; Martin Otto, Wetzlar; Detlef Peikert, Aachen; Sergej Perelman, Stuttgart; Andreas Röser, Eschbach; Barbara Runte, Bonn; Reinhard Schantz, Zwickau; Günter Scherzer, Frechen; Monika Schickel, Konstanz; Hedi Schillo, Bonn; Johannes Schillo, Bonn; Michael Schmid, Plochingen; Gabi Schön, Altbach; Hermann Schrader, Magdeburg; Joachim Schramm, Witten; Haro Schreiner, Haßloch; Helga Schreiner, Haßloch; Karin Schwalm, Marburg; Rüdiger Seger, Bonn; Sabine Sharma, Bonn; Dr. Georg Singe, Vechta; Martin Singe, Bonn; Dr. Hildegard Slabik-Münter, Daun; Helmut Stange, Bonn; Agnes Stoffels, Offenbach; Christoph Tophoven, Erftstadt; Lutz van Dijk, Amsterdam; Rainer van Heukelum, Bonn; Prof. Dr. Hartmut Vincon, Darmstadt; Hanne Vogels, Bonn; Rainer Vogler, Lüneburg; Hiltrud Voß, Hamburg; Udo Walther, Aachen; Katrin Warnatzsch, Plochingen; Christa Winter, Marburg; Andreas Zumach, Berlin