5 Jahre AVV: Ressourcen im Überblick

Vor fünf Jahren, am 22. Januar 2021, ist der UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen (AVV) in Kraft getreten. Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! In vielen Städten bundesweit wird dies mit vielfäl­tigen Aktionen gefeiert. Zur Unter­stützung bietet das Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ verschiedene Ressourcen, die du für Aktivi­täten rund um den Jahrestag des Inkraft­tretens des AVV nutzen kannst.

22. Januar 2026: 5 Jahre Atomwaf­fen­verbot

Das Inkrafttreten des Atomwaffenverbots jährt sich am 22. Januar 2026 zum 5. Mal

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkraft­treten des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trags zum 5. Mal! Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! Für unser Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ ist dies ein Auftrag, unser Engagement für den deutschen Beitritt zu diesem Vertrag kraftvoll fortzu­setzen — in diesen heraus­for­dernden Zeiten globaler Aufrüstung und versa­gender Rüstungs­kon­trolle. Gemeinsam mit unseren vielen Partnern – bundesweit und lokal wollen wir den Erfolg des Atomwaf­fen­verbots würdigen.

22. Januar 2026: 5 Jahre Atomwaf­fen­verbot Gemeinsam vor Ort aktiv in heraus­for­dernden Zeiten

Am 22. Januar 2026 jährt sich das Inkraft­treten des Atomwaf­fen­ver­bots­ver­trags zum 5. Mal! Ein Erfolg jahre­langer inten­siver Kampa­gnen­arbeit! Weltweit hatten sich zivil­ge­sell­schaft­liche Organi­sa­tionen und schließlich auch Staaten dafür einge­setzt, die humani­tären Folgen von Atomwaffen ins Zentrum der Debatte zu rücken. Inzwi­schen haben 99 Staaten weltweit, das sind mehr als die Hälfte aller UN-Staaten, den Vertrag unter­schrieben, ratifi­ziert oder sind ihm beigetreten – ein histo­ri­scher Durch­bruch.

Friedens­gruppen entsetzt über „nukleare Zeiten­wende“ in der EKD

Das Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ kriti­siert die neue EKD-Friedens­denk­schrift „Welt in Unordnung – Gerechter Frieden im Blick“ als Kapitu­lation der christ­lichen Friedens­ethik vor der staat­lichen Aufrüs­tungs­raison. Das Bündnis von über 70 Friedens­or­ga­ni­sa­tionen, dem auch viele kirch­liche Gruppen angehören, sieht in dem Papier eine „nukleare Zeiten­wende“ und bedauert den Rückfall der EKD in längst überholt geglaubte Positionen für die Recht­fer­tigung nuklearer Abschre­ckung.

Trumps Rückkehr zur Bombe

Bild: „P20251029DT-2412“ von The White House, United States Government Work

Mit seiner Ankün­digung vom 30. Oktober 2025, die USA müssten „sofort“ wieder Atomwaf­fen­tests aufnehmen, hat Donald Trump die nukleare Rüstungs­spirale neu entfacht. Drei Jahrzehnte nach dem letzten US-Atomtest droht eine Rückkehr zu einer Zeit, in der atomare Stärke als Symbol politi­scher Macht galt.

Postkar­ten­aktion: Für eine Zukunft in Frieden — nicht im Bunker!

Postkartenaktion gegen Mittelstreckenwaffen in Europa

Ab 2026 sollen neue US-Mittel­stre­cken­waffen in Deutschland statio­niert werden. Vertei­di­gungs­mi­nister Boris Pistorius treibt darüber hinaus die Beschaffung von eigenen Typhon-Systemen voran, mit denen u.a. Waffen vom Typ „Tomahawk“ und „SM‑6“ verschossen werden können.. Bei der Entwicklung europäi­scher Mittel­stre­cken­waffen möchte Deutschland eine Führungs­rolle einnehmen. Schreibe jetzt eine Aktions­post­karte an Minister Pistorius und fordere ihn auf von diesen gefähr­lichen Vorhaben Abstand zu nehmen und sich für Rüstungs­kon­trol­lin­itia­tiven einzu­setzen.

Nörvenich setzt Zeichen gegen Atomwaffen

Friedensdemonstranten bei einer Protestaktion gegen Atomwaffen in Nörvenich.

Am Samstag, dem 11. Oktober 2025, versam­melten sich in Nörvenich zahlreiche Friedens­ak­ti­vis­tinnen und ‑aktivisten unter dem Motto „80 Jahre nach Hiroshima: NATO-Atomkriegs­ma­növer 2025 stoppen!“. Mit der Demons­tration richteten sie sich gegen das NATO-Manöver „Steadfast Noon“, bei dem der Einsatz takti­scher Atomwaffen durch Kampf­flug­zeuge geübt wird. In die bis Ende Oktober dauernde Übung einbe­zogen ist der Luftwaf­fen­stütz­punkt Nörvenich, der derzeitige Ausweich­standort für Tornado-Kampfjets aus Büchel, wo rund 15 bis 20 US-Atomwaffen gelagert sind.

A House of Dynamite

Der neue Netflix-Film „A House of Dynamite“ dreht sich um die gefähr­liche Dynamik, die bei einem Atomwaf­fen­an­griff entsteht. Auslöser ist eine Rakete, die im Pazifik von einem unbekannten Akteur gestartet wurde und auf die USA zufliegt. Die Regierung, der Präsident und das Militär müssen binnen Minuten entscheiden, wie sie auf die Bedrohung reagieren – abwarten, ob die Rakete wirklich explo­diert, auf die Wirksamkeit von Raketen­abwehr vertrauen oder einen Gegen­an­griff führen? Dabei macht der Film deutlich, wie schnell durch Atomwaffen eine unkon­trol­lierbare Ketten­re­aktion ausgelöst werden kann, die die ganze Welt bedroht.

Demons­tration gegen NATO-Atomwaf­fen­ma­növer am 11. Oktober in Nörvenich

Zum 11. Oktober ruft das Aktions­bündnis atomwaffenfrei.jetzt zusammen mit weiteren Friedens­or­ga­ni­sa­tionen zu einer Demons­tration in Nörvenich auf. Ziel ist es, auf die anhal­tende Präsenz von Atomwaffen in Deutschland aufmerksam zu machen und deren Abrüstung zu fordern. Die Demons­tration beginnt um 12 Uhr am Militär­flug­platz Nörvenich und endet am Schloss­platz.