„Für eine sichere Zukunft ohne Atomwaffen“
Friedensplakate in zahlreichen Städten erinnern an Hiroshima und Nagasaki
Außergewöhnliche Plakate werden in den ersten Augusttagen für Aufmerksamkeit in Berlin, Hamburg, München, Köln, Hannover und Mainz sorgen. Sie erinnern an die 80. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki und fordern eine „Zukunft ohne Atomwaffen“. Initiiert wird die Plakataktion vom Aktionsbündnis „atomwaffenfrei.jetzt“.
„Unser Plakat zeigt junge Menschen, die an einem weltweiten Vernetzungstreffen für den UN-Atomwaffenverbotsvertrag (AVV) in Hiroshima im Jahr 2023 teilgenommen haben. Auf Schildern fordern sie ihre jeweiligen Heimatländer auf, den Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen zu unterstützen. Im Hintergrund ist der Atomic Bomb Dome zu sehen. Die Ruine ist heute ein Friedensdenkmal in Hiroshima.“, erklärt Regina Hagen, Sprecherin des Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt.
Die Plakataktion vom 5. bis zum 11. August in sechs deutschen Großstädten soll Aufmerksamkeit für das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen schaffen. In vielen weiteren Städten werden kleinformatigere Plakate mit demselben Motiv für eine atomwaffenfreie Welt zu sehen sein. Organisiert und finanziert wird die Aktion vom Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt, einem Zusammenschluss von fast 80 Organisationen, die sich für atomare Abrüstung stark machen.
Besonders freut sich Regina Hagen, dass auch die Organisation der Mayors for Peace – der Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden – die Aktion unterstützt. Allein in Deutschland zählen die Mayors for Peace mehr als 900 Mitglieder.
Weltweit gibt es aktuell mehr als 12.000 Atomwaffen – Tausende davon in ständiger Einsatzbereitschaft. Angesichts der aktuellen Spannungen warnen Experten vor der Gefahr eines Atomkrieges, der auch durch ein Versehen oder eine falsche Einschätzung beginnen könnte. Die neun Atomwaffenstaaten investieren derzeit Hunderte Milliarden Dollar in den Ausbau ihrer Arsenale. Auch Deutschland hat neue F‑35-Atombomber zum Einsatz von US-Atomwaffen im Rahmen der nuklearen Teilhabe bestellt. Dafür wird der Fliegerhorst Büchel in der Eifel für zwei Milliarden Euro ausgebaut.
„Wir möchten mit unserer Plakataktion deutlich machen, dass wir diese gefährliche Politik der atomaren Aufrüstung ablehnen. Das ist gerade in diesen Tagen wichtig, wenn wir an die Opfer und die Überlebenden von Hiroshima und Nagasaki erinnern. Unsere Botschaft ist zugleich positiv: Weltweit setzen sich Millionen Menschen für atomare Abrüstung ein. Wenn endlich auf diese Menschen gehört würde, ist eine sichere Zukunft ohne Atomwaffen tatsächlich machbar!“, sagt Martin Singe, Sprecher des Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt.
Weitere Informationen:
Die Werbeplakate werden rund um die Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vom 5. bis zum 11. Aufust in Berlin, Hamburg, München, Köln, Hannover und Mainz zu sehen sein. Die Aktion wird organisiert vom „Aktionsbündnis atomwaffenfrei.jetzt“ in Zusammenarbeit mit den Friedensorganisationen Ohne Rüstung Leben, Friedenswerkstatt Mutlangen, Internationale Ärzt*innen für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Netzwerk Friedenskooperative und NaturFreunde Deutschlands sowie der deutschen Organisation der Mayors for Peace.
Die genauen Standorte der Friedensplakate und weitere Informationen finden Sie hier.
Pressemitteilung des Aktionsbündnisses “atomwaffenfrei.jetzt” vom 28. Juli 2025.