Demons­trie­rende fordern: Atomwaf­fen­verbot durch­setzen!

Protest gegen NATO-Atomkriegs­ma­növer in Büchel

Presse­mit­teilung vom 10.10.2026

Etwa 50 Personen aus der Friedens­be­wegung demons­trierten am 10. Oktober vor dem Flieger­horst Büchel, auf dem Tornado-Kampfjets und etwa 15 US-Atombomben statio­niert sind. Kommenden Dienstag beginnt das NATO-Atomkriegs­ma­növer „Steadfast Noon“, an dem die Tornado-Atombomber teilnehmen. Die Demons­trie­renden forderten den Stopp des Manövers, den Abzug der Atomwaffen aus Büchel und den Beitritt Deutsch­lands zum Atomwaf­fen­ver­bots­vertrag. Die nukleare Teilhabe müsse beendet und neue europäische Atomwaf­fen­ko­ope­ra­tionen gestoppt werden.

Eine „Völker­rechts-Sperre“ vor dem Eingang des Flieger­horstes sollte verdeut­lichen, dass jede Verwendung von Atomwaffen ein Kriegs­ver­brechen ist, wie es auch das Bundes­jus­tiz­mi­nis­terium auf seiner Seite zum Völker­recht betont. Dr. Hildegard Slabik-Münter sprach für die örtliche Friedens­gruppe Daun: „Atomwaffen sind Massen­ver­nich­tungs­waffen. Mit solchen Waffen zu drohen, heißt, seine eigene Existenz aufs Spiel zu setzen. Die Folgen eines atomaren Schlag­ab­tau­sches werden das Leben auf dieser Erde weitgehend unmöglich machen. Die einzige Rettung ist die atomare Abrüstung. Wenn wir die Atomwaffen nicht abschaffen, schaffen sie uns ab!“ Der UN-Vertrag über die weltweite vollständige atomare Abrüstung, dem bereits 101 Staaten beigetreten sind, weise den richtigen Weg.

Die Demons­trie­renden zogen mehrfach mit Trans­pa­renten und mit Rufen für atomare Abrüstung um den Kreisel vor der Einfahrt des Flieger­horstes. Abschließend wurde ein Grußwort der Friedens­be­wegung aus Italien vorge­tragen. Dort wird der Schwer­punkt des Atomkriegs­ma­növers in diesem Jahr liegen. Das Aktions­bündnis „atomwaffenfrei.jetzt“ hat zu einer weiteren Demons­tration gegen das Atomkriegs­ma­növer am 17. Oktober in Nörvenich aufge­rufen. Dies ist der Ausweich­flug­platz für Nörvenich, und die hier statio­nierten Eurofigther waren auch schon an Atomkriegs­ma­növern beteiligt. In Nörvenich wurde zudem im Sommer 2026 von Merz und Macron eine neue deutsch-franzö­sische Atomwaffen-Koope­ration begründet.