Steigender Atomkriegsgefahr mit Deeskalation begegnen!

Friedensbewegung demonstriert in Nörvenich gegen Atomkriegs-Manöver der NATO

Pressemitteilung vom 20.10.2022
Pressemitteilung vom 20.10.2022

Unter dem Motto „Atomkriegsmanöver stoppen!“ findet am Samstag, 22. Oktober, in Nörvenich bei Düren eine Demonstration gegen das Atomkriegs-Manöver „Steadfast Noon“ statt. An diesem Manöver, das erstmals zwei Wochen lang (17.10.-30.10.) im Raum zwischen Belgien und Großbritannien stattfindet, beteiligt sich auch die Bundeswehr mit Tornado-Kampfflugzeugen, die derzeit in Nörvenich stationiert sind. Bundeswehr-Piloten trainieren den Abwurf von Atombomben, obwohl das humanitäre Völkerrecht den Einsatz von Atomwaffen verbietet. Insgesamt sind rund 60 Kampfflugzeuge an „Steadfast Noon“ beteiligt.

Die Demonstrierenden kritisieren, dass in dieser Zeit kriegerischer Anspannung und erhöhter Atomkriegsgefahr ein Atomkriegs-Manöver das völlig falsche Zeichen sei und eskalationsträchtige Gefahren berge. Um 12 Uhr findet am Schlossplatz Nörvenich die zentrale Kundgebung statt. Heiner Krüger von der „FriedensGruppe Düren“ spricht für die örtliche Friedensbewegung, Joachim Schramm für die „Deutsche Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen“ (DFG-VK NRW), Bernd Hahnfeld wird für die „Juristinnen und Juristen gegen den Atomkrieg“ (IALANA) auf die Völkerrechtswidrigkeit von Atomwaffen eingehen. Marion Küpker vertritt die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. In Büchel/Eifel sind ca. 15 - 20 US-Atomsprengköpfe gelagert. Nach der Kundgebung wird ein Demonstrationszug zum Boelcke-Kriegsflugplatz ziehen, von wo aus die sonst in Büchel stationierten Tornado-Kampfjets aktuell ihren Übungsbetrieb aufrechterhalten.

Die Demonstration wird von der Atomwaffenfrei-Kampagne, der DFG-VK NRW und Köln sowie der FriedensGruppe Düren veranstaltet und bundesweit von rund 20 Organisationen aus der Friedensbewegung unterstützt. Neben diesen Gruppen hatten auch die Ärzte gegen den Atomkrieg (IPPNW), Greenpeace und ICAN international scharfe Kritik an dem NATO-Manöver geübt. Im Demonstrationsaufruf heißt es u.a.: „Seitdem Russland im Kontext des Ukraine-Krieges mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht hat, nimmt die Atomkriegsgefahr weiter zu. Ein Manöver in diesen kritischen Zeiten kann die Eskalationsspirale anheizen oder infolge von Missverständnissen zu einem Atomkrieg ‚aus Versehen‘ führen. Jeder Einsatz von Atomwaffen hätte verheerende Auswirkungen und kann nie gerechtfertigt werden! Wir setzen uns ein für ein Ende des Ukraine-Krieges und protestieren gegen Manöver, die die Gefahr der Eskalation dieses Krieges in sich tragen.“

Die Demonstrierenden werden am 22. Oktober fordern, „Steadfast Noon“ zu stoppen und keine weiteren Atomkriegsmanöver durchzuführen. Die Bundesregierung plant derzeit, Büchel mit neuen, zielgenaueren B61-12 Atombomben auszurüsten und neue F-35-Atombomber anzuschaffen. Die Demonstrierenden fordern stattdessen, die US-Atombomben aus Büchel abziehen zu lassen, die nukleare Teilhabe zu beenden und dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten. Ein Ende der nuklearen Drohungen und ein Neustart ernsthafter Abrüstungsinitiativen der Atomwaffenstaaten seien gefordert, heißt es im Demonstrationsaufruf.

Den Aufruf zur Demonstration, Hinweise zum Ablauf, zu den Organisatoren und Unterstützer-Gruppen finden Sie hier.

 

Eine Pressemitteilung von: Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt", DFG-VK Landesverband NRW,  DFG-VK Gruppe Köln, FriedensGruppe Düren

Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt", DFG-VK Landesverband NRW,

DFG-VK Gruppe Köln, FriedensGruppe Düren

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