Atomwaffen abwählen. Abrüsten, Klima schützen!

Aufruf zum Klimastreik am 24. September

Wir rufen auf zum Klimastreik am 24. September
Wir rufen auf zum Klimastreik am 24. September

Beim Klimastreik am 24. September werden kurz vor der Bundestagswahl unzählige Menschen auf die Straße gehen. Auch unsere Kampagne bringt sich mit dem Aufruf „Atomwaffen abwählen. Abrüsten, Klima schützen!“ ein und bittet darum, sich an dem Klimastreik zu beteiligen und wo möglich, Redebeiträge zu halten. Denn die existenzielle Krise ist nur durch einen Paradigmenwechsel zu lösen. Die Klimakrise und die Gefahr eines Atomkrieges sind zwei fundamentale Gefahren, die jegliche Zivilisation auslöschen können. Es ist Zeit eine neue Entspannungspolitik und kollektive Sicherheit weltweit einzufordern!


Aufruf der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" zum Klimastreik am 24. September:

Atomwaffen abwählen. Abrüsten, Klima schützen!

Wir stecken in einer existenziellen Krise. Um sie zu lösen, hilft nur ein Paradigmenwechsel. Die Klimakrise und die Gefahr eines Atomkrieges sind zwei fundamentale Gefahren, die jegliche Zivilisation auslöschen können. Es ist Zeit eine neue Entspannungspolitik und kollektive Sicherheit weltweit einzufordern! Darum gehen wir beim Klimastreik  noch vor der Bundestagswahl in vielen Städten gemeinsam auf die Straße!

Atomwaffen abwählen!
Hiroshima und Nagasaki haben uns gezeigt, welche humanitäre und ökologische Katastrophe der Einsatz einer einzigen Atomwaffe auslösen kann. Heute hätte schon ein begrenzter Atomkrieg fatale Folgen. Ausbleiben des Niederschlags und Temperaturstürze würden sich ähnlich auswirken wie der Klimawandel: anstatt den Hitzetod zu sterben würden wir erfrieren und verhungern.
Notwendig wäre es, die Atomwaffenproduktion zurückzuschrauben, jegliche Raketentests einzustellen und Militärübungen auszusetzen. Stattdessen rüsten alle neun Atomwaffenstaaten weiter auf. Grund dafür ist der politische Irrglaube, nukleare Abschreckung sei notwendig für unsere Sicherheit.

Die Angst vor einem erneuten Einsatz von Atomwaffen verleiht den Atomwaffenstaaten enorme Macht. Diese Abschreckungslogik  hält den Rest der Welt in Atem. Die Folge: Staaten erkaufen sich mit der nuklearen Teilhabe ein Stückchen gefühlte Bündnissicherheit und verschärfen damit weiter die Aufrüstungsspirale.
Die nukleare Abschreckung hilft nicht gegen die Klimakrise. Trotzdem plant das Verteidigungsministerium mindestens 7,8 Milliarden Euro für neue Atomwaffenträger und die Modernisierung des Atomwaffenstützpunktes in der Eifel auszugeben. Die Bundeswehr bereitet im Bündnis mit NATO und USA in der regelmäßig im Oktober stattfindenden Atomkriegsübung Steadfast Noon den Atomkrieg vor.
Der im Januar 2021 in Kraft getretene UN-Atomwaffenverbotsvertrag wird von den Atomwaffenstaaten und allen NATO-Staaten boykottiert, auch von Deutschland.


Abrüsten …

Statt Mittel für Gesundheit und Bildung bereit zu stellen – was angesichts der aktuellen sichtbaren Mängel, auch im Katastrophenschutz bereit zu stellen,  fordern Militärs und Politiker*innen weiter die Steigerung der Militärausgaben auf 2% der Wirtschaftsleistung, von 2020 über 45 Mrd. € perspektivisch ca.70-80 Mrd. €.
Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer kündigte an, die Bundeswehr auch im Pazifik zwischen Australien und China einsetzen zu wollen. Die EU will ihren militärischen Wirkungsbereich durch weitere Militärprojekte ausweiten und mehr Geld ausgeben.

… Klima schützen!
Schon bei ihrer Herstellung durchlaufen Atomwaffen die „nukleare Kette“, in der jede Menge radioaktiver Müll und CO2-Emissionen entstehen. Ständig werden Raketen, Flugzeuge und Bomben getestet und neu gebaut. Die Rüstungsindustrie bekommt Milliardenaufträge und  jeder Raketentest stellt  einen weiteren Nagel in den Sarg des Planeten dar. Allein eine Flugstunde der 200 Tornados der Bundeswehr, die im Ernstfall US-Atomwaffen abwerfen würden, verbraucht 3910 Kilogramm Treibstoff. Das entspricht 12.317 Kilogramm CO2 – mehr als ein Mensch hierzulande im Schnitt jährlich verbraucht.
Militär ist einer der größten Ressourcenverschwender und Klimakiller.
Allein das US-Militär setzt mehr CO2 frei als der ganze afrikanische Kontinent(!) Die Nato gibt pro Stunde ca. 114 Millionen US-Dollar für das Militär aus. Um Ressourcen werden immer häufiger Kriege geführt. Lebensgrundlagen vieler Menschen werden vernichtet. Der Klimawandel ruft Konflikte um landwirtschaftlich nutzbare Flächen und um bewohnbare Küstenregionen hervor. Die durch den Klimawandel hervorgerufene Destabilisierung der internationalen Beziehungen steigert die Kriegsgefahr. Kriege und Rüstungsexporte zwingen immer mehr Menschen zur Flucht und treibt sie ins Elend und in den Tod.

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Den Beitritt zum Atomwaffenverbotsvertrag der Vereinten Nationen, den Abzug der Atomwaffen aus Büchel,
  • keine Anschaffung neuer Atombomber!
  • Atomkriegsmanöver „Stead fast noon“ im Oktober absagen!
  • Festschreibung einer drastischen Reduzierung militärischer CO2-Emissionen in den deutschen und internationalen Klimaabkommen und Stopp der Ressourcenvergeudung durch das Militär!
  • Abrüsten statt aufrüsten, Sicherheit neu denken!

 

Aufruf hier als PDF.

 

 

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Stichwort: „atomwaffenfrei“
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