Rede von Horst-Eberhard Richter

Psychoanalytiker und Mitbegründer der IPPNW Deutschlands

Vor 4 Jahren haben wir zum 1. Jahrestag des Irak-Krieges in Ramstein gestanden. 3000 Menschen unter dem Leitwort: „Still halten ist tödlich!“ Wir verlangten den Abzug der dort gelagerten amerikanischen Atombomben. Ein Jahr später waren die Bomben weg. Hier in Büchel sind 20 noch da, obwohl bis vor kurzem vor der Bevölkerung verschwiegen.

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Rede von Peter Becker

Rechtsanwalt und Vorsitzender der JuristInnen gegen Atomwaffen

Juristen freuen sich immer, wenn sie klagen können – und den angezettelten Prozess sogar gewinnen. Ich rede heute von einem Prozess, den die Friedensbewegung eigentlich gewonnen hat, der jetzt aber neu aufgegriffen wird, mit großer Aussicht auf Erfolg. Und ich rede von einem Prozess, den wir gemeinsam vorbereiten sollten, der zum Abzug der US-amerikanischen Atomwaffen aus Büchel führen kann.

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Rede von Angie Zelter

Trident Plougshares, Großbritannien

Angie Zelter ruft dazu auf, sich auf die wirklich drängenden Probleme der Welt zu konzentrieren. Armutsbekämpfung und Nachhaltigkeit könnten nicht erreicht werden, solange mit der vollkommenen Zerstörung durch Atomwaffen gedroht werde. Sie fordert die europäische Friedensbewegung auf, enger zusammenzuarbeiten, um Europa und die Welt von Atomwaffen zu befreien. In Schottland habe eine solche Zusammenarbeit schon Erfolg bewiesen, als 131 Gruppen die Nuklearbase „Faslane“ blockierten.

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Rede von Hans Lammerant

Forum voon Vredesactie (Bombspotting Campaign), Belgien

Hans Lammerant betont, dass nukleare Abrüstung nicht erreicht werden könne durch Ausübung politischen Drucks auf nur eine Regierung. Um die Politik der NATO zu verändern, bedürfe es vielmehr eines Umdenkens aller beteiligten Staaten. Deswegen sei es wichtig, dass die Bewegungen gerade im Hinblick auf den 60. Geburtstag der NATO im nächsten Jahr europaweit für das humanitäre Völkerrecht einstünden und sich bei ihren Regierungen Gehör verschafften, so wie die „Bombspotting Campaign“ in Belgien. Das Atomwaffenproblem müsse auch ein Problem für die Regierungen werden.

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Rede von Bernd Hahnfeld

Richter und Vorstandsmitglied der JuristInnen gegen Atomwaffen

Mit großer Freude begrüße ich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der heutigen Demonstration gegen die letzten in Deutschland stationierten Atomwaffen. Gemeinsam mit vielen Menschen in unserem Land erklären wir: Wir wollen diese Massenvernichtungswaffen nicht.

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Rede von Jürgen Rose

Oberstleutnant der Bundeswehr und Vorstandsmitglied des Darmstädter Signals

Fast auf den Tag genau vor sechs Jahren, als die Kampagne „Posaunen gegen Nuklearwaf-fen“ mit der ersten Umrundung des Atomwaffenstandorts im idyllischen Eifeldorf Büchel begann, habe ich schon einmal hier gestanden, um laut und deutlich auszusprechen: Auch Soldaten finden es unerträglich, daß derart barbarische Waffen existieren, daß sie an solchen Waffen ausgebildet werden und daß sie solche Waffen auf Befehl einsetzen sollen.

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Rede von Reinhard Voß

Wenn die Rede auf Atomwaffen in Deutschland kommt, ist oft zu hören: nur noch 20 Atombomben in Büchel – das ist doch unerheblich; früher waren es im Kalten Krieg 7.000 in Deutschland!! Skandalös ist, dass Deutschland immer noch an der „nuklearen Teilhabe“ beteiligt ist, d.h. dass in Büchel 1.700 deutsche Soldaten  für den Atomkrieg ausgebildet wurden, die im Ernstfall die Bomben auch ins Ziel fliegen und abwerfen werden!!

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Rede von Sarah Miles

Nukewatch, Wisconsin, USA

Sarah Miles ist überzeugt, dass man einen Atomkrieg nur für notwendig erklären kann, wenn man sich eine absolute Gleichgültigkeit aneignet, die das Gewissen ausschaltet. Man habe sich in Büchel versammelt, um gegen diese Gleichgültigkeit zu kämpfen und von der US-Regierung den vollständigen und endgültigen Abzug der Atomwaffen aus Europa zu fordern. Außerdem fordert sie von der US-Regierung, die US-Atomwaffen aus der höchsten Alarmbereitschaft zu nehmen und das Versprechen, nie einen nuklearen Erstschlag durchzuführen und nie Atomwaffen gegen einen Nicht-Atomwaffenstaat zu nutzen.

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Rede von Chris Capps-Schubert

Iraq Veterans Against the War, Koordinator Europa

An alle Menschen, die sich heute hier versammelt haben – Ich  freue mich, dass ich die Möglichkeit habe hier zu sprechen. Mein Name ist Chris Capps-Schubert. Ich bin ein Veteran der US Besatzung im Irak. Ich bin Deserteur der US Armee 
Ich bin Mitglied einer Organisation  einer neuen Generation von US Veteranen und Militärangehörigen den Irak Veteranen Gegen Den Krieg und ich bin auch euer Nachbar hier in Deutschland. Seit ich 2005 hier stationiert wurde, habe ich die meiste Zeit – außer das eine Jahr in Baghdad - hier in Deutschland verbracht und lebe jetzt hier.

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Es gilt das gesprochene Wort

Horst-Eberhard Richter

 

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