Bürgermeister unterstützen Friedens-Protest
Prominente Unterstützung erhielt die Friedensbewegung bei ihren Protesten gegen die in Büchel vermuteten Atomwaffen: Die Bürgermeister von Frankfurt/Oder, Mutlangen, Zerbst (Sachsen-Anhalt) und Bretten (Baden-Württemberg) nahmen an einer Umrundung des Fliegerhorstes teil. Die Bürgermeister gehören der Friedensgruppe „Mayors for Peace“ an.
„Wir wollen ihnen bei ihren Protesten den Rücken stärken“, betonte Mutlangens Bürgermeister Peter Seyfried (CDU), der seine Amtskollegen nach Büchel eingeladen hatte. Und der Oberbürgermeister von Frankfurt/Oder, Martin Patzelt (CDU), dankte den Demonstranten: „Sie sorgen dafür, dass die atomare Abrüstung nicht vergessen wird.“
Seyfried bedauerte, dass keine Bürgermeister aus der Region gekommen waren. Und er bekannte: „Friedensarbeit braucht einen langen Atem, darum darf man sich nicht entmutigen lassen. Denn steter Tropfen höhlt den Stein.“ Oberbürgermeister Paul Metzger (CDU) hatte aus Bretten 1000 Papierkraniche mitgebracht, die bereits vor einigen Tagen am Bundeskanzleramt in Berlin präsentiert wurden und nun die Aktionswoche in Büchel begleiten sollen.
In einem Grußwort, das bei einem gemeinsamen Frühstück der Bürgermeister mit Teilnehmern des Workcamps vor dem Haupttor des Fliegerhorstes verlesen wurde, bezeichnete Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), der auch Präsident des Deutschen Städtetages ist, die Aktionswoche der Friedensbewegung in Büchel als ein „deutliches Signal“ und forderte den Abzug aller in Büchel gelagerten Atomwaffen.
Einen Tag vor der Umrundung hatten sich die Bürgermeister bereits mit Landrat Heinz Onnertz vom Vulkaneifelkreis und Vertretern der Friedensgruppe Daun in Daun gesprochen. Der parteilose Landrat Onnertz ist einer der wenigen Kommunalpolitiker aus der Region rund um den Fliegerhorst Büchel, der den „Mayors for Peace“ angehört.
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