13.08.2009

Bericht über die Aktionen in Büchel im Sommer 2009

Vielfältige, fantasievolle Aktionen zeichneten das diesjährige Sommercamp an dem letzten Atomwaffenstandort Deutschlands bei Büchel in der Eifel aus. So gab es “Rosen-Go-In-Aktionen”, bei der den Soldaten Rosen überreicht wurden mit der dornigen Frage: Sind Sie ein potentieller Kriegsverbrecher oder ein potentieller Befehlsverweigerer? Denn nur zwischen diesen Optionen können die Soldaten wählen, wenn sie an Atomwaffen eingesetzt werden.

Während am Haupttor des Fliegerhorstes ein geballtes Polizeiaufgebot das Durchschreiten des Tores verhindern konnte, gelang es drei Aktivisten  um den Pfarrer Dr.Matthias Engelke das Kasernengelände zu betreten. Sie wurden wegen Hausfriedensbruch angezeigt.
Während der morgendlichen Mahnwachen am Haupttor des Fliegerhorstes wurden den Soldaten Flyer angeboten  “Schreiben Sie Geschichte – verweigern Sie ihren Dienst an den Atomwaffen!”
Am 6. August, dem Hiroshima-Tag, drehten zudem RadfahrerInnen ihre Runden, um den im Stau stehenden Beschäftigten des Fliegerhorstes zu vermitteln: die Verhandlungen zur Abrüstung der Atomwaffen drehen sich im Kreis! Eine kleine “Clowns-Armee” unterstützte sie dabei.
Drachen steigen lassen statt Kampfflieger, eine weitere Go-In-Aktion und ein Straßentheater, das die Bevölkerung in den größeren Städten des nördlichen Rheinland-Pfalz auf die Atomwaffenproblematik hinweisen sollte, rundeten das bunte Bild ab.


Die Kundgebung am 9. August, dem Nagasaki-Tag, war für viele TeilnehmerInnen der Höhepunkt. Anrührend der Redebeitrag der bald 90-jährigen Elisabeth Bernhard, Trägerin des rhld.pf.Friedenspreises 2009 und viele Jahre aktiv gegen die Stationierung der “Cruise missiles” in Hasselbach im Hunsrück.
Kraftvoll und mutmachend die Rede von Barbara Rütting. “Am liebsten würde ich mit Euch allen über den Zaun steigen”, sagte die Filmschauspielerin und Mutlanger Friedensaktivistin, die gerade ihren 80.Geburtstag gefeiert hat. Die Friedensbewegung ist nicht tot, so ihr Credo. Und sie war schon so oft erfolgreich: in Hasselbach und in Mutlangen! Die Mauer ist weg! Das Bombodrom ist weg! Nun lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch diese letzten schrecklichen Waffen von hier verschwinden!
Das fordern auch die Jugendlichen von BANg: wir wollen dieses atomare Erbe nicht antreten! so ihre Botschafterin Josy.
Auch Kathrin Vogler vom Bund für soziale Verteidigung, Bernd Hahnfeld von IALANA, Hans Lammerant von Bombspotting Belgien und Dr.Lothar Liebsch vom “Darmstädter Signal”  sehen im Abzug der Atomwaffen ein wichtiges Signal an die Weltgemeinschaft, um den Atomwaffensperrvertrag zu retten.
Das wichtige Thema Konversion wurde von Markus Pflüger von der AGF Trier behandelt und Christian Heinrici vom Humanistischen Netzwerk Köln lud zum “Weltweiten Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit” ein, der am 2. Oktober beginnt.
Den Abschluss bildete das Einsetzen eines Friedenspfahls, ein Geschenk der Pressehütte Mutlangen, mit einem Sit-In zum Gedenken an den Nagasaki-Tag.

Dr. Elke Koller 
(Initiativkreis Büchel)

 

 

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Büchel 2008
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Clownsarmee in Büchel

Clownsarmee in Büchel

Besenaktion der ÄrztInnen

Die ÄrztInnen kehren aus

Demo in Büchel, 30.8.


Camp in Büchel

  
Bürgermeister protestieren in Büchel

Bild vom Camp am 22.8.

Antiatomwaffencamp in Büchel

Erstes Bild vom Camp am 19.8.

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