Newsletter 26, Ostern 2010
Unsere Kampagne geht in die heiße Phase. Die Zeichen stehen gut, dass die Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrages im Mai 2010 in New York erfolgreich endet. Rechtzeitig vorher haben sich die USA und Russland darauf geeinigt, ihre strategischen Atomwaffen weiter abzurüsten. Der neue START-Vertrag wird am 8. April in Prag unterzeichnet. Letzten Freitag hat sich der Bundestag zudem mit einer überwältigenden Mehrheit für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und eine reduzierte Rolle der Nuklearwaffen innerhalb der NATO ausgesprochen. Vorausgegangen war eine parteiübergreifende Koalition im Deutschen Bundestag - ein bisher einmaliger parlamentarischer Vorgang. Ein Erfolg unserer Kampagne.
Mitte März nahmen über 1.000 Personen am Kongress "Friedenskultur.2010 - unsere zukunft atowaffenfrei" und der Friedensmatinee in Essen statt - die größte Veranstaltung dieser Art seit Ende des Kalten Krieges.
Lasst uns den Schwung des Essener Kongresses nutzen und im Rahmen der über 70 Ostermärsche und -aktionen weiter für eine Welt ohne Atomwaffen und den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland werben.
Dieser Newsletter enthält:
- Die Kampagne: Was steht an?
- Neue Ressourcen
- Presse
- Aktuelle Nachrichten
>> Die Kampagne: was steht an
50 Jahre Ostermärsche
Am Ostersonntag, dem 4. April beginnt im Dorf Büchel/Eifel um "fünf vor zwölf" der Auftakt für den Ostermarsch zum Haupttor des Atomwaffenstützpunktes Büchel. Dieser Protest ist Teil des europaweiten Aktionstages (3. April), an dem an fast allen europäischen Atomwaffenstandorten in Belgien, Holland, Großbritannien, Italien, Frankreich und der Türkei Aktionen stattfinden werden.
Über 70 weitere Ostermärsche und -aktionen finden in Deutschland statt, bei denen viele ebenso die Abrüstung aller Atomwaffen thematisieren. Darüber hinaus setzen sich die Ostermärsche u.a. für ein Ende des Afghanistankrieges und den Stopp der Rüstungsexporte ein.
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Öffentliche Veranstaltung: "Für eine Zukunft ohne Atomwaffen"
19. April 2010 von 17 - 20.30 Uhr, Jerusalemkirche, Berlin
Einführende Beiträge von Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender, Georg Kardinal Sterzinsky, Erzbischof von Berlin und Prof. Dr. Ulrich Gottstein, Vorstand der IPPNW
Diskussion zwischen Politik und Friedensbewegung. Gesprächsleitung/Moderation: Reiner Braun und Xanthe Hall mit DiskussionsteilnehmerInnen Jan van Aken, Edelgard Bulmahn, Elke Hoff, Katja Keul und Roderich Kiesewetter
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Fahrradtouren "next stop. New York 2010"
Bereits in mehreren Dutzend "Mayors for Peace"-Städten finden seit dem 20. März und bis zum 23. April 2010 Radtouren statt. Seid Ihr auch dabei?
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Appell und Anzeige "Für eine Welt ohne Atomwaffen"
Ein breites Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und prominenten Einzelpersonen hat den Appell "Für eine Welt ohne Atomwaffen" initiiert. Er wird mittlerweile von mehreren Tausend Menschen unterstützt. Zu Beginn der Überprüfungskonferenz in New York wird ergänzend dazu eine Anzeige in der Süddeutschen Zeitung erscheinen.
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Prozess am 20. April in Cochem
Unser Kampagnenratsmitglied Hans-Peter Laubenthal muss sich am 20. April um 13 Uhr 30 vor dem Cochemer Amtsgericht (Ravenestr. 39) verantworten. Er war zusammen mit weiteren Friedensaktivisten am 24.7.2009 im Rahmen einer Rosenaktion in die Kaserne Cochem-Brauheck eingedrungen, um Flugblätter und Rosen an die Soldaten zu verteilen.
Beilage in junge Welt: "Für eine Zukunft ohne Atomwaffen"
Eine 8-Seitige-Beilage zum Thema Atomwaffen wird am Samstag in der junge welt erscheinen und kann vom jeden Zeitungsladen gekauft werden.
>> Neue Ressourcen
Film: 5-Minuten-Vorlesung mit Andreas Zumach
In fünf Minuten erzählt der Journalist Andreas Zumach über das "Window of Opportunity" für eine atomwaffenfreie Welt. Dieses Video ist das erste in einer Reihe von 5-Minuten-Vorlesungen der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei".
Film Ansehen
Weitere Filme und Videos
Postkartenaktion "Global Zero Now"
"Global Zero Now!" (dt.: Nulllösung jetzt!) lautet der Aufruf für die Überprüfungskonferenz zum nuklearen Nichtverbreitungsvertrag im Mai in New York. In einer internationalen Kooperation verteilen die Pressehütte Mutlangen, die IPPNW und BANg Doppelpostkarten für nukleare Abrüstung. Während die eine Hälfte an das Auswärtige Amt geschickt wird, geht die andere in einer Sammlung mit nach New York und kommt dort in der Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz.
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Weitere Materialien zum Bestellen
Das atomwaffenfreie Blog
Die Kampagne hat ein neues Blog bei Wordpress eingerichtet, wo AutorInnen in deutscher Sprache über das Thema Atomwaffen schreiben können. Das Blog wird auch während der Konferenz in New York eine wichtige Quelle für uns in Deutschland sein, um mehr über die Verhandlungen und alle begleitenden Aktionen zu erfahren.
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>>Presse
27.03.2010
Jahrelange Blockade überwunden - Neuer Start für die Abrüstung
Die IPPNW begrüßt den erfolgreichen Abschluss des neuen START-Vertrages zwischen Russland und den USA als einen wichtigen ersten Schritt. "Mit diesem Abkommen haben die Präsidenten Obama und Medwedew die jahrelange Blockade überwunden." So Angelika Claussen, Vorsitzende.
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26.03.2010
Atomwaffenfreies Deutschland: Bundestagsdebatte über Abrüstung
Die IPPNW begrüßt den heute im Parlament verabschiedeten interfraktionellen Antrag für eine Welt ohne Atomwaffen. "Dass sich eine parteiübergreifende Koalition im Deutschen Bundestag für den Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und eine reduzierte Rolle der Nuklearwaffen innerhalb der NATO einsetzt, ist ein bisher einmaliger parlamentarischer Vorgang", erklärt die IPPNW-Vorsitzende Dr. Angelika Claußen.
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23.03.2010
Radeln gegen Atomwaffen. Kampagne startet in heiße Phase
Unter dem Motto "unsere zukunft - atomwaffenfrei: next stop. New York 2010" finden seit gestern Radtouren in und zu mehreren Dutzend Städten in Deutschland statt, die sich der weltweiten Bürgermeisterbewegung Mayors for Peace angeschlossen haben. Damit beginnt die heiße Phase der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei".
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Weitere Pressemitteilungen
>>Aktuelle Nachrichten
26.03.2010
Moskau wirbt für Stationierungsverbot von Kurzstrecken-Atomwaffen in Drittländern
Dem neuen Vertrag zum Abbau strategischer Atomwaffen, den Russland und die USA im April unterzeichnen wollen, soll laut dem russischen Außenminister Sergej Lawrow ein Verbot für die Stationierung taktischer Kernwaffen in dritten Staaten folgen.
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26.03.2010
Durchbruch bei Abrüstung
Washington und Moskau einigen sich auf neuen Vertrag
Eine Einigung über das Streitthema Raketenabwehr hat bei den Abrüstungsverhandlungen zwischen den USA und Russland in Genf offenbar den Durchbruch ermöglicht. Übereinstimmend berichteten amerikanische Medien unter Berufung auf Regierungsquellen, diese Frage werde nur in der Präambel, des neuen Vertrags zur Begrenzung strategischer Atomwaffen erwähnt, nicht jedoch im eigentlichen Vertragstext.
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26.03.2010
Einmalig: Gemeinsamer Antrag zur atomare Abrüstung
Zu Beginn der Plenarsitzung am 26.03.2010 stand eine Debatte über Abrüstungspolitik und Rüstungskontrolle auf der Agenda des Bundestages: Grundlage der Beratung ist zum einen der Jahresabrüstungsbericht 2009 der Bundesregierung. CDU/CSU, SPD und FDP und Bündnis 90/Die Grünen fordern in einer interfraktionellen Vorlage, Deutschland müsse deutliche Zeichen für eine Welt frei von Atomwaffen setzen (17/1159).
24.03.2010
Ostermarschierer fordern Abschaffung von Atomwaffen
"Atomwaffen abschaffen - Afghanistankrieg beenden" lautet das Motto der diesjährigen Ostermarsch-Aktionen. Von Karsamstag bis Ostermontag wollen Mitglieder der Friedensbewegung bundesweit in zahlreichen Städten Demonstrationen, Mahnwachen, Gottesdienste, Kundgebungen und Schweigemärsche abhalten.
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22.03.2010
Zeichen für atomare Abrüstung gesetzt
Kongress der Friedensbewegung in Essen für Atomwaffen-Abzug
Atomwaffen sind wieder zu einem politischem Thema geworden. US-Präsident Barack Obama setzt sich für eine weltweite Abrüstung ein, die Bundesregierung hat sich für den Abzug der amerikanischen Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen. In Essen traf sich die Friedensbewegung zu einem Kongress, um ein Zeichen für eine weltweite Ächtung dieser Waffen zu setzen.
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Weitere Presseberichte
Medienecho zur Kampagnenphase "next stop. New York 2010"
Wir freuen uns über jede Spende, ob 10, 20 50 oder mehr Euro. Jeder Beitrag hilft! Spendenkonto:
IPPNW, Bank für Sozialwirtschaft, Kto Nr.: 22 22 210, BLZ 100 205 00, Verwendungszweck: "atomwaffenfrei".
oder online über das Online-Spendenportal
Mit engagierten und auf New York gespannten Grüßen
Xanthe Hall, Annett Gnass und Roland Blach
(für den Kampagnenrat)
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