Newsletter 17, Februar/März 2009
Newsletter der Kampagne
"unsere zukunft - atomwaffenfrei": aktiv & aktuell
Nummer 17, Februar/März 2009
Auch wenn viele Gruppen und Organisationen ihre Energie gerade in die Vorbereitungen für das Camp, die Demo, den Kongress und gewaltfreie Aktionen vom 1.-5.4. in Strasbourg und Baden-Baden stecken - es gibt auch Leben nach dem NATO-Gipfel! Als Auftakt für die Aktionsphase "ich wähle atomwaffenfrei" hoffen wir, dass zahlreiche Gruppen bei einer dezentralen Besenaktion mitmachen. Also: schwingt die Besen von Büchel an Walpurgisnacht wieder vor Ort und kehrt die Atomwaffen in die Tonne! Ob Ihr die Aktion als Hexen vor dem Wahlkreisbüro eines/einer Abgeordneten oder als Reinigungskräfte auf dem Marktplatz macht, vergesst nicht Fotos für die Webseite zu machen! Wir werden auch diese Aktionen wieder in einer Fotogalerie dokumentieren. Und: wenn Ihr was plant, sagt uns bitte Bescheid, so dass wir Eure Termine auf unsere Homepage stellen können.
>>Die Kampagne - was steht an?
Nein zur NATO, nein zum Krieg - 60 Jahre sind genug!
Am 3. und 4. April treffen sich die Staats- und Regierungschefs der NATO in Baden-Baden und Straßburg, um den 60. Geburtstag der NATO zu feiern. Ein großes internationales Bündnis von NGOs bereiten ein Camp, eine Demo, einen Kongress und gewaltfreien Widerstand vor. Mehr Infos: www.no-to-nato.org, www.nato-zu.de
Walpurgis-Nacht (30.04) und Aktionsphase "ich wähle atomwaffenfrei"
Dezentrale Besenaktion zum Auftakt der Aktionsphase "ich wähle atomwaffenfrei".
Bitte Termine, Ort der Aktion Fotos und Berichte an xanthe@ippnw.de schicken!
Erste Infos zu Aktionen und Lobbyarbeit für die Europawahl (7.6.) erhaltet Ihr mit unserem nächsten Newsletter (voraussichtlich im April).
Sommer-Aktionen um den Atomwaffenstützpunkt Büchel
Vom 13. Juli - 9. August (Nagasaki-Gedenktag) werden vier Wochen lang täglich Gruppen gewaltfreie Aktionen gegen die illegale Atomwaffenstationierung organisieren, um auf den Stützpunkt aufmerksam zu machen. Die Aktionsformen sollen vielfältig sein: Möglichkeiten gibt es viele. Es wird ein Aktionscamp in Alflen aufgebaut, an den Samstagen sind Konzerte geplant. Gruppen können kurz oder lang bleiben, ihre Aktionen selbst planen und durchführen. Am 9. August wird es eine Demo und Kundgebung zum 64. Nagasaki-Jahrestag geben. Weitere Infos: Carsten Orth und Marion Küpker
Footprints for Peace/Friedensradtour "Auf Achse für Frieden"
Vom 17. bis 19. Juni hat sich bereits der Friedensmarsch "Footprints for Peace" footprintsforpeace.tripod.com in Büchel angemeldet. Eine öffentliche Veranstaltung wird vor Ort organisiert. Ihr Marsch beginnt am 24. April in Genf und endet am 9. Juli in Brüssel. Am 8. Aug. kommen die FriedensradlerInnen der einwöchigen Tour "Auf Achse für Frieden" (Start am 1.8. in Ansbach) nach Büchel.
Pacemakers
Auch in diesem Jahr gibt es wieder 2 Pacemakers-Radsportveranstaltungen - Schrittmacher für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen. Am 20. Juni findet erstmalig die Höhenmeterjagd an der Kalmit statt, dazu wird für den 17. März zu einem Pressegespräch ins geschichtsträchtige Hambacher Schloss, das in unmittelbarer Nähe der Strecke liegt, eingeladen. Der mittlerweile 5. Radmarathon findet am 1. August auf 335 km von Bretten über Heilbronn, Mannheim, Kaiserslautern, Neustadt/Weinstraße zurück nach Bretten.
Kontakt und Infos: Roland Blach, www.pace-makers.de
>>Neue Ressourcen und Materialien
Neuer Flyer: "ich wähle atomwaffenfrei"
Ein Flyer für die Werbung der Aktionsphase "ich wähle atomwaffenfrei" und die dezentrale Besenaktion am 30.04 ist gerade in der Mache und kann bereits bestellt werden. Kostenlos, Spenden sind erwünscht. Er ist DIN A5 groß und kann als Entwurf angesehen werden.
PDF-Datei herunterladen
Bestellen
Powerpoint-Präsentationen
Auf der Webseite haben wir eine Reihe von neuen Powerpoint-Präsentationen veröffentlicht, die bei verschiedenen Tagen für unsere Arbeit entwickelt wurden:
- Zur Debatte über Atomwaffen in Deutschland von Oliver Meier
- Zur Lobbyarbeit bei Abgeordneten von Angelika Wilmen
- Eine "Pech Kucha"-Präsentation der Kampagne (6 Min, 40 Sek lang!)
- sowie inhaltliche Präsentationen zum Einstieg ins Thema Atomwaffen vom Trainingswochenende für Studierende.
Powerpoints herunterladen
atomwaffenA-Z.info wieder online!
Auf der Homepage www.atomwaffena-z.info werden die Folgen der Atombomben-Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sowie die Geschichte des Atomzeitalters seit 1942 dokumentiert. Zudem finden sich hier viele technische Informationen über das Atom und die Strahlung mit einem ausführlichen Glossar. Ein weiteres wichtiges Thema dieser Seite ist die heutige atomare Bedrohung mit Daten über die Atomwaffenstaaten, ihre Arsenale und die gültigen Atomwaffen-Doktrine.
www.atomwaffena-z.info
Waffen des Terrors
Die Empfehlungen des Berichts der "Blix"-Kommission kann ab jetzt beim Auswärtigen Amt heruntergeladen oder bei der IPPNW bestellt werden. Der Text wurde am Arbeitsbereich Germanistik des Fachbereichs Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in Germersheim (FASK) von zwei Gruppen hauptsächlich anglophoner Studierender im Rahmen ihrer Übersetzerausbildung aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt.
Broschüre als pdf-Datei herunterladen
Bestellung
>>Aktionsberichte
Trainingswochenende und Planspiel
28.02.-02.03.09 Zwanzig Studierende aus den Bereichen Medizin, Internationale Politik, Philosophie, Physik und Psychologie haben sich auf Einladung des Projektkreises Politische Bildung zu Atomwaffen drei Tage intensiv mit dem Thema Atomwaffenpolitik auseinandergesetzt.
Presseinfo der IPPNW
MdB's: US-Raketenabwehr verhindert Abrüstungsschritte
12.02.09 Ein informelles Treffen mit VertreterInnen des Bundestages wurde von MdB Uta Zapf, Vorsitzende des Unterausschuss für Abrüstung und stellvertretene Vorsitzende des PNND organisiert. Jan Tamáš, Sprecher der gewaltfreien Bewegung gegen die geplante Installation eines US-Radars in der Tschechischen Republik als Teil des US-Missile-Defence-Systems (MD-Projekt) informierte die Abgeordneten über die derzeitige Situation und die Aktivitäten gegen die Errichtung des Radars.
Bericht von Michael Steinbach
Bunte Kraniche als Symbol für den Frieden
Hiroshima-Ausstellung im WGV eröffnet
05.02.09 Dr. Winfrid Eisenberg, langjähriger Chefarzt der Kinderklinik in Herford, erinnerte am 5.2. im Weser-Gymnasium an das Leid der Menschen und mahnte zur Wachsamkeit. Dort wurde vor Kurzem die Ausstellung "Hiroshima - Nagasaki: Gedenken, Mahnung, Bedrohung" eröffnet.
Artikel aus der Vlothoer Zeitung
Dämme gegen eine Kernwaffenschwemme
29.01.09 Nächste Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag von entscheidender Bedeutung. Die atomare Abrüstung war am 29. Januar auch in Berlin das Thema des Tages. Hier traf sich die "Middle Powers Initiative", um darüber zu beraten, wie eine erfolgreiche Vorbereitung der nächsten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wirksam unterstützt werden kann.
Artikel von Wolfgang Kötter
Auf dem Weg zu einer atomwaffenfreien Welt
Veranstaltung von IPPNW, FES, PNND und MPI
29.01.09 Die atomwaffenfreie Welt ist längst mehr als eine ferne Vision aus den alten Tagen der Friedensbewegung. Das zeigt sich einmal mehr auf der gut besuchten Veranstaltung von IPPNW, Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Parlamentarischen Netzwerk für nukleare Abruestung und Nichtverbreitung (PNND) und der internationalen Nichtregierungsorganisation Middle Powers Initiative (MPI) in der Berliner Jerusalemkirche. Die Veranstaltung bildete den Auftakt des MPI-"Artikel VI-Forums" zur nuklearen Abrüstung, das in Berlin berät, wie eine erfolgreiche Vorbereitung der nächsten Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag wirksam unterstützt werden kann.
IPPNW-Bericht
Atomwaffen sollen aus Büchel verschwinden
21.01.09 Damit die Atomwaffen der Amerikaner endlich aus Büchel verschwinden, ist den MitstreiterInnen der Friedensbewegung kein Weg zu weit. Jetzt warben sie in Mainz um Unterstützung für ihre Sache.
Artikel aus der Rheinzeitung
>>Nachrichten zum Thema Atomwaffen
Kreml mahnt USA zu Verzicht auf Atomwaffen im Ausland
08.03.09 Russland ruft die USA auf, die Stationierung nuklearer Offensivwaffen in Drittländern gegenseitig zu verbieten und diese Regelung in einem neuen Abrüstungsvertrag zu verankern.
Artikel von RIA Novosti
Tagesschau: Neue Abrüstungsrunde dank Obama möglich
08.03.09 Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat sich optimistisch über echte Fortschritte bei den weltweiten Abrüstungsverhandlungen geäußert. Die Verhandlungen könnten nach dem Regierungswechsel in den USA aus der Sackgasse kommen, sagte er bei der Genfer Abrüstungskonferenz.
Artikel von tagesschau.de
Nackter Protest gegen Atomwaffen
07.03.09 Rund 100 Demonstranten haben in Paraguay nackt gegen die atomare Rüstung demonstriert. Der Protestmarsch wurde von zahlreichen Schaulustigen verfolgt.
Artikel von focus online
Abrüstung wichtiger denn je
06.03.09 Die USA und Russland verfügen zusammen über 80 Prozent der Atomwaffen. Und die Phase der Abrüstung nach dem Kalten Krieg ist längst vorbei - zumal sich immer mehr Staaten das Know-how zum Atomwaffenbau besorgt haben. Jetzt schlagen nicht nur wichtige Elder Statesmen Alarm.
Artikel in tagesschau.de
Leise Gefahr im Doppelpack
17.02.09 Unglaublich, aber niemand ist auf die Idee gekommen, dass ein "Anti-Sonar"-Gerät zu einer Kollision zweier U-Boote führen könnte. Was an für sich schon schlimm genug wäre - aber diese beiden U-Boote waren auch noch atombetrieben und mit Atomwaffen bewaffnet. Man stellt sich die Frage, warum zwei Bündnispartner wie Großbritannien und Frankreich nicht einfach ihre Fahrpläne ausgetauscht haben, wenn sie für den anderen mit Sonar nicht zu hören sind?
Kommentar von Xanthe Hall
Obama: Weg mit den Atomwaffen
04.02.09 Barack Obama strebt laut Medienberichten Abrüstungsgespräche mit Russland über eine deutliche Verkleinerung des Atomwaffenarsenals an. Die Regierung in Moskau reagierte umgehend und sprach von einem "wichtigen und frischen Signal".
Artikel in der Kölner Stadtanzeiger
Frischer Wind für Abrüstung
Bundestag begeistert von Obama
30.01.09 Vertreter aller Parteien haben im Bundestag die Abrüstungssignale des neuen US-Präsidenten Barack Obama begrüßt. Es sei "fast eine Sensation", dass Obama den Atomteststoppvertrag im Senat ratifizieren lassen wolle, sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier.
Bericht von ntv zur Bundestagsdebatte
>>zur Münchener Sicherheitskonferenz
Ein Aufbruch in der Abrüstungspolitik
Frank-Walter Steinmeier in der Süddeutsche Zeitung
06.02.09 "Die Weiterverbreitung von Kernwaffen wird erst enden, wenn die Atommächte bereit sind, ihre Arsenale abzubauen. Im Jahr 2009 stehen die Chancen gut, dass ein neuer Anlauf zur weltweiten Abrüstung gelingt. In Barack Obama haben die USA wieder einen Präsidenten, der die Kraft der Diplomatie hervorhebt. Die Welt muss auch versuchen, die besonders tödliche Streumunition zu verbieten."
Artikel in der Süddeutsche Zeitung
Fünf Schritte zur globalen Null
Mohammed El Baradei in der Süddeutsche Zeitung
06.02.09 "Nur wenn die Atommächte ihre Pflicht ernst nehmen, ihre Arsenale drastisch zu reduzieren, kann es gelingen, die schrecklichsten Waffen, die je erfunden wurden, wieder abzuschaffen."
Artikel in der Süddeutsche Zeitung
>>Hintergründe
Plutonium - Schlüssel zu Kernwaffen
Interview mit Kernphysiker Martin Kalinowski im Hamburger Abendblatt
06.03.09 Rüstungskontrolle ist ein wichtiges Thema der Jahrestagung der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, die heute an der Universität Hamburg zu Ende geht. Gestern Nachmittag behandelte ein Vortragsreigen Risikoaspekte zur Verbreitung und Atomwaffen. Das Hamburger Abendblatt sprach darüber mit Prof. Martin Kalinowski, Leiter des Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Zentrums für Naturwissenschaft und Friedensforschung (ZNF) an der Uni Hamburg und einer der Vortragenden.
Artikel im Hamburger Abendblatt
Warum jetzt?
von Steve Leeper in Wissenschaft und Frieden 1/2009
Fünf Monate nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima lag der Philosophieprofessor Ichiro Moritaki mit seinen Verletzungen im Krankenbett. Er ging in seinen Gedanken der Frage nach, welche Sinn diese neue Waffe hat, die seine Stadt in Schutt und Asche gelegt hatte. Er kam zum Schluss, der Sinn der Atombombe liege letztlich darin, dass die Menschheit auf Gewalt als Mittel der Konfliktlösung verzichten müsse.
Artikel in W&F
Wir brauchen dringend Spenden
Um all die genannten Aktivitäten in 2009 umsetzen zu können, brauchen wir dringend auch Eure finanzielle Unterstützung. Auch kleine Beträge helfen! Oder - wenn Ihr selbst kein Geld übrig habt - könnt Ihr die Kampagne unterstützen, indem Ihr andere bittet, uns zu spenden (vielleicht Oma, Opa oder Bekannte).
Spendenportal
Xanthe Hall, Annett Gnass und Roland Blach
(für den Kampagnenrat)
Um sich von diesem Newsletter abzumelden, schicken Sie bitte eine Mail an: Xanthe Hall
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