
unsere zukunft - atomwaffenfrei
Rubrik: Home | Büchel | Büchel 2008
Datum: Donnerstag, 9. September 2010
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Vor der eigenen Türe kehren
Die 2. Aktionsphase der Kampagne
Begann mit bundesweiten
Aktionen am Atomwaffenlager Büchel
Unter dem Motto "Vor der eigenen Türe kehren" läuft die 2. Aktionsphase der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei". Lasst uns alle die Besen schwingen und die letzten Atomwaffen aus Deutschland symbolisch in die Tonne kehren.
- 23.08. - 01.09.2008: "Kehraus" und Umrundungen des Atomwaffenlagers von einzelnen Gruppen und Initiativen
Aktionscamp - 30.08.2008: 7. Umrundung des Atomwaffenlagers (16 km, Teilumrundungen möglich);
Großdemo und
Kehraus-Besenaktionen, Musik mit Nina Hagen, u.v.m.
2000 kamen nach Büchel, organisierten Busse und brachten Besen und PACE-Fahnen mit!
Ermuntert zum Weitermachen
Kommentar von Martin Singe
Die Abschaffung der Atomwaffen stellt nach wie vor eine zentrale Aufgabe für die Friedensbewegung dar. Die Aktionen in Büchel machen Mut, an der Atomwaffenfrage politisch und praktisch dran zu bleiben.
Dabei dürfen wir uns aber nicht Sand in die Augen streuen lassen, z.B. von SPD-Politikern, die verbal-populistisch der Abschaffungsforderung zustimmen, konkret parlamentarisch aber alles beim Alten lassen und auf die „Unmöglichkeit“ verweisen, die Forderung in Berlin/Brüssel durchzusetzen. Die vorgeschobenen Gründe sind: die CDU als Koalitionspartner, die „Chancen“ der nuklearen Teilhabe, Hinweise auf bündnispolitische Fragen, die nur via NATO-Konsens entschieden werden könnten. Alle diese Argumente gilt es öffentlich auseinander zunehmen und in ihrer ganzen Brüchigkeit zu thematisieren.
Um die Auseinandersetzung um die Nuklearwaffen politisch weiterführen zu können, ist die Fortsetzung des Drucks durch Aktionen in der Tradition des Zivilen Ungehorsams von Mutlangen vor 25 Jahren unabdingbar: z.B anlässlich der Jubelfeierlichkeiten zum 60. Bestandsjahr der NATO im April 2009 (Kehl/Straßburg) oder in Form einer Überraschungsblockade der beiden Hauptzufahrten des Lagers in Büchel . Ein Viertel Jahrhundert Kampf gegen Atomrüstung hat die Meinung in den Köpfen der BundesbürgerInnen gegenüber Nuklearwaffen nachhaltig verändert, wie Horst-Eberhard Richter über eine aktuelle IPPNW-Umfrage verdeutlichen konnte! Dieser Erfolg kann gekrönt werden durch: die Abschaffung der letzten verbliebenen Atomwaffen in Büchel, die Aufgabe der nuklearen Teilhabe und die damit verbundene Infragestellung der Nuklearwaffenstrategie der NATO insgesamt.
Wir geben nicht klein bei, das weiche Wasser bricht den Stein!
Martin Singe ist Sekretär des Komitee für Grundrechte und Demokratie
Wir rufen auf:
Gemeinsam gegen Atomwaffen - Auf nach Büchel!
Unsere Vision ist eine atomwaffenfreie Welt für unsere Kinder und Enkelkinder. Doch ein neues atomares Wettrüsten droht, denn noch immer gibt es 26.000 Atomwaffen weltweit, 20 davon lagern im deutschen Fliegerhorst Büchel in der Eifel.
Immer noch besteht die Gefahr eines Atomkrieges aus Versehen: durch einen technischen Fehler oder durch menschliches Versagen. Obwohl Atomwaffen grundsätzlich völkerrechtlich geächtet sind, werden bestehende Atomwaffenbestände nicht weiter vernichtet, sondern modernisiert. Obwohl schon die Drohung mit dem Einsatz der Atomwaffen ein Verbrechen an der Menschheit ist, wollen weitere Staaten ebenfalls Atomwaffen.
Die Kampagne „unsere zukunft - atomwaffenfrei“ – ein Zusammenschluss von 48 Organisationen, Verbänden und Initiativen - fordert alle Staaten auf, Verhandlungen über eine Konvention zur Abschaffung aller Atomwaffen weltweit sofort aufzunehmen und bis zum Jahr 2020 abzuschließen. Die Kampagne appelliert an alle Nicht-Atomwaffenstaaten atomwaffenfrei zu bleiben.
Die Kampagne „unsere zukunft - atomwaffenfrei“ fordert von der Bundesregierung bis spätestens 2010 den Abzug der 20 US-Atomwaffen aus Büchel in der Eifel zu veranlassen und den Verzicht auf den nuklearen Schirm der NATO. Die SPD, die FDP, die Grünen und die Linke unterstützen die Forderung nach einem Abzug der Atomwaffen aus Büchel. Nur die CDU/CSU und Bundeskanzlerin Angela Merkel sind noch dagegen.
Darum wollen wir jetzt den öffentlichen Druck auf die Bundesregierung verstärken mit einer Großdemonstration unter dem Motto „Vor der eigenen Türe kehren“ am 30. August in Büchel.
Kommt und bringt Besen mit!
Wenn Sie und/oder Ihre Organisation unseren Aufruf mittragen und unterzeichnen wollen, freuen wir uns sehr!
Senden Sie dazu bitte eine mail an Sara Frenzen - sara[at]atomwaffenfrei.de
Nicht nur auf Ihre ideelle sondern auch auf finanzielle Unterstützung sind wir dringend angewiesen. Allein die Demo und Kundgebung am 30.8.08 in Büchel wird mindestens 15.000 Euro Kosten verursachen. Als Beitrag (Richtwert) für eine finanzielle Unterstützung zum Aufruf wünschen wir uns von Einzelpersonen 25 €, von regionalen Gruppen 50 € und von überregionalen Gruppen 100 € - über höhere Beiträge freuen wir uns natürlich auch sehr! Alle SpenderInnen mit einem Betrag über 250 € werden – wenn gewünscht - auf unserer Homepage als PatInnen namentlich genannt.
Spendenkonto
IPPNW
Sparkasse Rastatt-Gernsbach
Konto-Nr: 600 164 74
BLZ: 665 500 70
Stichwort: "unsere zukunft"
Bisher unterzeichnet
haben folgende Organisationen und folgende Einzelpersonen
KünstlerInnen für ein atomwaffenfreies Deutschland
Zur Mobilisierung auf die Aktionen Ende August in Büchel und dabei insbesondere zur Organisation von Bussen für die Großaktion am 30. August wurde eine Ausschreibung für KünstlerInnen initiiert. Wir werden deutschlandweit Künstlerinnen und Künstler anfragen, eine Arbeit zur Unterstützung der Kampagne zu schaffen. Helfen Sie auch mit durch Kontaktaufnahme zu befreundeten oder bekannten KünstlerInnen.
Weitere geplante Aktionen rund um Büchel
- 16.08. - 03.09.2008:
Workcamp der Friedenswerkstatt Mutlangen in Büchel - 23.-29.08.2008:
Aktionscamp, Friedenstafeln und tägliche Umrundungen - 30.08.2008
Pacemakers-Fahrradrundkurs (203 km) - 30.08.2008: gewaltfreie Aktionen zivilen Ungehorsams frühestens nach Ende der 7. Umrundung