Newsletter der Kampagne
„unsere zukunft – atomwaffenfrei“: aktiv & aktuell
Nummer 5, Dezember 2007
Dieser Newsletter enthält Informationen über:
- Zum Ausklang des Jahres
- Nachrichten zum Thema Atomwaffen
- die Kampagne: was steht an?
- neue Ressourcen und Materialien
- Aktionsberichte
- Hintergründe.
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Das Newsletter-Archiv finden Sie
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Zum Ausklang des Jahres
Das Jahr 2007 geht zu Ende und wir können auf ein bewegtes Jahr zurückblicken. Die konkrete Planung der Kampagne begann bereits im Februar. Der Kampagnenrat hat sich insgesamt 6 mal dieses Jahr getroffen, um die Kampagne zu planen, zu konkretisieren, an neue Gegebenheiten – wie z.B. das Bekannt werden des Abzugs der Atomwaffen aus Ramstein – anzupassen. Wir haben u.a. eine gute Homepage und Aktionsmaterialien erstellt, haben Lobbyarbeit betrieben und alle Abgeordneten angeschrieben (näheres dazu siehe unten). Im Sommer haben wir unsere Kampagne mit der Aktion „hands up“ gestartet. Unsere Homepage gibt einen Einblick in die vielen bunten Aktionen, die in den verschiedenen Regionen stattgefunden haben. Wir bedanken uns ganz herzlich für die Mitwirkung von allen Aktiven und für die finanzielle und personelle Unterstützung vor allem aus den Trägerkreisorganisationen!
Eigentlich können wir auch finanziell eine relativ gute Bilanz ziehen: für die vielen Aktivitäten dieses Jahr haben wir nun ein Defizit von rund 1.000 € zu verbuchen. Leider haben wir es trotz einiger Anträge nicht geschafft, Stiftungsgelder zu bekommen. So haben wir etwas Sorge, wie wir es schaffen, das kommende Jahr weiter so intensiv für ein atomwaffenfreies Deutschland als Schritt hin zur weltweiten Atomwaffenfreiheit zu kämpfen. Hilfreich wäre, wir könnten zumindest ohne Defizit ins neue Jahr starten! Deswegen bitten wir Euch alle um eine – zumindest kleine Spende zum Jahresende
Wir freuen uns auf ein aktives, streitbereites neues Jahr und die Zusammenarbeit mit Euch!
Wir wünschen Euch allen einen friedvollen Ausklang des Jahres und einen guten Start ins neue Jahr.
Annett Gnass und Roland Blach
(für den Kampagnenrat)
Spendenkonto: IPPNW, Konto-Nr.: 60016474, BLZ: 66550070,
Stichwort: unsere zukunft – atomwaffenfrei
oder über unser
Spendenportal online
Nachrichten
Große Anfrage zur „Zukunft der nuklearen Abrüstung“
15.12.2007 Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat diese Woche eine Große Anfrage zur „Zukunft der nuklearen Abrüstung“ verabschiedet und eingereicht. Die Bundesregierung hat formal 6 Monate Zeit, die mehr als 140 Fragen zu beantworten.
Große Anfrage
Papst ruft zu Verringerung von Atomwaffen auf
11.12.2007 Papst Benedikt XVI. hat zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über die Verringerung der Atomwaffen und zur Lösung des Umweltproblems aufgerufen.
Artikel auf atomwaffenfrei.de
Europäische BürgermeisterInnen fordern den Abzug von US-Atomwaffen
11.12.2007 Am 8. Dezember 2007, dem 20 Jahrestag der Unterzeichnung des INF-Vertrages, veröffentlichten Zeitungen europaweit den Aufruf von sieben europäischen BürgermeisterInnen. In ihm fordern sie die USA dazu auf, die in ihren Gemeinden stationierten Atomwaffen abzuziehen.
Artikel bei Bürgermeister für den Frieden
Bundesparteitag der Grünen beschließt:
Abrüstung braucht Bewegung
27.11.2007 Die Grünen wollen ein atomwaffenfreies Deutschland. Nur wer selbst bereit ist, ohne nuklearen "Schutzschirm" zu leben, kann andere glaubhaft davon überzeugen, auf eine nukleare Option zu verzichten.
Download des Beschlusses
Die Kampagne: Was steht an?
Bundestagsdebatte zur Jahresabrüstungsbericht
18. Januar 2008
Diese Debatte beinhaltet auch die Abstimmung über u.a. die Anträge der Grünen und der Linken zu Atomwaffen in Deutschland.
Siehe Bundestag.de
Pacemakers: Drei Radtouren in 2008
Juli/August 2008
Im kommenden Jahr wird es nach den Erfolgen der letzten drei Jahre mindestens 2 Pacemakers-Touren für eine friedliche und gerechte Welt ohne Atomwaffen geben.
Artikel bei atomwaffenfrei.de
GAAA-Tagung: Aktionscamp am Atomwaffenlager Büchel
23.8.-1.9.2008
Auf der GAAA-Tagung in Cochem wurde beschlossen: Im Rahmen der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" mit dem Ziel eines atomwaffenfreien Deutschland bis spätestens 2010 findet vom 23. August - 1. September 2008 ein Aktionscamp am Atomwaffenlager Büchel statt. Höhepunkt wird die 7. Umrundung des Atomwaffenlagers am 30. August sein. Im Anschluss daran sind Aktionen des Zivilen Ungehorsams vorgesehen. Mehr Informationen: Roland Blach
Neue Ressourcen und Materialien
Mutlanger Manifest
Der Bürgermeister von Mutlangen, der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd und der Landrat des Ostalbkreises Klaus Pavel (CDU) haben den INF-Vertrag im Mutlanger Manifest gewürdigt. Für das Mutlanger Manifest werden weitere UnterstützerInnen gesucht, es wird im April in die Verhandlungen zum Atomwaffensperrvertrag in Genf eingebracht.
Download Mutlanger Manifest
Antworten der Bundestagsabgeordnete
Der Kampagnenrat schickte an alle Bundestagsabgeordnete einen Brief, in dem wir fragten, wie sie zu unseren Forderungen abstimmen würden, wenn sie morgen abstimmen müssten.
Hier können Sie die erste Antworte lesen
Neuer ICAN-Film
Ein neuer Film der Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen (i can) zeigt, was prominente Menschen – z.B. Arnold Schwarzenegger, Dalai Lama, der Papst und Christie Brinkley - in 2007 über Atomwaffen gesagt haben.
Der ICAN-Film bei Youtube
Beschlüsse und Anträge der Bundestagsfraktionen
Auf der Webseite atomwaffenfrei.de können Sie alle Beschlüsse, Anträge und parlamentarische Fragen der Bundestagsfraktionen finden.
Beschlüsse und Anträge
Offener Brief an Bundeskanzlerin MerkelVom Initiativkreis gegen AtomwaffenZur Vorbereitung auf die 7. Umrundung des Atomwaffenlagers Büchel am 30. August im Rahmen eines Aktionscamps sammelt der Initiativkreis gegen Atomwaffen bis 31.1.2008 UnterstützerInnen unter einen Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel. Unterstützungsunterschriften bitte direkt an Matthias Engelke
Aktionsberichte
„Hands-Up!“-Fotaktionen
In Ravensburg am 17. November 2007, Kassel am 1. Dezember 2007 und Mutlangen am 8. Dezember 2007 wurden „Hands-Up“-Fotoaktionen durchgeführt. Hier sehen Sie die Fotos:
Ravensburg
Kassel
Mutlangen
Hintergründe
Über die Angst vor dem Atomkrieg früher und heute
Interview mit Horst-Eberhard Richter, Psychoanalytiker
18.12.2007 Horst Eberhard Richter zählt zu den führenden Köpfen der deutschen Friedensbewegung. Im AP-Interview erklärt der Psychoanalytiker, wie Ängste instrumentalisiert werden und warum der Besitz von Atomwaffen heute von vielen Menschen als Sicherheit und nicht mehr als Bedrohung wahrgenommen wird.
Artikel auf atomwaffenfrei.de
Adenauers Bombe
Michael Bienert
16.12.2007 West gegen Ost, die USA gegen die Sowjetunion – und Deutschland mittendrin. Der Kanzler holte 1957 die Atombombe in die Bundesrepublik: Er wollte das Land unangreifbar machen und löste einen Sturm von Protesten aus.
Artikel bei Tagesspiegel
Die Abrüstungsarchitektur bricht zusammen
Wolfgang Kötter
30.11.2007 Das Bauwerk internationale Abrüstung stürzt ein. In mühsamer Verhandlungstätigkeit waren in den vergangenen Jahrzehnten Abrüstungsverträge ausgehandelt und Baustein für Baustein zu einem komplexen Gebäude völkerrechtlicher Beschränkungen und Verbote für Waffen und Rüstungen zusammengefügt worden. Doch offenbar war es auf Sand gebaut. Wichtige Säulen sind bereits weggebrochen und die Abrüstung liegt zum großen Teil in Trümmern.
Artikel auf der Homepage von Lebenshaus Alb
Ein neues Wettrüsten ist längst im Gange
Xanthe Hall
2.10.2007 Der russische Präsident Putin drohte im Oktober 2007 wiederholt damit, den INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckenraketen aufzukündigen, sollten sich die USA tatsächlich zum Aufbau eines Raketenabwehrsystems in Osteuropa entschließen. Eines der Hauptprobleme des Raketenabwehrsystems ist das der sich selbst erfüllenden Prophezeiung.
Artikel auf der IPPNW-Webseite
Zeit für ein atomwaffenfreies Europa
Rebecca Johnson
Die Vereinigten Staaten lagern in sechs europäischen Ländern weiterhin 350 taktische Atomwaffen, von denen rund 140 der NATO zugeordnet sind. Letztere sind in Belgien, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Türkei stationiert – also in Ländern, die offiziell als Nicht-Atomwaffenstaaten gelten und dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten sind.
Artikel auf atomwaffenfrei.de
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