Newsletter 24, Januar/Februar 2010
Nach den Erfolgen der Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" 2009 ist unser nächstes Ziel die Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag von Atomwaffen, die im Mai 2010 in New York stattfindet. Dort werden die Weichen gestellt, entweder für eine atomwaffenfreie Welt oder das Beharren auf Atomwaffen in den kommenden Generationen.
Unter dem Motto "unsere zukunft - atomwaffenfrei. next stop New York 2010" und vielen Veranstaltungen im Frühjahr 2010, wollen wir die Grundlage dafür schaffen, eine neue Dynamik für die Abrüstung von Atomwaffen auszulösen und die Atomwaffen in Büchel abzuziehen und zu verschrotten. Denn nur mit viel Druck und Engagement wird die Bundesregierung, die NATO und alle Atommächte handeln.
Dieser Newsletter enthält:
- Die Kampagne: Was steht an
- Nachrichten
- Ressourcen
>> Die Kampagne: was steht an
next stop New York 2010
Im Mittelpunkt unserer Aktivitäten stehen auch für HobbyfahrerInnen geeignete Radtouren in möglichst vielen der knapp 350 Mayors for Peace Städte (Liste aller Mayors for Peace-Städte) und 50 Wahlkreisen von PNND-Abgeordneten (Liste der Abgeordnete) in Deutschland zwischen dem 20. März 2010 und dem 23. April 2010. Dazu benötigen wir Eure tatkräftige Mitwirkung. Die Koordination übernimmt die Kampagne:
Bei den Radtouren soll insbesondere mit Empfängen und Pressekonferenzen eine größtmögliche Öffentlichkeit für atomare Abrüstung im Vorfeld der Überprüfungskonferenz zum Nichtverbreitungsvertrag hergestellt werden. Auf Fotos mit (Ober-)BürgermeisterInnen und RadlerInnen sollen die Empfänge vor den Rathäusern dokumentiert werden. Dabei soll ein Ortsausgangsschild der jeweiligen Stadt hochgehalten werden mit dem Zusatz "next stop New York", dem Logo der Kampagne und dem Logo der Mayors for Peace.

Die Fotos sollen Außenminister Westerwelle beim FDP-Parteitag Ende April übergeben und anschließend mit nach New York genommen werden. Eine Handreichung zur Aktion, findet Ihr in Kürze auf unserer Homepage.
Allen Gruppen vor Ort bieten wir folgende Ideen zur Tourgestaltung an:
a) Tour von (MfP-)Stadt A zu B
b) Sternrouten hin zu einer MfP-Stadt
c) Rundtour in einer (MfP-)Stadt
d) bei mehreren kleinen MfP-Städten die bei einander liegen: Cluster bilden - so zu sagen mit verschiedenen Touren ein Netz auf der Landkarte bilden oder einen Rundkurs fahren
e) wenn Ihr weder in einer MfP-Stadt noch in einem PNND-Wahlkreis lebt, könnt Ihr natürlich auch gerne eine Radtour organisieren und dann ein Foto von Euch mit dem Ortsausgangsschild machen - vielleicht mit dem Zusatz "auch unsere Stadt sollte MfP-Stadt werden".
Der Beteiligung sind keine Grenzen gesetzt: HobbyradfahrerInnen und private Freundeskreise, RadsportlerInnen, lokale Friedensgruppen, Gewerkschaften, Kirchen, Jugendgruppen/Schulen, Stadtverwaltungen/Oberbürgermeister, lokale Parteigruppierungen, Prominente, Berufsgruppen und und und.
Die Mayors for Peace wurden erstmalig am 16. Dezember per mail über die Aktion informiert.
Erste positive Rückmeldungen gibt es von den Stadtverwaltungen Berlin-Lichtenberg, Potsdam, Ilmenau, Ratingen, Pirna, Aschaffenburg, Bonn, Gelsenkirchen, Villingen, Herford, Würzburg, Dresden und Osnabrück. Welche MfP sich positiv zurückgemeldet haben findet Ihr immer aktuell hier
Rückfragen bei: Roland Blach, Kampagnenkoordinator, Tel. 0711-2155112, oder per Formular unter www.atomwaffenfrei.de/next-stop-new-york-2010/radtouren.html
Damit wir die Koordination der Radtouren, alles Material dazu und auch die weiteren Aktionen (s.u.) finanzieren können, brauchen wir Spenden. Ob 10, 20,50, 100 oder mehr Euro - jede Spende hilft!
Spenden über Spendenportal oder ganz traditionell per Überweisung: IPPNW, Bank für Sozialwirtschaft, Kto Nr.: 22 22 210, BLZ 100 205 00, Verwendungszweck: "atomwaffenfrei"
Weitere Aktionen:
> Rundreise mit Atomwaffenexperten: Zunächst mit dem Journalisten Andreas Zumach: 1. März Ulm, 2. März Stuttgart, 3. März Schorndorf, 4. März Villingen-Schwenningen, 5. März Freiburg. Anschließend kommt Alyn Ware (Preisträger 2009 Right Livelihood Award) zum Kongress Friedenskultur in Essen und danach wird er in Darmstadt reden (22. März).
> Beteiligt Euch an der Postkartenaktion an US-Präsident Obama<:
> Kongress "Friedenskultur 2010. unsere zukunft atomwaffenfrei" in Essen, 19.-21. März 2010, u.a. mit Plenarversanstaltungen, vielen Workshops, Pacemakers-Friedenskult(o)ur und Kulturveranstaltung.
> Kommt zur Osteraktion am 4. April in Büchel oder macht bei den Ostermärschen in vielen Städten und Orten mit.
> Eine Jugenddelegation fährt nach New York unter dem Motto "Global Zero Now": "Global Zero Now!" organisiert einen Designwettbewerb für eine Postkarte. Eine Hälfte geht an die eigene Regierung, die andere nach New York.
> In New York wird eine internationale Konferenz und Demo unter dem Motto "Disarm now!" vom 31. April bis zum 2. Mai stattfinden. Weitere Informationen im nächsten Newsletter. Ein voller Kalender der Termine in New York ist auf der Reaching Critical Will Homepage zu finden.
>> Nachrichten
30.01.2010
Obama will mehr Geld für Atomwaffen
Obama will den Etat für Atomwaffen anheben. Bekannt wurde dies durch einen Artikel von Joe Biden im Wall Street Journal am Tag nach Obamas Rede an die Nation, in der er nochmals davon sprach, eine atomwaffenfreie Welt anzustreben.
20.01.2010
Friedensbewegte Radler
Pressehütte Mutlangen und "Mayors for Peace" setzen mit Tandemtour ein Zeichen
Die Pressehütte Mutlangen und die Organisation "Mayors for Peace" - Bürgermeister für den Frieden - machen sich weiter stark gegen Atomwaffen und setzen mit einer Tandemtour ein Zeichen. Mit dabei: Brigitte Schlupp-Wick und Wolfgang Schlupp-Hauck von der Pressehütte.
15.01.2010
Aus Überzeugung: Engelke vor Gericht
Ist Jericho ein Ort in der Eifel? Büchel liegt dort. Auf dem dortigen Fliegerhorst ist das Jagdbombergeschwader 33 zu Hause. Und: Auf dessen Gelände sollen Atomwaffen lagern. Ein Umstand, den Lobberichs evangelischer Pfarrer Dr. Matthias Engelke nicht hinnehmen kann.
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15.01.2010
Guttenberg: Eurofighter für die Eifel
Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat in einem Brief an MdB Peter Bleser (CDU) mitgeteilt, dass derzeit geplant sei, das Jagdbombergeschwader 33 in Büchel ab 2014 mit dem Waffensystem Eurofighter auszurüsten.
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15.01.2010
US-Atomwaffen sollen aus Deutschland abgezogen werden
Die letzten 20 Atombomben der US-Armee in Deutschland sollen abgezogen werden. Dafür setzt sich die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland ein.
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15.01.2010
Sechs Minuten vor Weltuntergang
Die Gefahren eines atomaren Weltuntergangs sind nach wie vor groß. Diese Einschätzung teilt die Ärzteorganisation IPPNW mit den Wissenschaftlern des Bulletin of the Atomic Scientists (BAS). Ankündigungen zur Abrüstung würden Taten nicht ersetzen. Die sogenannte Doomsday Clock (zu Deutsch: Atomzeituhr oder Weltuntergangsuhr) war gestern um eine Minute auf sechs Minuten vor Zwölf zurückgestellt worden.
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02.01.2010
SPD: Rascher Abzug nötig
Die neue Bundesregierung setzt sich nicht genügend für einen Abzug der letzten noch in Deutschland verbliebenen Atomwaffen ein. Diesen Eindruck hat der SPD-Europaabgeordnete Norbert Neuser aus Boppard.
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27.12.2009
2010 wird spannendes Jahr für Abrüstung
Die Diskussion um die letzten Atomwaffen in Deutschland ist in Bewegung geraten. Die schwarz-gelbe Bundesregierung hat sich in ihrem Koalitionsvertrag bereits für deren Abzug ausgesprochen, und US-Präsident Barack Obama verbreitet die Vision einer atomwaffenfreien Welt. Im kommenden Mai werden sich in New York die Mitgliedsstaaten des Atomwaffensperrvertrages treffen und bei ihren vierwöchigen Beratungen auch über Abrüstung verhandeln.
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21.12.2009
Landeskirche fordert Abzug der Atomwaffen
Die evangelische Landeskirche Sachsen hat den Abzug der noch verbliebenen Atomwaffen aus Deutschland gefordert. In einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte sie die Bundesregierung auf, den Weg der atomaren Abrüstung international weiter zu forcieren, teilte das Landeskirchenamt am Montag in Dresden mit.
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>> Ressourcen
Neue Logos
Es gibt zwei neue Logos zur Aktionsphase "next stop New York 2010". Diese können auf der Webseite in verschiedenen Größen heruntergeladen werden und auf Homepages und Werbematerialien verwendet werden.
PNND-Update 26
Regelmäßig erscheinen für interessierte Abgeordnete im Parlamentarischen Netzwerk für Nukleare Abrüstung und Nichtverbreitung (PNND) Newsletter (Updates) über die weltweiten Aktivitäten des Netzwerkes. Im Januar wurde in Deutschland eine neue Mitgliederwerbung gestartet. Wir können auch dabei helfen, neue PNND-Mitglieder in unseren Wahlkreisen zu bewerben. Hier finden Sie den Brief und einen aktualisierten Flyer.
Atomwaffen A-Z
Immer stärker nachgefragt wird unsere Webseite. Teilweise gibt es bis zu 8.000 Zugriffe im Monat. Darin befinden sich jede Menge Hintergrundinformationen zu Atomwaffen und deren Geschichte sowie seit neuestem auch eine Rubrik über aktuelle Entwicklungen. Im Vorfeld der nächsten NPT-Überprüfungskonferenz bietet sich die Webseite ideal zur Recherche an.
Lasst uns gemeinsam den Druck auf die PolitikerInnen erhöhen und ein atomwaffenfreies Deutschland wahr werden lassen.
Xanthe Hall, Annett Gnass und Roland Blach
(für den Kampagnenrat)
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