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Datum: Freitag, 10. September 2010
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07.04.2009

Kampagnenrat "unsere zukunft - atomwaffenfrei" begrüßt Verhandlungen über US-Atomwaffen in Deutschland

Der Kampagnenrat "unsere zukunft - atomwaffenfrei" begrüßt die heutige Ankündigung Steinmeiers, er werde mit den USA in den nächsten Wochen über die US-Atomwaffen in Deutschland reden. Die Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ strebt einen Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland und eine Beendigung der Mitarbeit an der Planung eines Atomwaffeneinsatzes bis 2010 an.

„Das Timing von Außenminister Steinmeier ist perfekt. Obama hat eine Tür geöffnet und Deutschland könnte vorangehen“, sagt Xanthe Hall, Sprecherin der Kampagne. „Deutschland hat auch eine moralische Verpflichtung abzurüsten. Schließlich liegen die Wurzeln der Atomwaffen in Dahlem. Hier forschten die Wissenschaftler des Dritten Reiches und die Amerikaner dachten damals, sie müssten die Atombombe schneller als Hitler erfinden.“

Paul Russmann, Sprecher der Kampagne sagt: „Deutschland ist Unterzeichnerstaat des Atomwaffensperrvertrags. Es würde die Glaubwürdigkeit der Bundesregierung als Vermittler zwischen Atomwaffen besitzenden Staaten und nach Atomwaffen strebenden Staaten erhöhen, wenn auf deutschem Boden keine Atomwaffen liegen würden.“

Ab 2012 werden die atomwaffenfähigen Tornados ausgemustert und Deutschland würde spätestens dann atomwaffenfrei. Die Kampagne fordert, dass dieser Schritt bereits bis 2010 als deutschen Beitrag zur weltweiten Abrüstung angekündigt wird.

Die Forderung zum Abzug der Atomwaffen aus Deutschland wird auch bei mehreren Dutzend Ostermärschen am Wochenende lautstark erhoben. Die Kampagne startet ihre Aktionsphase „ich wähle atomwaffenfrei“ mit einer dezentralen Besenaktion unter dem Motto „Vor der eigenen Türe kehren“ am 30. April 2009 (Walpurgisnacht) an verschiedenen Orten. Ein vierwöchiges Camp mit verschiedenen Aktionen wird für Juli/August am einzig verbliebenen Atomwaffenstandort Büchel/Eifel vorbereitet.

Pressekontakt: Xanthe Hall, Tel.: 0171 – 43 58 404

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