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Datum: Mittwoch, 8. Februar 2012
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28.05.2008

1.000 Kraniche 10.000 mal: Macht Deutschland atomwaffenfrei

Dass der Wunsch für eine Welt ohne Atomwaffen durch alle Schichten und Parteien geht, machten diese Woche Vertreter verschiedener Friedensgruppen im Kanzleramt deutlich. Gemeinsam forderten sie den Abzug der letzten Atomwaffen aus Deutschland, die in der Eifel auf dem Fliegerhorst Büchel lagern, damit die Bundesregierung 2010 bei der Überprüfung des nuklearen Nichtverbreitungsvertrages verkünden kann: „Deutschland ist atomwaffenfrei.“

OB Metzger (CDU) hat als aktives Mitglied von Mayors for Peace zusammen mit den Brettener Gruppen über 1.000 Unterschriften gesammelt. Sichtbar wurden sie durch Papierkraniche, das japanische Friedenssymbol, gemacht. Die Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises Karlsruhe Land Axel Fischer, CDU Jörg Tauss, SPD unterstützten den Oberbürgermeister und die Brettener Friedensbewegten in ihrem Anliegen.

Insgesamt 10.000 Unterschriften
Die nukleare Teilhabe gerät in den Kirchen immer mehr in die Kritik. Reinhard Voss, Pax Christi verwies auf eine neue Studie der Kommission „Justitia und Pax“, welche die Atomwaffen eindeutig verurteilt. Pfarrer i.R. Markus Braun überbrachte aus Tübingen 2.000 Unterschriften und Jan Gildemeister, Geschäftsführer Aktionsgemeinschaft Dienste für den Frieden, legte weitere 7.000 Unterschriften aus der ökumenischen Friedensdekade dazu.

An Abrüstungsmodelle erinnert und neue vorgelegt
Der Bürgermeister von Mutlangen, der Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd und der Landrat des Ostalbkreises fordern mutige Abrüstungsschritte, wie den INF-Vertrag, durch den Mutlangen atomwaffenfrei wurde. Wolfgang Schlupp-Hauck, Vorsitzender der Friedenswerkstatt Mutlangen überreichte das von ihnen unterzeichnete Manifest.

Der zeitlich nicht bestimmten Abrüstungsverpflichtung aus dem nuklearen Nichtverbreitungsvertrag soll eine Nuklearwaffenkonvention einen Rahmen geben. Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der IPPNW (Internationale Ärzte in sozialer Verantwortung und für die Verhütung eines Atomkrieges) übergab den Entwurf.

Die Vertreter des Kanzleramtes versicherten den Friedensbewegten, dass ihr Anliegen sehr ernst genommen würde, dass sie der Kanzlerin über das Gespräch berichten würden und erklärten sich bereit den Dialog fortzusetzen.

Größte Protestaktion am Atomwaffenstandort Büchel angekündigt
Um den Druck zum Handeln zu erhöhen und den Dialog in die Öffentlichkeit zu verlagern hat die Kampagne „unsere zukunft atomwaffenfrei“ die bisher größte Aktion am Atomwaffenstandort Büchel angekündigt. Vom 23.8. bis 1.9. findet dort ein Aktionscamp statt. Es schließt mit einer Umrundung des Fliegerhorstes ab.

Am Samstag den 30.8. soll die 7. Umrundung mit mehreren Hundert Teilnehmern stattfinden. Barbara Rütting, Horst Eberhard Richter und Nina Hagen haben ihre Beteiligung schon zugesagt. Die ersten Busse sind bestellt. Die Kraniche aus Bretten werden dort auch wieder flattern.

 

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