17.11.2008

Kunst für eine Welt ohne die Geißel atomarer Bedrohung

eBay-Versteigerung von Kunstwerke

Als Unterstützung für die Kampagne unsere zukunft - atomwaffenfrei entwickelten 10 Künstlerinnen und Künstler, Arbeiten zu dem Thema „Vor der eigenen Türe kehren“, denn noch immer lagern 20 Atomwaffen in Deutschland.

Die Arbeiten können in einer virtuellen Ausstellung auf www.atomwaffenfrei.de betrachtet werden. Ab 16. November werden die Originale bei e-bay versteigert. Dort werden sie Schritt für Schritt eingestellt.

Liz Crossley, Kunstschaffende mit langjähriger Ausstellungstätigkeit, geboren in Kimberley sagte nach der Auseinandersetzung mit dem Thema: Make a clean sweep! Ihre Tuschezeichnungen machen deutlich, wie das gemeint ist.

Im Fliegerhorst Büchel in der Eifel lagern heute noch immer 20 Atombomben. Jede hat ein mehrfaches der Sprengkraft der Bombe, die 1945 über Hiroshima abgeworfen wurde. Deutsche Soldaten trainieren den Einsatz der Atomwaffen, denn die Trägersysteme der Bomben sind deutsche Tornados. Die Kampagne möchte, dass die Atomwaffen abgezogen und die Bundesregierung 2010 auf der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages verkündet: Deutschland ist atomwaffenfrei.

Hinter diese Forderung stellten sich:
Ianessa Norris geboren in Columbus Ohio USA, Klaudia Dietewich- Menges aus Freudenberg. Luise Scholl und Silvia Maria Bopp, Sonja Böpple aus Bremen
Hans Henin, Liz Crossley, Xanthe Hall aus Schottland, Joachim Fischer geboren in Bremen
und Annegret Bruhn aus Bremen.

Henin hat zu dem Projekt: Kunst für ein atomwaffenfreies Deutschland 3 Grafiken vorgestellt. Er ist in der Eifel zu Hause und sagt zur aktuellen Situation: Atombomben ziehen Atombomben an. Unsere Herzen brauchen keine Atombomben.

Am 30. August 2008 war eine große Demonstration rund um den Fliegerhorst. 2000 Menschen protestierten für die sofortige Beendigung der Nuklearen Teilhabe Deutschlands, die durch das Natobündnis ein Teil militärischer Sicherheitsstrategie für Deutschland sein soll. Bei dieser Demonstration entstand ebenso eine große Bodenarbeit von Henin.

Waren Hiroshima und Nagasaki nicht schon genug? Diese Frage stellt die in Ohio USA geboren freischaffende Malerin Norris. Auch sie steuert eines ihrer Werke zur Versteigerung bei. Durch die Einnahmen der Versteigerungen können ein Teil der Kosten für die Kampagne: „unsere zukunft - atomwaffenfrei“  gedeckt werden.

Sonja Böpple, Kunstschaffende aus Bremen, unterstützt den Wunsch des sofortigen Abzugs der völkerrechtlich verbotenen Massenvernichtungswaffen mit radioaktiver Auswirkung. Sie sagte: Nach der Wiedervereinigung Deutschlands habe ich geglaubt, dass ich ohne Angst vor einem Atomkrieg leben kann. Damit dies so bleibt, müssen alle Atomwaffen aus Europa und der ganzen Welt verschwinden.

Mit dem Kauf der Kunstwerke wird die Kampagne unsere zukunft - atomwaffenfrei finanziell unterstützt.  Besuchen sie die Ausstellung der Webseite: www.atomwaffenfrei.de. Ab 14. November werden die Originale über e-bay versteigert.

Die Kunstschaffenden haben ein breites Potporri zu dem Thema geschaffen, in dessen Tiefe sich die Tragik, Wut und das Ausgeliefertsein in dem Teufelskreis unserer waffengespickten Erde erahnen lässt. Weltweit existieren trotz vertraglich geregelter Abrüstungsverpflichtung noch rund 20 000 Atomwaffen und die offiziellen Atommächte stecken immer noch Milliarden in deren Sicherung, Wartung und Weiterentwicklung.

„In unserer Zeit können wir es uns als Weltgemeinschaft nicht mehr erlauben den nachkommenden Generationen dieses Erbe zu übergeben. Sie werden umfassende Veränderungen des zivilisierten Lebens erfahren, in dem der Mensch nur überleben kann, wenn endlich Unterschiedlichkeiten von Kulturen und Nationen mit Respekt anerkannt und zur  konstruktiven Kooperation genützt werden“ sagt Silvia Bopp, Projektleiterin.

Für weitere Informationen:

Silvia Bopp: silvia.bopp@pressehuette.de

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Appell "Für eine Welt ohne Atomwaffen"

Kongress Friedenskultur.2010

 

Reinhold Thiel, Allgemeinarzt bei der IPPNW und Friedensnetzwerk Ulm bewirbt zwei neue Bürgermeister für den Frieden.

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