Pazifik-Gruppe blockiert Atomwaffenstützpunkt Büchel

Pressemitteilung des Pazifik-Netzwerkes

Am 7.4. blockierte die Pazifik Guppe Hamburg die Hauptzufahrt vom Atomwaffenlager Büchel. Foto: M. Küpker
Polizei kündigt Nötigungsverfahren an

[07.04.2015] 

Zwischen 6 und 8 Uhr morgens blockierte die Pazifik-Gruppe Hamburg die  Zufahrt zum Atomwaffen-Stützpunkt Büchel. Die Polizei hinderte die Gruppe an der Blockade direkt am Haupt-Zufahrtstor, indem sie die geöffneten Autotüren zudrückte. Deshalb wurde anschließend der Zubringer von der Bundesstraße zur Militärbasis mit einer Sitzblockade versperrt.

Die Polizei räumte nach dreimaliger Aufforderung durch Wegtragen. Sie kündigte nach Feststellung der Personalien Nötigungsverfahren an. Nach Auflösung der Blockade hielt die Gruppe die mitgebrachten Transparente vom Straßenrand aus den Autos entgegen.

Ingrid Schilsky, Mitglied des Pazifik-Netzwerkes, sagt: „Noch heute leidet die Bevölkerung der Marshall-Inseln unter den Folgen der Atomtests der USA im Pazifik. Aus dem Leid dieser Menschen zu lernen, heißt für uns, ihrer Aufforderung nachzukommen und uns für eine Welt ohne Atomwaffen einzusetzen.“

Die Regierung der Marshall-Inseln hat aktuell Klage am Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen die atomwaffenbesitzenden Länder eingereicht, da diese ihrer Verpflichtung zur vollständingen nuklearen Abrüstung bis heute nicht nachgekommen sind. Die Staaten sind laut Atomwaffensperrvertrag verpflichtet, ihre Atomwaffen vollständig abzurüsten. Der Internationale Gerichtshof hat dies 1996 nochmals ausdrücklich bekräftigt. Die Hamburger Pazifik-Gruppe fühlt sich verpflichtet, auf diese Völkerrechtsbrüche mit gewaltfreiem zivilen Ungehorsam deutlich hinzuweisen.

Bei der heutigen Blockade wurden Handzettel an die PolizistInnen verteilt, in denen darauf hinwiesen wurde, dass laut Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts von 2011 auch Sitzblockaden mit gewollter Behinderung Dritter unter dem Schutz der Versammlungsfreiheit stehen. Nach Auffassung der Pazifik-Gruppe besteht nicht nur das Recht, sondern auch die Verpflichtung, gegen das Unrecht der Atomwaffenstationierung ein deutliches Zeichen zu setzen.

Kontaktperson: Marion Küpker aus dem Kampagnenrat „atomwaffenfrei.jetzt“: Tel. 0151 55731410

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Medienecho

Forsa-Umfrage, Kampagnenstart und Ostermarsch in Büchel

pressenza - Deutschland weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln, 21.02.2017

Die Welt – Proteste ab 26. März, 02.02.2017

FriedensForum – UN-Mehrheit forciert Verhandlungen über Verbotsvertrag, 04.01.2017

graswürzelrevolution – Präsenz in Büchel 26. März bis 9. August - Aktionsgruppen gesucht, 11.04.2016

Mittelbayerische Zeitung – Raus mit den Atomwaffen, 10.04.2016 (Gastbeitrag)

DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016

epd-Meldung – Umfrage: Fast alle Deutsche für Atomwaffen-Verbot, 23.03.2016

Neues Deutschland – Große Mehrheit der Deutschen für die Abrüstung, 23.3.2016 (Vollständiger Artikel nur mit Abo lesbar)

Evangelische Friedensarbeit – Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen für Atomwaffen-Verbot, 23.3.2016

Pressenza – Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 23.3.2016

Rhein-Zeitung–Büchel - Friedensaktivisten demonstrieren gegen Atomwaffen, 23.03.2016 (nur mit Abo lesbar)