Absturz eines Tornados nahe des Atomwaffenstandorts in Büchel

Pressemitteilung der AG Frieden und des Initiativkreis gegen Atomwaffen

[17.01.2014] 

„Abstürze von Kampfjets sind immer erschreckend und führen uns vor Augen, welche Gefahr von Ihnen auch ohne Munition und Bomben ausgeht. Es war knappes Glück, dass beim Tornadoabsturz am Atomwaffenstützpunkt keine Menschen direkt zu Schaden kamen; für die Umwelt und Anwohner ist aber jeder Absturz z. B. durch Treibstoffaustritt gefährlich und schädlich.“, erklärt Markus Pflüger von der AG Frieden.

„Durch diesen Absturz wird uns vor Augen geführt, welche immense Gefahr besonders vom Fliegerhorst und Atomwaffenstützpunkt Büchel ausgeht, aber auch von den benachbarten Kriegsflughäfen Spangdahlem und Ramstein.“

„In Büchel lagern zudem die entsetzlichen Atomwaffen, sie können mit solchen Tornados eingesetzt werden, die Bundeswehr trainiert deren Einsatz; menschliches und technisches Versagen sind nie auszuschließen, es ist ein enormes Risiko und ein schreckliches Zerstörungspotenzial.“, so Hermann Anell Vorstandsprecher der AG Frieden Trier.
Für die Arbeitsgemeinschaft Frieden und den Initiativkreis gegen Atomwaffen Eifel ist gemeinsam mit allen Friedensgruppen, die sich seit Jahren für eine atomwaffenfreie Welt einsetzen klar:

  • Die völkerrechtlich fragwürdige nukleare Teilhabe Deutschlands muss endlich beendet werden.
  • Die neue Bundesregierung muss sich für den Abzug der letzten in Deutschland verbliebenen US-Atomwaffen einsetzen.
  • Die Atom­waffen in Büchel müssen verschrottet statt modernisiert werden.

„Es ist eine Schande, dass der Einsatz für den Abzug nicht im Koalitionsvertrag steht. Damit werden NATO-Bündnisverpflichtungen mit nuklearer Abschreckung, über die völkerrechtlich gebotene Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen gesetzt. Mit dieser fragwürdigen Sicherheitspolitik hat ein neues Wettrüsten schon begonnen und die Gefahr eines zweiten Kalten Krieges wird heraufbeschworen.“, so Elke Koller vom Initiativkreis gegen Atomwaffen.

Zur Frage, welche Interessen hinter dem Erhalt der Atomwaffen und damit dem Fliegerhorst in Büchel stehen, erklärt die AGF: „Wer nach dem Warum der nuklearen Bedrohung fragt, muss sich nur die Aktivitäten einiger Großbanken anschauen wie der Deutschen Bank, der Commerzbank oder der Allianzversicherung, die alle im Atombombengeschäft kräftig mitmischen und scheinbar die Bundesregierung für Ihren Profit eingespannt haben. Daher fordern wir: Stoppt das Bombengeschäft, Atomwaffen abschaffen, Fliegerhorst Büchel schließen“, so Markus Pflüger
Nach zahlreichen Protesten mit Blockadeaktionen 2013 sind auch 2014 Proteste geplant, um die Forderungen nach Abschaffung der Atomwaffen zu verstärken, ein Auftakt wird der Ostermarsch in Büchel am 21. April 2014 sein.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Markus Pflüger (AG Frieden): Tel. 0651 9941017 oder 0172 7379388
Elke Koller (Initiativkreis gegen Atomwaffen): Tel. 2653 3220

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Medienecho

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DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016