Anti-Atomwaffen-Kampagne mit Kirchenpreis ausgezeichnet

Verleihung des Oberhausener Preises

Wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem Oberhausener Preis!
Wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem Oberhausener Preis!

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ wurde am gestrigen Dienstag, 6. November 2018, mit dem Oberhausener Preis ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen des 17. politischen Nachtgebets in der Oberhausener Christuskirche statt. Ebenfalls ausgezeichnet wurde der „Initiativkreis gegen Atomwaffen“, welcher Gründungsmitglied des Trägerkreises der Kampagne ist. Der Preis wird gestiftet vom Evangelischen Kirchenkreis Oberhausen.

„Wir freuen uns über die Auszeichnung mit dem Oberhausener Preis“, sagt „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“-Sprecherin Marion Küpker, die den Preis für die Kampagne entgegennahm. „Die Auszeichnung mit dem Preis ist für uns ein deutliches Zeichen für den starken Rückhalt, den wir für unsere Ziele – Abzug statt Aufrüstung der in Deutschland stationierten Atomwaffen und der Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot – in kirchlichen Kreisen genießen.“ Damit spielt Küpker auf die verschiedenen klaren Positionierungen von kirchlicher Seite an, die es in den vergangenen Jahren zum Thema Atomwaffen gab. So beteiligten sich in den vergangenen Jahren hochrangige kirchliche Würdenträger wie der katholische Bischof Stefan Ackermann oder der EKD-Friedensbeauftrage Renke Brahms an Aktionen gegen Atomwaffen in Büchel. Auch das Anfang 2018 von der Evangelischen Kirche im Rheinland auf den Weg gebrachte Friedenswort 2018 positionierte sich eindeutig gegen den Verbleib der US-amerikanischen Atomwaffen in Deutschland und für den Atomwaffenverbotsvertrag. „Die enge Zusammenarbeit mit den Kirchen werden wir in Zukunft fortsetzen. 2019 wird es z.B. einen Aktionstag mit Margot Käßmann in Büchel geben. Dieser wird mit Sicherheit ein Highlight unserer 20-wöchigen Aktionspräsenz 2019.“, so Küpker weiter.

„Mit der Konzentrierung auf den Standort Büchel in der Eifel gelingt es zu verdeutlichen, dass der Kampf für eine atomwaffenfreie Welt quasi direkt vor der Haustür beginnt und uns alle angeht“, erklärte Helmut Müller, Vorsitzender des Ausschusses „Kirchlicher Entwicklungsdienst und Ökumene“ des Evangelischen Kirchenkreises Oberhausen, in seiner Laudatio. Besonders dankte er für die Beharrlichkeit, Klarheit und den Mut der beiden prämierten Organisationen. „Es reicht eben nicht aus, Krieg und Atomwaffen verbal zu verurteilen. Angesichts der aktuellen Entwicklungen brauchen wir eine klare Haltung und vielfältige Aktionen – auch des zivilen Ungehorsams – gegenüber allen politischen Bestrebungen einer neuen Abschreckungspolitik mit Atomwaffen.“, so Müller weiter.

Mit dem Oberhausener Preis werden nichtkirchliche Organisation ausgezeichnet, die sich in besonderer Weise für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einsetzen. Mit ihm verbunden ist ein Preisgeld in Höhe von je 1.000 Euro für beide Organisationen. Den Preis an den „Initiativkreis gegen Atomwaffen“ nahm Frau Dr. Elke Koller entgegen.

Hinweise:

Eine Auswahl an Bildern der Preisverleihung gibt es hier.

Die Laudatio, gehalten von Helmut Müller (Vorsitzender des Ausschusses „Kirchlicher Entwicklungsdienst und Ökumene“ des Ev. Kirchenkreises Oberhausen), gibt es hier.

Hier ist die Dankesrede von Dr. Elke Koller zu finden.

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