Neue Forsa-Umfrage

Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen

Montieren einer Testversion der B61-12-Atombombe auf dem Flugzeug vor dem Flugtest. Bild: USAF/Public Domain
US-Luftwaffe testet bereits die neue Atombombe für Deutschland

[23.03.2016] 

Eine überwältigende Mehrheit von 85% der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass die auf deutschem Boden gelagerten Atomwaffen abgezogen werden. 93% befürworten nach der neuesten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa, dass Atomwaffen, ähnlich wie Chemie- und Biowaffen, völkerrechtlich verboten werden sollen. 88% sprechen sich dagegen aus, dass die USA die in Deutschland gelagerten Atomwaffen durch neue und einsatzfähigere Waffen ersetzen, wie es für das Jahr 2020 geplant ist.

„Dies verstehen wir als klaren Auftrag der Bevölkerung an die Bundesregierung, endlich den Bundestagsbeschluss vom 26. März 2010 umzusetzen. Vor fast genau 6 Jahren hatten die Bundestagsabgeordneten fraktionsübergreifend den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland und den engagierten Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt gefordert", bekräftigt Inga Blum, Vorstandsmitglied der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte zur Verhütung eines Atomkriegs (IPPNW). Die IPPNW hatte die Umfrage in Auftrag gegeben, bei der am 17./18. März 2016 etwa 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

Die aktuellen Auseinandersetzungen um die atomaren Drohgebärden Nordkoreas, aber auch die Angst vor einer schmutzigen Bombe in Belgien nach den furchtbaren gestrigen Terroranschlägen, zeigen, wie groß die atomare Gefahr ist. Alle Atomwaffenstaaten planen eine umfangreiche Aufrüstung ihrer Arsenale. Die sogenannte Doomsday Clock wurde daher 2015 auf drei Minuten vor zwölf gestellt und dieses Jahr auf dieser Zeit belassen. Das letzte Mal stand der Zeiger 1984, auf dem Höhepunkt der atomaren Auseinandersetzung zwischen Ost und West, auf dieser Uhrzeit. Weltweit existieren weiterhin mehr als 15.000 Atomwaffen. Über 90% dieser Arsenale besitzen die USA und Russland, die meisten davon mit einer vielfachen Sprengkraft der Hiroshima-Bombe. Eine solche Bombe kann, über einer großen Stadt abgeworfen, mehrere Millionen Menschen töten.

1.800 dieser Atomwaffen befinden sich immer noch in höchster Alarmstufe und innerhalb von Minuten abfeuerbereit. “Nach dem Einsatz einer Atomwaffe wäre effektive humanitäre Hilfe unmöglich“, meint die Ärztin Inga Blum. Krankenhäuser, Verkehrs- und Kommuni-kationssysteme sowie Stromversorgung wären zum Großteil nicht mehr vorhanden und humanitäre Hilfe nicht möglich. „Die Mehrheit der internationalen Staatengemeinschaft fordert deshalb aus humanitären Gründen die Ächtung von Atomwaffen und einen Verbotsvertrag,“ so Sascha Hach, Vorstandsmitglied von ICAN (International Campaign to Abolish Nuclear weapons) Deutschland. Er ergänzt: „Derzeit streben 127 Staaten ein Verbot von Atomwaffen an. Die Bundesregierung ist nicht dabei und hat bei der letzten Generalversammlung der Vereinten Nationen Ende 2015 gegen ein solches Verbot gestimmt.“

Vor diesem Hintergrund startet die neue Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ am kommenden Samstag, 26. März 2016, mit einer Fotoaktion am Atomwaffenlager Büchel sowie dem dortigen Ostermarsch zwei Tage später. „Bis zum Nagasaki-Gedenktag am 9. August werden Gruppen und Einzelpersonen in Büchel Mahnwachen und andere gewaltfreie Aktionen durchführen - zwanzig Kalenderwochen stellvertretend für die 20 dort stationierten Atombomben“, so Roland Blach, Kampagnenkoordinator und Landesgeschäftsführer DFG-VK Baden-Württemberg.

Kontakt: Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“, Roland Blach, Tel. 0177-250 72 86, Email:  ba-wue@dfg-vk.de

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Medienecho

SWR Aktuell - Friedlicher Protest an Ostermontag in Büchel, 18.04.2017

SWR Aktuell - Ostermarschierer wollen Atomwaffen ächten, 15.04.2017

Merkur.de - Friedensinitiative demonstriert gegen Atomwaffen, 03.04.2017

metropolnews.info - Frankfurt sagt "Ja" zu einem Atomwaffenverbot, 31.03.2017

Trierischer Volksfreund - Friedensaktivisten bleiben Büchel treu, 28.03.2017

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der Freitag (Community) - UNO-Konferenz für "Atomwaffenverbot", 27.03.2017

Tagesschau - Vor den UN-Verhandlungen: Aktivisten fordern Verbot von Atomwaffen, 26.03.2017

Aachener Zeitung - Anti-Atomwaffenprotest in der Eifel, 26.03.2017

SWR Aktuell - Startschuss zu Anti-Atomwaffen-Kampagne, 25.03.2017

das-marburger.de - Nein zu Atomwaffen – Heute wie vor 60 Jahren, 24.04.2017

Duluth Reader - US Citizens to Join Protests of US Nuclear Weapons Deployed in Germany, 16.03.2017

Rhein Main Presse - Engagement nicht nur für die Umwelt, 14.03.2017

FriedensForum - Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot 2017 mit vielfältigen Aktionen unterstützen, 11.03.2017

Hohenloher Tageblatt - Menschen in Ellwangen unterschreiben für den Frieden, 10.03.2017

SWR Rakete - Frieden schaffen ohne Waffen, 01.03.2017

pressenza - Deutschland weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln, 21.02.2017

Die Welt – Proteste ab 26. März, 02.02.2017

FriedensForum – UN-Mehrheit forciert Verhandlungen über Verbotsvertrag, 04.01.2017

graswürzelrevolution – Präsenz in Büchel 26. März bis 9. August - Aktionsgruppen gesucht, 11.04.2016

Mittelbayerische Zeitung – Raus mit den Atomwaffen, 10.04.2016 (Gastbeitrag)

DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016