ÄrztInnen halten Mahnwache in Büchel

Nach dem Einsatz von Atomwaffen können Ärzte nicht helfen

IPPNW mahnt vor katastrophalen Folgen der Atomwaffen

[15.04.2015] 

Ärztinnen und Ärzte der Friedensorganisation IPPNW veranstalten heute eine Mahnwache vor dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel, der letzte Atomwaffenstandort Deutschlands. Drei Bremer MedizinerInnen sitzen seit 7.30 Uhr in weißen Kitteln vor dem Zaun vor dem Haupttor zum Fliegerhorst, den die Polizei dort kurz nach Beginn der Blockade-Aktion "Büchel 65" errichtet hat. Sie protestieren gegen die dort stationierten US-Atomwaffen, die im Ernstfall von deutschen Piloten abgeworten werden. Und sie machen aufmerksam auf die Ende April in New York beginnnende Atomwaffen-Konferenz. Eine IPPNW-Delegation wird sich dort für die Aufnahme von Verhandlungen über eine Ächtung von Atomwaffen einsetzen.

Die IPPNW mahnt: Atomwaffen sind in ihrem Zerstörungspotenzial einzigartig. Eine einzige Atombombe, abgeworfen über einer großen Stadt, kann Millionen Menschen töten. Im Falle eines atomaren Angriffs wäre die medizinische Infrastruktur zerstört und effektive humanitäre Hilfe unmöglich. In einem atomaren Konflikt, wird Büchel nicht nur Ausgangsort für den Massentod sein, sondern auch Ziel.

In diesem Jahr jährt sich der Atomwaffenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal. Binnen Sekunden wurden in Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 mehr als 200.000 Menschen getötet, unzählige schwer verletzt. Bis heute sind die nachfolgenden Generationen durch genetische Schäden belastet.

Im Dezember 2014 hat das Internationale Komitee vom Roten Kreuz auf einer Staatenkonferenz in Wien die katastrophalen humanitären Konsequenzen eines Atomwaffeneinsatzes erneut eindringlich betont. Der Einsatz von Atomwaffen durch die USA oder Russland würde das Überleben der Menschheit in Gefahr bringen.

Statt abzurüsten, investieren alle Atomwaffenstaaten – angeführt von den USA und Russland – Milliarden in die Modernisierung ihrer nuklearen Arsenale. Das betrifft auch die US-Atombomben des Typs B-61, die in Büchel gelagert werden und deren Abwurf unter NATO-Befehl von deutschen Kampfjetpiloten geübt wird. Der vom Bundestag 2010 beschlossene Wunsch nach einem Abzug dieser Atombomben wird laut Außenminister Steinmeier wegen der Krise in der Ukraine nicht mehr verfolgt.

Vom 27. April bis 22. Mai 2015 findet in New York die Überprüfungskonferenz zum nuklearen Nichtverbreitungsvertrag statt. Die IPPNW setzt sich auf der Konferenz für einen völkerrechtlichen Verbotsvertrag ein. Deutschland gehört noch nicht zu den 155 Staaten, die sich in einer UN-Erklärung für die Ächtung des Einsatzes von Atomwaffen "unter allen  Umständen" ausgesprochen haben. Ebenso wenig gehört Deutschland zu den rund 70 Staaten, die – mit Österreich als Vorreiter – ein Verbot von Atomwaffen vorantreiben wollen.

Pressekontakt: Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Körtestr. 10, 10967 Berlin, www.ippnw.de, Angelika Wilmen, Tel. 030 – 69 80 74 15, Email: wilmen@ippnw.de
Vor Ort: Stefan Kette, IPPNW-Arzt, vor Ort erreichbar unter Mobil: 0176 – 81064252

Weitere Informationen zur Aktion "Büchel 65"
Bericht auf dem IPPNW-Blog

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Medienecho

Lausitzer Rundschau - Herzberger Friedensgruppe: Atomwaffen abschaffen, 10.05.2017

SWR Aktuell - Friedlicher Protest an Ostermontag in Büchel, 18.04.2017

SWR Aktuell - Ostermarschierer wollen Atomwaffen ächten, 15.04.2017

Merkur.de - Friedensinitiative demonstriert gegen Atomwaffen, 03.04.2017

metropolnews.info - Frankfurt sagt "Ja" zu einem Atomwaffenverbot, 31.03.2017

Trierischer Volksfreund - Friedensaktivisten bleiben Büchel treu, 28.03.2017

SWR Aktuell - Einfahrten des Fliegerhorstes blockiert, 27.03.2017

der Freitag (Community) - UNO-Konferenz für "Atomwaffenverbot", 27.03.2017

Tagesschau - Vor den UN-Verhandlungen: Aktivisten fordern Verbot von Atomwaffen, 26.03.2017

Aachener Zeitung - Anti-Atomwaffenprotest in der Eifel, 26.03.2017

SWR Aktuell - Startschuss zu Anti-Atomwaffen-Kampagne, 25.03.2017

das-marburger.de - Nein zu Atomwaffen – Heute wie vor 60 Jahren, 24.04.2017

Duluth Reader - US Citizens to Join Protests of US Nuclear Weapons Deployed in Germany, 16.03.2017

Rhein Main Presse - Engagement nicht nur für die Umwelt, 14.03.2017

FriedensForum - Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot 2017 mit vielfältigen Aktionen unterstützen, 11.03.2017

Hohenloher Tageblatt - Menschen in Ellwangen unterschreiben für den Frieden, 10.03.2017

SWR Rakete - Frieden schaffen ohne Waffen, 01.03.2017

pressenza - Deutschland weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln, 21.02.2017

Die Welt – Proteste ab 26. März, 02.02.2017

FriedensForum – UN-Mehrheit forciert Verhandlungen über Verbotsvertrag, 04.01.2017

graswürzelrevolution – Präsenz in Büchel 26. März bis 9. August - Aktionsgruppen gesucht, 11.04.2016

Mittelbayerische Zeitung – Raus mit den Atomwaffen, 10.04.2016 (Gastbeitrag)

DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016