Iran-Atomabkommen

Weiterbreitung verhindern, Abrüstung vorantreiben

Arak Schwerwasserreaktor, 2012. Bild: Nanking2012/CC 3.0
Plutoniumprogramm im Iran gestoppt.

[14.07.2015] 

Der deutsche Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen" begrüßt das heute abgeschlossene »Iran-Atom-Abkommen«. Nun müssen die von allen Mitgliedsländern des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 vereinbarten Bemühungen um einen massenvernichtungswaffenfreien Nahen Osten unter Einbeziehung Israels baldmöglichst wieder aufgenommen werden.

Manche Kritiker behaupten, das Abkommen verzögere die Atomwaffenfähigkeit des Landes lediglich um 15 Jahre, dann stehe Iran wieder die Möglichkeit offen, an sein heutiges Programm anzuknüpfen. Diese Argumentation ignoriert, dass zwischen der technisch-industriellen Fähigkeit, waffenfähiges Uran zu erzeugen, und der Absicht, das auch wirklich zu tun, ein gewaltiger Unterschied besteht. Die Verhandlungspartner des Iran-Atom-Abkommens haben sich während der langwierigen Gespräche besser kennen gelernt und eine Vertrauensbasis aufgebaut. Dieses Vertrauen wird während der Umsetzung des Abkommens erfahrungsgemäß weiter wachsen, nicht zuletzt durch die gemeinsame Lösung von Streitpunkten, die nicht ausbleiben werden. Gleichzeitig wird sich die Stellung Irans im globalen Staatengefüge während der Laufzeit des Abkommens ändern. Klug genutzt bieten die 15 Jahre ausreichend Zeit, allen beteiligten Parteien die Gewissheit zu geben, dass Iran kein Atomwaffenpotential anstrebt bzw. braucht.

Das Abkommen bietet jetzt eine Chance, weitere dringend fällige Fortschritte in mehreren Punkten zu erzielen:
-    Die Verifikationsmaßnahmen, denen Iran unterliegen wird, sind beispiellos und können neue Maßstäbe setzen für die Ausgestaltung des künftigen Inspektionsregimes für alle Staaten. Dabei darf der Umbau der Energieversorgungssysteme aller Atomenergie nutzender Staaten nicht vernachlässigt werden – zu eng liegen die zivile und die militärische Nutzung von Atomenergie beieinander.
-    Solange manche Staaten Atomwaffen besitzen und dies damit rechtfertigen, dass sie diese für ihre eigene Sicherheit brauchen, werden Atomwaffen auch anderen Staaten als attraktive Waffen erscheinen. Wir appellieren an sämtliche Atomwaffenstaaten, ihre Modernisierungsprogramme zu stoppen, und weisen in diesem Kontext auf die laufende Modernisierung der in Deutschland stationierten US-Atomwaffen hin. Anstatt bessere Atomwaffen zu bauen, müssen die Länder endlich ihrer völkerrechtlichen Pflicht zur Abschaffung von Atomwaffen nachkommen.

In zwei Tagen jährt sich zum 70. Mal der Trinity-Test, die weltweit erste Erprobung einer Atomwaffe. In drei Wochen jähren sich die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki zum 70. Mal. Es ist sehr passend, dass die Einigung über das Iran-Atom-Abkommen kurz vor diesen Gedenktagen zustande kam, die uns daran erinnern, dass Atomwaffen generell inakzeptabel sind – egal, in wessen Händen sie sich befinden.

Kontakt: Trägerkreis "Atomwaffen abschaffen - bei uns anfangen", Sprecherin: Regina Hagen, Tel. 06151/47 11 4, Email: regina.hagen@jugendstil.da.shuttle.de, Koordinator: Roland Blach, Werastr. 10, 70182 Stuttgart, Tel. 0711-51 88 56 01

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Medienecho

Forsa-Umfrage, Kampagnenstart und Ostermarsch in Büchel

Duluth Reader - US Citizens to Join Protests of US Nuclear Weapons Deployed in Germany, 16.03.2017

Rhein Main Presse - Engagement nicht nur für die Umwelt, 14.03.2017

FriedensForum - Verhandlungen für ein Atomwaffenverbot 2017 mit vielfältigen Aktionen unterstützen, 11.03.2017

Hohenloher Tageblatt - Menschen in Ellwangen unterschreiben für den Frieden, 10.03.2017

SWR Rakete - Frieden schaffen ohne Waffen, 01.03.2017

pressenza - Deutschland weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln, 21.02.2017

Die Welt – Proteste ab 26. März, 02.02.2017

FriedensForum – UN-Mehrheit forciert Verhandlungen über Verbotsvertrag, 04.01.2017

graswürzelrevolution – Präsenz in Büchel 26. März bis 9. August - Aktionsgruppen gesucht, 11.04.2016

Mittelbayerische Zeitung – Raus mit den Atomwaffen, 10.04.2016 (Gastbeitrag)

DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016

epd-Meldung – Umfrage: Fast alle Deutsche für Atomwaffen-Verbot, 23.03.2016

Neues Deutschland – Große Mehrheit der Deutschen für die Abrüstung, 23.3.2016 (Vollständiger Artikel nur mit Abo lesbar)

Evangelische Friedensarbeit – Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen für Atomwaffen-Verbot, 23.3.2016

Pressenza – Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 23.3.2016

Rhein-Zeitung–Büchel - Friedensaktivisten demonstrieren gegen Atomwaffen, 23.03.2016 (nur mit Abo lesbar)