Atomwaffenlager wieder blockiert

Pressemitteilung von JunepA

Blockade am 8. August 2014, am Lutzerather Tor, Atomwaffenstandort Büchel. Foto: GAAA
Tripods werden verwendet, wie in 2014

[30.03.2015] 

Seit heute morgen, 4 Uhr, blockieren 20 Aktivist_innen der Friedens- und der Antimilitarismusbewegung sämtliche asphaltierten Zufahrten zum Fliegerhorst Büchel. Dieser ist der letzte Militärstützpunkt in der BRD, auf dem bekanntermaßen Atomwaffen lagern. Die Aktiven blockieren die Zufahrten auf dem Boden sitzend und einige sind auf mehrere hohe Tripods (Dreibeine) geklettert. Dadurch ist ein normaler Betriebsablauf nicht möglich, da Soldat_innen, Angestellte und Versorgungsfahrzeuge den Stützpunkt nicht befahren können. Der morgendliche Schichtverkehr kann deshalb nicht stattfinden. Die Aktion ist Teil des Projekts büchel65, bei dem an möglichst vielen der letzten 65 Tage vor der wichtigen Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag in New York der Fliegerhorst blockiert werden soll.

Die vom Jugendnetzwerk für politische Aktionen (JunepA) initiierte, aber von vielen Aktivist_innen gemeinsam durchgeführte Blockade soll für unbestimmte Zeit weiter aufrechterhalten werden.  „Wir halten unsere Blockade für ein legitimes Mittel – wir wollen uns dem alltäglichen Morden durch Militär, an dem auch die Bundeswehr beteiligt ist, entgegenstellen und die Gefahr durch Atomwaffen stoppen. Krieg beginnt hier, und deswegen wollen wir ihn hier beenden!“ führt eine_r der Aktivist_innen aus.

Auf dem Militärstützpunkt Büchel sind Soldat_innen aus der BRD und den USA stationiert. Letztere haben die Kontrolle über die Atomwaffen, allerdings würden mit Bundeswehrsoldat_innen besetzte Flugzeuge die Raketen letztendlich an ihr Ziel tragen. Schon seit Jahren gibt es regelmäßig Aktionen am Fliegerhorst, meist organisiert durch die Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen (GAAA). Zuletzt gab es im Sommer 2014 ein Aktionscamp, bei dem ebenfalls die Zufahrtsstraßen blockiert wurden. Im Rahmen von büchel65 fand am 26. März bereits eine Auftaktblockade statt.

zurück

NEWSLETTER: ich möchte weiter informiert werden
Jetzt spenden

Medienecho

Forsa-Umfrage, Kampagnenstart und Ostermarsch in Büchel

pressenza - Deutschland weigert sich, über Atomwaffen zu verhandeln, 21.02.2017

Die Welt – Proteste ab 26. März, 02.02.2017

FriedensForum – UN-Mehrheit forciert Verhandlungen über Verbotsvertrag, 04.01.2017

graswürzelrevolution – Präsenz in Büchel 26. März bis 9. August - Aktionsgruppen gesucht, 11.04.2016

Mittelbayerische Zeitung – Raus mit den Atomwaffen, 10.04.2016 (Gastbeitrag)

DKP – Büchel: Gegen Atomwaffen und Angriffskriege, 09.04.2016

Frankfurter Rundschau – Ein Schritt zur atomwaffenfreien Welt, 29.03.2016 (Gastbeitrag)

evangelisch.de – Ostermarschierer in Büchel fordern Abzug der Atomwaffen, 28.03.16

t-online.de – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.16

Die Welt – Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Süddeutsche Zeitung – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel , 28.03.2016

Focus – Gegen Krieg: Osterdemonstranten vor Fliegerhorst Büchel, 28.03.2016

Kölner Stadtanzeiger – Atomwaffengegner treffen sich zu Ostermarsch in Büchel, 28.03.2016

Der Freitag – Bürger gegen Bomben, 24.03.2016

Nordwestzeitung – Bundesbürger für Atomwaffen-Verbot, 24.03.2016

Ökonews – Forsa-Umfrage: Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 24.03.2016

epd-Meldung – Umfrage: Fast alle Deutsche für Atomwaffen-Verbot, 23.03.2016

Neues Deutschland – Große Mehrheit der Deutschen für die Abrüstung, 23.3.2016 (Vollständiger Artikel nur mit Abo lesbar)

Evangelische Friedensarbeit – Umfrage: Große Mehrheit der Deutschen für Atomwaffen-Verbot, 23.3.2016

Pressenza – Überwältigendes Votum für Abzug und Verbot von Atomwaffen, 23.3.2016

Rhein-Zeitung–Büchel - Friedensaktivisten demonstrieren gegen Atomwaffen, 23.03.2016 (nur mit Abo lesbar)