Osteraktion Büchel, 4. April
Das Osterwochenende wurde zum europäischen Aktionstag an allen Atomwaffen-Standorten erklärt, um genau einen Monat vor der
Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NVV oder in englisch NPT) im Mai bei den UN in New York noch einmal gemeinsam Druck auf die Atommächte auszuüben, damit ernstzunehmende nukleare Abrüstungsschritte eingeleitet werden.
2010 jähren sich zudem die Ostermärsche in Deutschland zum 50. Mal. Die Ostermärsche haben ihren Ursprung im Widerstand gegen Atomwaffen.
Mehr über die Ostermärsche bei Atomwaffen A-Z lesen
Für den
Atomwaffenstandort Büchel (Rheinland-Pfalz) ist dieser Aktionstag von besonderer Wichtigkeit, da die dort stationierten US-Atomwaffen jetzt endlich abgezogen werden müssen: "Unser" Regierungsvertreter soll auf der NPT-Konferenz das Ende der „nuklearen Teilhabe“ in der NATO und ein atomwaffenfreies Deutschland erklären!
Die schwarz-gelbe Regierung hat im Oktober Gespräche mit den Bündnispartnern über den Abzug der Atomwaffen aus Büchel in die
Koalitionsvereinbarungen aufgenommen. Schon vorher hatte die belgische Regierung beschlossen, die US-Atomwaffen zurück zu schicken, wenn sich ein anderes Land anschließen würde, und die Niederlande befürworten dies auch.
Zur Zeit sind US-Atomwaffen (B61) in Europa nur noch in der Türkei, Italien, Holland, Belgien und bei uns stationiert. Als erste US-Reaktion auf diese Abrüstungswünsche wird das Sicherheitsbedürfnis von westlich zugeneigten osteuropäischen Ländern nach einem nuklearen Schutzschirm vorgegeben. Plötzlich investiert der US-Kongress für 2010 ganz aktuell 32,5 Millionen US-Dollar, um zu untersuchen, wie atomare Fliegerbomben des Typs B61 - der in Büchel stationiert ist - modernisiert werden können, um deren Lebenszeit zu verlängern.
Mehr über B-61-Bomben bei Atomwaffen A-Z lesen
Diese Modernisierung steht im Widerspruch zu der von US-Präsident Obamas vorgegeben Initiative, jetzt eine atomwaffenfreie Welt einleiten zu wollen. Im Widerspruch dazu stehen aber auch die Modernisierung der französischen und britischen Atomwaffensysteme und das geplante mobile Raketen"abwehr"sytem in Europa anstelle des stationären Abwehrsystems in Tschechien und Polen.
Ein Stück des Fliegerhorst-Zauns, z.B. in der Einflugschneise an der Bundesstraße, soll zur „Gedenk- und Klagemauer“ erklärt werden, eine weiträumige Umrundung des Militärgeländes mit Fahrrädern ist geplant. Aktionsabschluss soll eine Kundgebung sein.
Auf den verschiedenen Ostermärschen im Südwesten auf die Aktion am Ostersonntag in Büchel hingewiesen werden. Elke Koller (Initiativkreis gegen Atomwaffen) spricht am Ostersamstag auf der Ostermarsch-Kundgebung in Wiesbaden.
Osteraktion in Ulm, 27. März 2010
Samstag, 27. März 2010 - 13 Uhr
Ulm, Hirschstraße am Brunnen
Osteraktion 2010 des Friedensnetzwerk Ulm
Motto: unsere zukunft - atomwaffenfrei! - Bürgermeister für den Frieden
unter anderem mit:
Heinrich Tettenborn, Jurist, Reise-Journalist, Kinderhilfe Afghanistan
Dr. Christoph Kupferschmidt, Ulmer Kinderarzt, Ulmer Ärzteinitiative, IPPNW
Medienecho
06.04.2010 Kölner Stadt-Anzeiger: Ostermärsche in 70 Städten
05.04.2010 n24.de: Proteste gegen Atomwaffen und Bundeswehr
01.04.2010 EPD: Ostermarsch in der Eifel für Atomwaffen-Abzug
01.04.2010 jw: 50 Jahre für den Frieden
31.03.2010 Neue Rheinische Zeitung: 40 Jahre Schwindel
30.03.2010 DDP: Grüne rufen zu Anti-Atomwaffen-Demoauf
30.03.2010 jW: Stop the bomb
30.03.2010 Ostermarsch: für den Abzug der Atomwaffen
30.03.2010 taz-Hamburg: "Man braucht langen Atem"
30.03.2010 FR: 50 Jahre Demo für den Frieden
30.03.2010 SOZ: Ostersonntag Protest gegen Atomwaffen in Büchel
24.03.2010 Ostermarschierer fordern Abschaffung von Atomwaffen
18.03.2010 Leipziger Ostermarsch 2010
18.03.2010 „Fünf vor zwölf“ am Ostersonntag in Büchel
10.02.2010 Ostermarsch gegen Bomben
Wer Interesse an der Mitarbeit zur Vorbereitung der Osteraktion in Büchel hat, kann dies
hier tun.









