Jubiläumsmaschine ( Tornado ) in Sonderlackierung für die Feierlichkeiten im Rahmen 50 Jahre Jagdbombergeschwader 33. ©Bundeswehr/Piz Luftwaffe
US-Atombomben werden von deutschen Piloten eingesetzt

In Deutschland liegen Atomwaffen

Obwohl die überwiegende Mehrheit (weit über 80 Prozent) der deutschen Bevölkerung sich in Umfragen gegen Atomwaffen ausspricht, wissen viele Menschen nicht,

  • dass hier Atomwaffen stationiert sind,
  • dass Deutschland eigene Flugzeuge und Piloten für den Einsatz zur Verfügung stellt,
  • dass diese Piloten den Einsatz üben
  • und dass Deutschland sich an der Nuklearen Planungsgruppe der NATO beteiligt.


Nach der Wiedervereinigung hat Russland seine Atomwaffen vertragsgemäß aus dem Osten Deutschlands abgezogen. Laut Informationen von Atomwaffenexperten in den USA und in Deutschland sind bereits 2005 130 US-Atomwaffen von dem US-Luftwaffenstutzpunkt  Ramstein abgezogen worden. Die USA haben jedoch immer noch ca. 20 taktische Atomwaffen im Stationierungsort Büchel in Rheinland-Pfalz, die der NATO zur Verfügung stehen.

Als deutschen Beitrag zur weltweiten Abrüstung und um glaubwürdig mit Staaten verhandeln zu können, die eventuell glauben, Atomwaffen würden ihnen Sicherheit bieten, sollte Deutschland im obigen Sinne auf diese Waffen verzichten.

Es ist doppelzüngig, von anderen zu verlangen, auf Atomwaffen zu verzichten, während Deutschlands Sicherheit noch immer auf atomarer Abschreckung basiert.

Tornado Flugzeug mit B61-Bombe. Foto© US-Luftwaffe
„Steadfast Noon“-Übung in Büchel

Atom-Manöver in der Eifel

[09.10.2015] 

Vom 12.-16. Oktober 2015 findet am einzigen Standort amerikanischer Atomwaffen in Deutschland, dem Fliegerhorst Büchel, das jährliche Atomwaffenmanöver der NATO, Steadfast Noon, statt. Mit diesem Manöver üben die an der nuklearen Teilhabe beteiligten Staaten der NATO jedes Jahr einmal die Einhaltung der atomaren Sicherheitsstandards bei ihren nuklearfahigen Luftangriffskräften und deren Unterstützungskräften am Boden.

Blogbeitrag von Otfried Nassauer lesen

Elke gibt nicht auf

Sie verklagte die Bundesrepublik

Interview mit Elke Koller

[08.10.2014] 

Elke Koller lebt nur drei Kilometer vom Fliegerhorst Büchel entfernt.1995 liest sie im "Spiegel" über die in Büchel gelagerten amerikanischen Atombomben - mit weitgehenden Folgen.

Bericht anschauen

Büchel Atomwaffenstandort, nahe Cochem, Rheinland Pfalz
Politisch war ihr Abzug eigentlich schon entschieden

Tagespiegel

Nuklearwaffen werden nicht abgezogen, sondern modernisiert

[23.07.2014] 

Arne Bensiek schreibt in der Tagesspiegel: »Politisch war der Abzug der US-Atombomben von deutschem Boden eigentlich schon entschieden. Aber jetzt werden sie offenbar durch hochmoderne neue Waffen ersetzt. Die Bundesregierung windet sich. «

Vollständiger Artikel lesen

Elke Koller im Bericht von Monitor am 19.6.2014
Werden die Tornados neue Präzisions-Atombomben tragen?

Monitor: Atombomben in Deutschland

Das falsche Spiel der Bundesregierung

[19.06.2014] 

Die Bundesregierung ist in das umstrittene Programm zur Modernisierung der US-Atomwaffen auf dem Fliegerhorst Büchel offenbar viel stärker eingebunden als bisher behauptet. Noch vor kurzem hatte die Bundesregierung erklärt, die umstrittene Modernisierung sei ein rein „nationales Programm“ der USA. Daher habe es darüber „keine Verhandlungen mit den USA“ gegeben. Nach Recherchen des WDR-Magazins MONITOR war die Bundesregierung aber offenbar eng in die Planungen eingebunden.

Beitrag von "Monitor" anschauen

Wir sehen uns in Büchel!

Atomare Gefahr auch bei uns in Deutschland

Veröffentlichung des SIPRI-Berichts 2013

[04.06.2013] 

Es gibt zwar weltweit weniger Atomwaffen als im Vorjahr, aber alle Atommächte modernisieren ihre Atomwaffen - das betrifft auch die in Deutschland stationierten. Es sind „nur“ 20 US-amerikanische B61-Atombomben auf deutschem Boden in der Eifel, deren „Betriebszeit“ verlängert werden soll. Aber diese Atombomben haben ein gewaltiges Zerstörungspotential und ihre geplante Betriebszeitverlängerung verändert ihre bisherige Eigenschaft de facto völlig.

der Freitag Blog

Atomwaffen in Europa

Die USA haben ausreichend Stationierungsplätze in europäischen Depots für bis zu 480 taktische Atomwaffen vom Typ B-61-3 oder -4. Tatsächlich werden in fünf europäischen Ländern weiterhin geschätzte 180 taktische Atomwaffen gelagert. Sie sind in Belgien, Deutschland, den Niederlanden, der Türkei und derzeit noch Italien stationiert – also in Ländern, die offiziell als Nicht-Atomwaffenstaaten gelten und dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten sind.

Mehr bei Atomwaffen A-Z lesen

Tornado Flugzeug mit B61-Bombe. Foto© US-Luftwaffe
Der Tornado dient bis mindestens 2020 als Atomwaffenträger

Modernisierung der US-Bomben in Europa

Im August 2011 haben wir erfahren, dass die schätzungsweise 180 B61-Atombomben in Europa modernisiert werden, darunter auch die in Deutschland stationierten. Die neuen Atombomben sollen präziser werden und beim Einsatz geringeren Kollateralschaden verursachen. Damit werden sie nicht nur als politisches sondern auch als militärisches Instrument tatsächlich einsetzbar sein, d.h. sie sind nicht mehr nur ein Relikt aus dem Kalten Krieg, sondern stellen eine glaubwürdige Abschreckung dar.

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Foto: atomwaffenfrei.jetzt
Die Zeit für den Abzug ist JETZT

Die Lösung

Keine Modernisierung, Abzug der Atomwaffen

Der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland ist zwar beschlossene Sache, erweist sich aber politisch als immer schwieriger umzusetzen als ursprünglich gedacht. Daher setzen wir die Politik unter Druck, ihre Beschlüsse zu realisieren. Der Plan, die B61-Bomben zu modernisieren, soll nicht durchgeführt werden. Und: Wir müssen die deutsche Regierung auffordern, eine Nuklearwaffenkonvention auszuhandeln – einen umfassenden Vertrag, der Atomwaffen gesetzlich verbietet und beseitigt.

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ARD "FAKT"-Bericht

US-Atombomben in Deutschland nicht brandsicher

FAKT Bericht US-Atombomben in Deutschland nicht brandsicher

[6.11.2012] "Bei der zentralen Komponente, nämlich dem Sprengkopf, wird es keine Änderungen geben. Er wird weiter nicht feuer-resistent sein. Es wird der gleiche Sprengkopf nach Europa zurückkommen, nur mit einigen äußerlichen Änderungen." Hans Kristensen, Atomwaffenexperte im Bericht von "FAKT"

IPPNW-Aktuell

Der nukleare "Schirm" bietet keinen Schutz

Bietet der nukleare Schirm Schutz? In dieser Ausgabe wird auf das im November 2010 zu verabschiedende neue Strategische Konzept der NATO und die damit verbundene Debatte um die Stationierung von US-Atomwaffen in Europa eingegangen und ein Ende der nuklearen Teilhabe Deutschlands gefordert.
Kostenlos (gerne gegen Spende) zu bestellen bei der IPPNW.

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Christian Ude

Oberbürgermeister München, sagt:

»Die Beendigung der deutschen nuklearen Teilhabe und insbesondere die überparteiliche Kontrolle bei der Umsetzung dieses Zieles ist Teil der gemeinsamen Verantwortung für unser Land und Beitrag zu den internationalen Anstrengungen, im Rahmen einer Nuklearwaffenkonvention Sicherheit auf der Basis von Völkerrecht und Transparenz zu schaffen.«

Solidaritätsadresse von OB Ude