Bild: ICAN
Einen Verbotsvertrag können wir erreichen

Die Lösung

Aus Deutschland abziehen
Der Abzug der US-Atomwaffen aus Deutschland ist zwar beschlossene Sache, erweist sich aber politisch als immer schwieriger umzusetzen als ursprünglich gedacht. Daher setzen wir die Politik unter Druck, ihre Beschlüsse zu realisieren. Durch öffentliche Aktionen und Lobbyarbeit ermutigen wir Politiker, sich stärker für den Abzug von Atomwaffen aus Deutschland und eine Beendigung der "nuklearen Teilhabe" einzusetzen.

Keine Modernisierung
Es sollen alle Programme zur Modernisierung von Atomwaffen beendet werden. Auch der Plan, die B61-Bomben zu modernisieren, soll nicht durchgeführt werden. Jegliche Modernisierung ist ein Zeichen für andere Staaten, dass das Wettrüsten weitergeht, statt zu signalisieren: Es wird abgerüstet.

Alle Atomwaffen verbieten und vernichten
Wir müssen die aktuelle politische Unterstützung für die Abschaffung aller Atomwaffen nutzen. Wir müssen Regierungen auffordern, eine Nuklearwaffenkonvention auszuhandeln – einen umfassenden Verbotsvertrag, der Atomwaffen gesetzlich verbietet und beseitigt.

Meinungsumfragen zeigen, dass die Mehrheit der Weltbevölkerung diesen Aufruf unterstützt. Diesen starken Wunsch nach größerer Sicherheit der Bürger in reales Handeln der Regierungen umzuwandeln ist die Herausforderung, der wir uns stellen wollen.

Die Idee

Atomwaffen durch eine Konvention ächten

Mit einem Verbotsvertrag werden Atomwaffen und ihre Baustoffe sowie den Einsatz von Atomwaffen gesetzlich verboten. Harte Strafen verhindern, dass Regierungen Atomsprengsätze erwerben oder gar gegen das fundamentale Verbot des Einsatzes von Atomwaffen verstoßen. Eine Nuklearwaffenkonvention verpflichtet alle Atommächte, ihre nuklearen Arsenale in vereinbarten Schritten abzubauen. Ein System internationaler Beobachter überprüft die Einhaltung.

mehr

Tadatoshi Akiba, Vorsitzender MPI. Foto: © Johannes Schildknecht / IPPNW
Akiba begrüßt neuen Fokus auf humanitären Folgen

Wege zur atomwaffenfreien Welt

Veranstaltung in Berlin, 20, Februar 2013

[24.02.2013] 

International ist eine Welt ohne Atomwaffen ein einvernehmlich erklärtes Ziel. Doch praktisch verstoßen alle Atommächte – die offiziellen und die inoffiziellen – durch permanente Aufrüstung gegen diese Bekundungen und entsprechende UN-Resolutionen. Was kann die Zivilgesellschaft also tun, um den Abrüstungsprozess voranzutreiben? Welche Hürden müssen überwunden und welche Schritte sollen gegangen werden? Diesen Fragen widmete sich am 20. Februar eine gut besuchte öffentliche Veranstaltung in Berlin.

Blogartikel lesen

Ich unterstütze ein Verbot von Atomwaffen und möchte weitere Infos
Jetzt spenden

Nuklearwaffenkonvention

Eine Nuklearwaffenkonvention ist ein Vertrag, der die schrittweise, verifizierbare und unumkehrbare Abrüstung und Nichtverbreitung von Atomwaffen regeln soll. Ein Vertragsentwurf wurde nach dem Vorbild existierender internationaler Verträge zur Ächtung von biologischen und chemischen Waffen bereits von Experten geschrieben und ist in den letzten Jahren auf rasch wachsende Zustimmung gestoßen. Derzeit wird einen Ächtung von Atomwaffen von 151 der 195 UN-Mitgliedsländer unterstützt.

Atomwaffen A-Z zur Nuklearwaffenkonvention