Wiederaufnahme von Atomwaffentests vollkommen inakzeptabel

Erklärung der Mitgliederversammlung von Abolition 2000, Globales Netzwerk für die Abschaffung von Atomwaffen

Laut Washington Post wird im Weißen Haus wieder über Atomwaffentests nachgedacht.
Laut Washington Post wird im Weißen Haus wieder über Atomwaffentests nachgedacht.

Eine Wiederaufnahme von Atomwaffentests ist vollkommen inakzeptabel. Atomwaffentests auch nur in Betracht zu ziehen ist bereits höchst destabilisierend. Genau solche Überlegungen wurden aber gemäß Medienberichten kürzlich im Weißen Haus in Washington angestellt. Die Wiederaufnahme von Atomwaffentests durch die USA birgt die Gefahr weiterer Tests durch Staaten wie China, Russland, Indien, Pakistan und Nordkorea. Damit würde das sich abzeichnende nukleare Wettrüsten beschleunigt, und die Aussicht auf Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle würde weiter schwinden. Ein Atomwaffentest ist an sich schon eine Art Bedrohung. Neue Tests würden Angst und Misstrauen hervorrufen und die Abhängigkeit von Atomwaffen zementieren. Das Ziel einer atomwaffenfreien Welt würde damit in die Ferne rücken. Atomwaffentests dürfen nicht stattfinden, und sie dürfen auch nicht als Option im Raume stehen. Vielmehr sollte unbedingt der Umfassende Teststoppvertrag (Comprehensive Nuclear Test Ban Treaty, kurz CTBT) in Kraft gesetzt werden.

Dieser Vorfall ist im Kontext der anhaltenden nuklearen Aufrüstung sämtlicher Atomwaffenstaaten der Welt zu sehen. Die Aufrüstungsaktivitäten werden durch umfangreiche Laborforschung und -versuche unterstützt, die Atomwaffentests teilweise ersetzen. Wir fordern, Atomwaffentests auf keinen Fall wieder aufzunehmen und nehmen mit großer Sorge die Gefahren, die sich aus den anhaltenden Atomwaffenaktivitäten ergeben, zur Kenntnis. Diese Gefahren sind in der Regel weder im Fokus der Öffentlichkeit noch der Medien, sie sind aber real und müssen thematisiert werden. Abhilfe schafft letztlich nur die weltweite Abschaffung von Atomwaffen.

Erklärung der Mitgliederversammlung von Abolition 2000, Globales Netzwerk für die Abschaffung von Atomwaffen als Videokonferenz durchgeführt am 23. Mai 2020.

 

 

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