Ächtung und Verbot von Atomwaffen „unausweichlich“

Kampagne „atomwaffenfrei.jetzt“ erfreut über Beschlüsse der EKD-Synode 2019

EKD-Synode spricht sich für UN-Atomwaffenverbot aus
EKD-Synode spricht sich für UN-Atomwaffenverbot aus

Pressemitteilung der Kampagne "Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt" vom 14.11.2019

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ zeigt sich weitestgehend erfreut über die auf der EKD-Synode in Dresden verabschiedete Kundgebung, in der auch Position zum Thema Atomwaffen bezogen wird. In der Kundgebung wird die Bundesregierung aufgefordert, „konkrete Schritte einzuleiten mit dem Ziel, den Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen.“ Die EKD-Synode ist das höchste Gremium der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und tagte vom 10. bis zum 13. November in Dresden unter der Losung „Auf dem Weg zu einer Kirche der Gerechtigkeit und des Friedens“.

„Das von der Synode verabschiedete Abschlussdokument ist mit seiner Forderung, dem UN-Atomwaffenverbot beizutreten, ein Schritt in die richtige Richtung.“, sagt Pfarrer Rainer Schmid von der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. „Bedauerlich ist jedoch, dass die Synodalen nicht den Mut gefunden haben, den Abzug der in Deutschland stationierten US-amerikanischen Atomwaffen zu fordern. Der Bundestag hatte sich bereits 2010 fraktionsübergreifend für den Abzug der Atomwaffen ausgesprochen. Eine Bekräftigung dieser Forderung wäre so naheliegend und so wichtig gewesen. Hier hat die Synode eine Chance vertan, sich konsequent für ein atomwaffenfreies Deutschland einzusetzen.“, so Schmid weiter.

Die Kirchen und in kirchlichen Gruppen organisierte Menschen sind seit langer Zeit eine wichtige zivilgesellschaftliche Stimme für nukleare Abrüstung. So fanden in den vergangenen Jahren wiederholt von Aktiven aus verschiedenen Landeskirchen veranstaltete Aktionstage am Fliegerhorst Büchel statt. Zuletzt kam die frühere EKD-Ratsvorsitzende Margot Käßmann am 7. Juli 2019, dem Jahrestag der Verabschiedung des UN-Atomwaffenverbots, zu einer Protestaktion am Atomwaffenstandort Büchel und hielt dort vor rund 1.000 Menschen eine Predigt. Der kirchliche Aktionstag 2020 wird am 6. Juni stattfinden. Zu diesem wird als Rednerin Annette Kurschus, Stellvertretende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, erwartet.

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ wird getragen von 70 Organisationen aus dem Bereich der Friedens-, Umwelt und Gewerkschaftsbewegung sowie religiösen Gruppen. Sie fordert den Abzug statt der Aufrüstung der in Büchel stationierten Atomwaffen sowie den Beitritt Deutschlands zum 2017 verabschiedeten UN-Atomwaffenverbot.

Der Kundgebungstext ist auf der Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland abrufbar unter (Abschnitt zum Thema Atomwaffen auf den Seiten 6-7): https://www.ekd.de/ekd_de/ds_doc/Kundgebung-Kirche-auf-dem-Weg-der-Gerechtigkeit-und-des-Friedens.pdf

Bei Rückfragen:

Marvin Mendyka, Sprecher der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“
Tel.: 0228 / 692904
Email: m.mendyka@friedenskooperative.de

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