Friedensbewegung protestiert auch 2019 zwanzig Wochen lang gegen Atomwaffen

Auftakt der Aktionspräsenz 2019

Ab dem 26. März gehen die Proteste in Büchel wieder los.
Ab dem 26. März gehen die Proteste in Büchel wieder los.

[25.03.2019] Am morgigen Dienstag, 26. März 2019, beginnen wieder die Proteste am Fliegerhorst Büchel. 20 Wochen lang, bis zum 9. August, werden friedensbewegte Menschen dort protestieren. Sie fordern den Abzug der in Deutschland stationierten 20 Atomwaffen und den Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot. Zum Auftakt findet morgen, 26.03.2019, um 11:58 Uhr eine Mahnwache vor dem Haupttor des Fliegerhorsts statt. Für abends wurde eine Diskussionsveranstaltung in der Jugendherberge Cochem organisiert. Kandidierende für das Europaparlament und Friedensexperten werden miteinander diskutieren.

„Es ist zwei Minuten vor zwölf, doch die Bundesregierung weigert sich, etwas gegen das nukleare Wettrüsten zu tun“, sagt Dr. Elke Koller von der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. „Wir verlangen von der Bundesregierung ein klares Signal für Abrüstung. Sie muss auf Abstand gehen von den Aufrüstungsplänen für die in Büchel stationierten Atombomben und endlich das UN-Atomwaffenverbot unterzeichnen!“, so Koller weiter. Der Atomwaffenverbotsvertrag wurde 2017 von 122 UN-Mitglieds-Staaten verabschiedet. Derzeit haben ihn 70 Staaten unterzeichnet und 22 ratifiziert. 90 Tage nach der fünfzigsten Ratifizierung tritt der Vertrag in Kraft.

Der Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt ist aus Sicht der Kampagne in diesem Jahr nötiger denn je. Mit dem drohenden Aus des INF-Vertrags wächst die Gefahr eines neuen nukleares Wettrüstens in Europa dramatisch. Umso bedauerlicher ist aus Sicht der Kampagne das halbherzige Engagement der Bundesregierung für Abrüstung. Nach wie vor weigert sich die Bundesregierung dem im Jahr 2017 verabschiedeten UN-Atomwaffenverbot beizutreten. In den kommenden Jahren steht die technische Aufrüstung der in Büchel stationierten Atomwaffen vom Typ B-61 bevor. Außerdem sucht die Bundesregierung derzeit nach einem Kampfjet-Nachfolger für den Tornado. Dieser inzwischen in die Jahre gekommene Flugzeugtyp soll ab 2025 ausgemustert werden. Durch die Anschaffung eines neuen Atombombers könnte Deutschland die atomare Drohung noch jahrzehntelang aufrechterhalten.

Bei der Auftaktveranstaltung der 20-wöchigen Aktionspräsenz am 26. März wird zunächst um zwei Minuten vor zwölf auf der Friedenswiese vor dem Haupttor des Fliegerhorsts die Hiroshima-Glocke angeschlagen. Anschließend findet eine kurze Mahnwache vor dem Haupttor statt. Am Abend lädt die Kampagne zu einer politischen Gesprächsrunde zum Thema „INF-Vertrag gekündigt – Europas Verantwortung für Abrüstung“ in der Jugendherberge Cochem ein (Einlass, Kennenlernen und Imbiss ab 18 Uhr, Start der Diskussion ab 19 Uhr). An der Diskussion nehmen teil:

  • Jutta Paulus, Landesvorsitzende der Grünen in Rheinland-Pfalz und Kandidatin zur Europawahl
  • David Schwarzendahl, Kandidat zur Europawahl für Die Linke
  • Regina Hagen, verantwortliche Redakteurin von „Wissenschaft und Frieden“
  • Reiner Braun, Ko-Präsident des „International Peace Bureau“
  • Moderation: Maria Gaul, Gymnasiallehrerin für Geschichte

 

Nützliche Hinweise für die Presse:

Die Adresse der Jugendherberge Cochem lautet: Klottener Str. 9, 56812 Cochem.

Fotos vom Auftakt der 20-wöchigen Aktionspräsenz finden Sie in Kürze hier.

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20 Wochen gegen 20 Bomben: Aktionspräsenz 2019

Alle Infos und Termine der 20-wöchigen Aktionspräsenz 2019 findest Du unter www.buechel-atombombenfrei.de.

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