Atomwaffenverbot statt deutsche Atombomben

„Bundesregierung muss Vertrag für ein Verbot von Atomwaffen unterzeichnen“

Politikwissenschaftler fordert deutsche Atombomben

Die Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“ weist den Debattenbeitrag des Politologen Christian Hacke gestern in der Welt am Sonntag entschieden zurück. „Seit der Wahl Trumps zum neuen US-Präsidenten wird mit immer kleinerem Abstand in der Öffentlichkeit eine eigene Atombombe für Deutschland gefordert, um sich scheinbar von der US-Politik zu emanzipieren und mehr Sicherheit zu schaffen“, warnt Blach, Kampagnenkoordinator bei „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. „Sicherheit entsteht nicht durch immer neue verrückte Pläne zur Aufrüstung, sondern durch eine Politik der Abrüstung, Deeskalation und Vertrauensbildung“, so Blach weiter. Zwar zeigt sich die Kampagne erfreut über die Tatsache, dass das Thema Atomwaffen in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert wird. Die Idee einer deutschen Atombombe ist allerdings vollkommen realitätsfern. Eine deutsche Atombombe würde sowohl gegen Verpflichtungen aus dem Nichtverbreitungsvertrag, als auch aus dem Zwei-plus-Vier-Vertrag verstoßen. „Statt von deutschen Atombomben zu träumen, sollte Professor Hacke zur Kenntnis nehmen, dass eine breite Mehrheit der Bevölkerung  für einen Beitritt Deutschlands zum UN-Atomwaffenverbot ist“, so Blach weiter. Eine Anfang Juli veröffentlichte repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „YouGov“ kam zu diesem Ergebnis.

In einem Aufruf, der am Samstag durch die Kampagne, die Pacemakers, die IPPNW und ICAN Deutschland sowie über 600 Unterstützern veröffentlicht wird, heißt es im Gegenzug: „122 Staaten haben im Juli 2017 einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen beschlossen. Mehr als 50 Staaten haben ihn bislang unterzeichnet, einige ratifiziert. Bislang fehlt Deutschland bei diesem historischen Abkommen. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung aller Atomwaffen (ICAN) hat für ihr herausragendes Engagement mit ihren 470 Partnern weltweit 2017 den Friedensnobelpreis erhalten. Wir erwarten von der Bundesregierung, endlich mutig voranzugehen, um die atomare Abschreckung zu überwinden. Wir fordern: Die Bundesregierung muss das Verbot unterzeichnen und die US-Atomwaffen aus Deutschland abziehen! Wir unterstützen dazu alle Aktionen im Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe in vielen Städten in Deutschland und weltweit.“

Eine der besonderen Aktionen am kommenden Wochenende ist die längste eintägige Raddemonstration in Deutschland, der Pacemakers-Radmarathon über 340 km durch Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. „Wir sind dankbar, ein Teil einer weltweiten Bewegung zu sein, die in diesen bedrohlichen Zeiten eine Abkehr der atomaren Abschreckung einfordert und sich für die Eliminierung dieser Massenvernichtungswaffen einsetzt“ so Blach weiter. Der Marathon verdeutlicht wiederholt die außergewöhnliche Verbindung zwischen der Friedensbewegung, dem Radsport und den Städten, die sich vielfach in den Mayors for Peace engagieren. Das nicht zu übersehende Peloton wird eskortiert von der Polizei sowie durch die Pacemakers-Begleitfahrzeuge

Alle Infos www.pace-makers.de, www.atomwaffenfrei.de

Die Ergebnisse der Anfang Juli veröffentlichten „YouGov“-Umfrage finden Sie hier: https://www.icanw.de/neuigkeiten/umfrage-deutsche-wollen-abzug-der-atomwaffen/

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