Auftakt 20 Wochen Aktionspräsenz in Büchel und bundesweite Aktionswoche

Ja zu einem Atomwaffenverbot

Am 26. März beginnt die 20-wöchige Aktionspräsenz in Büchel
Auftakt der Aktionspräsenz in Büchel am 26. März

Zum Auftakt der bundesweiten Aktionswoche „Ja zu einem Atomwaffenverbot“ und zur zwanzigwöchigen Aktionspräsenz am Atomwaffenlager Büchel lädt die Kampagne „Büchel ist überall – atomwaffenfrei.jetzt“ zu Fototerminen und einer abrüstungspolitischen Matinee am 26. März in Büchel und Cochem an der Mosel ein. Friedensgruppen, engagierte Einzelpersonen, Bürgermeister, Stadträte und Bundestagsabgeordnete aus etwa 25 deutschen Städten werden dazu in der Eifel erwartet.

„Zum einen werden wir damit auf die vom 27.-31. März stattfindende erste Verhandlungsrunde für ein Atomwaffenverbot an der UNO in New York aufmerksam machen. Zum anderen erhöhen wir damit den Druck auf die Bundesregierung, sich für den Abzug der Atomwaffen aus Büchel einzusetzen“, meint Wolfgang Schlupp-Hauck von der Pressehütte Mutlangen und Sprecher der Kampagne „Büchel ist überall! atomwaffenfrei.jetzt“. Am 26. März 2010 hatte sich der Bundestag fraktionsübergreifend dafür ausgesprochen.

Eine breite Mehrheit hatte am 23. Dezember bei der UN Generalversammlung beschlossen, Konferenzen für diese Verhandlungen einzuberufen. Deutschland hatte wie die meisten NATO-Staaten gegen die Resolution gestimmt. Die Bundesregierung wird daher dieser ersten Verhandlungsrunde fernbleiben, wie das Außenministerium in einem Schreiben an mehrere Friedensorganisationen erklärt hatte. Das bedeutet: ab dem 27. März diskutieren geschätzte 130 Staaten über einen Vertrag, der die Ächtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen zum Ziel hat und Deutschland fehlt bei diesem Prozess.

Die Unterstützung für diesen außerordentlichen Verbotsprozess ist umso wichtiger, da gerade die Frage der atomaren Rüstung verstärkt in den Fokus gerät. Alle Atomwaffenstaaten rüsten ihre Arsenale auf. Noch immer befinden sich über 15.000 atomare Sprengköpfe rund um die Erde verteilt. Der Großteil davon gehört den USA und Russland. Auch in Deutschland lagern US-Atomwaffen in der Eifel. Bereits ein einziger dieser Sprengköpfe kann Hunderttausenden von Menschen das Leben kosten und schwerste Schäden für Klima und Ökosysteme zur Folge haben. Das europäische Parlament hatte bereits im Oktober 2016 beschlossen, die Verhandlungen aktiv voranzutreiben. Bürgermeister Matsui aus Hiroshima hat über 7.000 Städte der „Mayors for Peace“‘ weltweit (und davon mehr als 460 in Deutschland) dazu aufgerufen, diese Verhandlungen ebenso zu unterstützen.


Ablauf

Sonntag, den 26.3.


10:00 Uhr: Auftaktmahnwache zur Aktionspräsenz, Cochem, Alte Moselbrücke
Auf der Gitarre spielt: Urania von Grudzinski
Es spricht: Darnell Stephen Summers, ehemaliger GI
10:30 Uhr: Unterwegs für den Frieden entlang der Mosel zur Jugendherberge, mit Stopp am als Friedensbaum gepflanzten Gingko

11:00 Uhr: Abrüstungspolitische Matinee, Jugendherberge Cochem
Begrüßung
Impulsreferat: B61-12 kein Vitamin sondern eine Massenvernichtungswaffe
Regina Hagen, Redakteurin Wissenschaft & Frieden zur technischen Aufrüstung der Atomwaffen
Im Gespräch: Atomwaffen-Verbot oder Aufrüstung
Statements, Fragen und Antworten mit den Bundestagsabgeordneten
Agniezka Brugger, Bündnis 90/Die Grünen
Alexander Ulrich, Die Linke
und dem Wahlkreiskandidaten Benjamin Zilles, SPD

13:15 Uhr: Gruppenfoto: Büchel ist Überall

15:00 Uhr: Mahnwache am Haupttor des Fliegerhorstes Büchel
Redebeiträge der Bürgermeister für den Frieden
Fototermin von ICAN zum Atomwaffenverbot

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Stichwort: „atomwaffenfrei“
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