Hiroshima, 1945

Katastrophales Leiden

Das humanitäre Argument gegen Atomwaffen

Atomwaffen sind in ihrem Zerstörungspotenzial einzigartig. Eine einzige Atombombe, abgeworfen über einer großen Stadt, kann Millionen Menschen töten. Im Falle eines atomaren Angriffs wäre die medizinische Infrastruktur zerstört und effektive humanitäre Hilfe unmöglich.

Die Auswirkungen der Strahlung verursachten noch viele Jahre nach der Explosion Leiden und Tod. Wer in unmittelbarer Nähe der Explosion überlebte, hätte unter extremer Austrocknung und Durchfall sowie lebensbedrohlichen Infektionen und starken Blutungen zu leiden. Das Risiko, an Krebs zu erkranken, wäre signifikant erhöht, genauso wie die Wahrscheinlichkeit, genetische Schäden an die nächsten Generationen weiterzugeben.

Internationales Völkerrecht
Jeder Einsatz von Atomwaffen ist ein Verstoß gegen humanitäres Völkerrecht, das den Gebrauch von Waffen verbietet, die nicht zwischen Zivilisten und Kämpfern unterscheiden können. Um zu verhindern, dass Atomwaffen jemals wieder eingesetzt werden, müssen sie durch einen bindenden Vertrag geächtet und abgeschafft werden.

Die Opfer
Die Atomangriffe auf Hiroshima und Nagasaki von 1945 töteten mehr als 210.000 Menschen binnen Monaten nach den Explosionen. Geburtsschäden und Krebs forderten noch lange danach Tausende weitere Opfer. Auch Uranabbau und Atomtests verursachen lebensbedrohliche Krankheiten und pränatale Schäden.

Mehr zu Hiroshima und Nagasaki
Mehr zu den Folgen einer Atomexplosion

Neuseelands Abrüstungsbotschafterin, Dell Higgie
Botschafterin brauchte 5 Minuten, um alle Staaten aufzulisten

155 Staaten warnen vor Atomkriegsgefahr

Atommächte rüsten auf - Neuer Abrüstungsvertrag gefordert

[21.10.2014] 

155 Staaten haben am Montag in einer Erklärung bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen vor der Gefahr eines Atomkriegs gewarnt. Der Einsatz nuklearer Waffen hätte "katastrophale humanitäre Auswirkungen", die "kein Staat und keine internationale Organisation bewältigen kann". Sie dürften deshalb "unter keinen Umständen" eingesetzt werden.

IPPNW-Pressemitteilung lesen
Gastkommentar in der Huffington Post

Weltgemeinschaft diskutiert humanitäre Folgen von Atomwaffen

Pressemitteilung von IPPNW und ICAN Deutschland

[06.02.2014] 

Am 13./14. Februar treffen sich mehr als 120 Staaten gemeinsam mit UN-Organisationen und der Zivilgesellschaft in Nayarit (Mexiko) zur zweiten Konferenz über die humanitären Folgen von Atomwaffen. Als Vertreter der Zivilgesellschaft nehmen aus Deutschland Dr. med. Lars Pohlmeier von den Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW), Xanthe Hall, Abrüstungsreferentin der IPPNW und Mitglied des Kampagnenrats atomwaffenfrei.jetzt, sowie Martin Hinrichs von der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) teil.

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Foto: Xanthe Hall / IPPNW
Atomwaffeneinsätze bedingungslos verurteilen!

Atomare Akzeptanz

Bundesregierung weigert sich Atomwaffeneinsatz grundsätzlich zu verurteilen

[22.10.2013] 

Deutschland hat sich gestern in der UNO-Generalversammlung erneut geweigert, den Einsatz von Atomwaffen unter allen Umständen zu verurteilen. 124 Staaten haben eine entsprechende Erklärung unterzeichnet. Die internationale Kampagne gegen Atomwaffen (ICAN Deutschland) und die deutsche Sektion der IPPNW fordern die deutsche Bundesregierung auf, sich endlich für ein internationales Verbot von Atomwaffen einzusetzen.

Pressemitteilung der IPPNW und ICAN lesen

ICAN richtet die Debatte neu aus

Zeit, Geschichte zu machen

Neuer Fokus auf die Folgen von Atomwaffen

[01.03.2013] 

Die neueste Abkürzung der Abrüstungsbewegung ist CHC. Das steht für „Catastrophic Humanitarian Consequences“ (katastrophale humanitäre Folgen) und ist die Kernbotschaft, die ICAN in der Öffentlichkeit und bei den Regierungen der Welt mit dem Thema Atomwaffen verknüpfen will. Soweit erfolgreich. Seit ICAN mit dieser Strategie der Neuausrichtung der Debatte über Atomwaffen begonnen hat, um sie von der stagnierenden Sicherheitsdebatte in die gleiche Arena wie andere geächtete Waffen zu bringen, hat es eine Menge Bewegung in den Köpfen der Verhandelnden gegeben.

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Mehr Infos zur Oslo-Konferenz

Wenn eine Atombombe auf Berlin fiele, wären ganze Bezirke weg.

Das Monster schläft nur

Atomwaffen sind eine humanitäre Katastrophe

[10.12.2012] 

Zum Tag der Menschenrechte (10. Dezember) schreibt Samantha Staudte von der IPPNW über die katastrophalen humanitären Folgen der Atomwaffen. Nicht nur ihr Einsatz, sondern auch schon Herstellung, Tests und Erhaltung verursachten und verursachen schreckliches Leid. Jeder hat das Recht auf Leben und Sicherheit, deswegen will sie einen weltweiten Verbotsvertrag für Atomwaffen.

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Humanitäre Dimension der nuklearen Abrüstung

34 Länder stellen sich hinter ein Statement zu den humanitären Folgen von Atomwaffen

[27.10.2012] 

Der Schweizer Botschafter Benno Laggner hat am 22. Oktober 2012 bei der UN-Generalversammlung einfache Fakten auf den Tisch gelegt: “Wenn Atomwaffen je wieder benutzt werden, sind immense humanitäre Folgen unvermeidbar.” 34 Länder hatten sich hinter dieser Erklärung gestellt. Sie haben auf die entsetzlichen Folgen von Kernwaffeneinsätzen für die Zivilbevölkerung, die Umwelt und die Nahrungsmittelversorgung hingewiesen, und alle Staaten aufgefordert, sich stärker um die Ächtung aller Atomwaffen zu bemühen. Jugendsprecher Martin Hinrichs kritisiert Deutschlands Zurückhaltung.

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Foto: Keith Bakongco/AKP/flickr
Die Preise für Nahrungsmittel würden stark ansteigen

Neue internationale IPPNW-Studie

Regionaler Atomkrieg führt zu globaler Hungersnot

[25.04.2012] 

Ein regionaler Atomkrieg mit weniger als 100 Atomwaffen würde das Klima und die landwirtschaftliche Produktion so gravierend verändern, dass mehr als ein Milliarde Menschenleben gefährdet wären. Das ist das Ergebnis einer Studie der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Die  Ergebnisse der Studie belegen, dass auch relativ kleine atomare Arsenale – über die beispielsweise Indien und Pakistan verfügen - unser Ökosystem im Falle eines begrenzten Atomkrieges dauerhaft verändern können.

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IKRK-Präsident Jakob Kellenberger, 2003. Foto: Charly Rappo, Creative Commons
Jakob Kellenberger fordert die Ächtung von Atomwaffen

Atomwaffen verstoßen gegen humanitäres Völkerrecht

IKRK-Präsident Kellenberger: Atomwaffen ächten

[05.05.2010] 

Zu Beginn der Konferenz zur Überprüfung des Atomwaffensperrvertrages vom 3. bis 28. Mai in New York appellieren das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) an die Staatengemeinschaft, eine historische Chance zu nutzen und dafür zu sorgen, dass Atomwaffen nie wieder eingesetzt werden. „Die zerstörerische Kraft solcher Waffen ist mit dem humanitären Völkerrecht nicht zu vereinbaren,“ sagt IKRK-Präsident Jakob Kellenberger.

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Oslo ICAN-Statement

ICAN-Broschüre

Katastrophales humanitäres Leid

Die Debatte über Atomwaffen soll neu ausgerichtet werden: Die katastrophalen Auswirkungen von Atomwaffen auf unsere Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt müssen im Zentrum der Diskussion über nukleare Abrüstung stehen. In Vorbereitung auf die Konferenzen in Oslo zum Thema humanitäre Folgen von Atomwaffen hat ICAN eine neue Broschüre herausgebracht. Die deutsche Version hat 28 Seiten und das Format ist DIN A5.

Die Broschüre als pdf herunterladen (Webversion)
Die Broschüre bestellen

Internationales Komitee des Roten Kreuzes (ICRC)

»Atomwaffen sind einzigartig in ihrer zerstörerischen Kraft, in dem unsäglichen menschlichen Leiden, das sie verursachen, in der Unmöglichkeit, ihre räumlichen und zeitlichen Auswirkungen im Falle einer Eskalation zu kontrollieren und in ihrer Gefahr für die Umwelt, für künftige Generationen und sogar für das Überleben der Menschheit.« 2010