09.08.2007

Protest gegen Atomwaffen

Bericht vom "Bombodrom"

Für die Freie HeideGegner des sogenannten Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide haben am Donnerstag nach eigenen Angaben ein von der Bundeswehr geplantes Übungsgebiet für den Abwurf von Atombomben umgestaltet. Damit sei am 62. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki gegen Atomwaffen protestiert worden, teilte ein Sprecher mit.

Gegner des sogenannten Bombodroms in der Kyritz-Ruppiner Heide haben am Donnerstag nach eigenen Angaben ein von der Bundeswehr geplantes Übungsgebiet für den Abwurf von Atombomben umgestaltet. Damit sei am 62. Jahrestag des Atombombenabwurfs auf Nagasaki gegen Atomwaffen protestiert worden, teilte ein Sprecher mit. Teilnehmer der Sommeraktionstage für eine Freie Heide hätten etwa drei Kilometer südlich von Gadow ein Friedenszeichen aus Holz und Steinen gebildet sowie selbst gebastelte Kraniche aufgehängt.

Die Bundeswehr will in der Kyritz-Ruppiner Heide einen ehemaligen sowjetischen Truppenübungsplatz wieder in Betrieb nehmen und dort Tiefflüge proben. Dagegen regt sich jedoch seit Jahren heftiger Widerstand. Erst kürzlich wurde die militärische Nutzung gerichtlich untersagt. Das Verteidigungsministerium hat noch nicht entschieden, ob es Beschwerde gegen die Entscheidung einlegt.

Nach Angaben der «Bombodrom»-Gegner ist auf dem mehr als 12 000 Hektar großen Gelände auch ein Areal für Übungen des sogenannten Loft-Verfahrens vorgesehen. Das sei ein spezielles Verfahren, das zum Abwurf von Atomwaffen verwendet werde. Beim Atombombenabwurf dürfe das Ziel nicht direkt überflogen werden, weil die Piloten sonst selbst in den Atompilz geraten würden. Sie gingen deshalb kurz vor dem Ziel in einen Steigflug und drehten zugleich ab.

Quelle: ddp

Mehr Informationen: www.freieheide.de

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