Verzicht auf Atomwaffen in Büchel wichtiges Signal an USA, Russland und Iran
In einem Offenen Brief an die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hinterfragen Vertreter der Kampagne „unsere zukunft – atomwaffenfrei“ aus 48 Nichtregierungsorganisationen die aktuelle Abrüstungspolitik der CDU/CSU. Hintergrund sind die jüngsten Berichten über die Sicherheitsrisiken im Atomwaffenlager Büchel. Danach hatten PolitikerInnen der SPD und Opposition den Abzug aller Atomwaffen aus Deutschland gefordert. Lediglich die Unionsfraktion will an der atomaren Abschreckungsstrategie der nuklearen Teilhabe aus der Zeit des Kalten Krieges festhalten.
In dem Offenen Brief schreiben Vertreter der Kampagne:
„Wir sind überzeugt, dass der Verzicht der Bundesrepublik Deutschland auf die letzten verbliebenen Atomwaffen in Büchel und auf die nukleare Teilhabe die Chancen Deutschlands erhöht, sowohl erfolgreich mit Russland über ihre zu Tausenden verbliebenen taktischen Atomwaffen zu sprechen, als auch Staaten wie Iran zu einem Verzicht auf eine nukleare Abschreckung als ultima ratio seiner Sicherheit zu bewegen. Eine deutsche Vorleistung ergäbe die erhöhte realistische Chance, sich dem Ziel vollständiger nuklearer Abrüstung anzunähern. Jüngst hat US-Präsidentschaftskandidat John McCain verkündet, er würde mit Russland gerne über die taktischen Atomwaffen in Europa verhandeln. Dies kann aber nur erfolgreich geschehen, wenn Deutschland und andere NATO-Mitglieder bereit sind, auf die nukleare Teilhabe in Form dieser Atombomben zu verzichten.“
Den gesamten Offenen Brief mit drei zentralen Fragen an die abrüstungspolitischen Vorstellungen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion finden Sie hier: http://www.atomwaffenfrei.de/die_kampagne/druck_auf_die_politik/offener_brief_an_die_cducsubundestagsfraktion/index.html
Die Kampagne "unsere zukunft - atomwaffenfrei" startete im August 2007 mit dem Ziel, dass Deutschland bei der Überprüfungskonferenz des Atomwaffensperrvertrages im Jahr 2010 vor den Vereinten Nationen verkündet: "Deutschland ist atomwaffenfrei: Wir haben die nukleare Teilhabe beendet als einen Schritt zu einer atomwaffenfreien Welt." An der Kampagne sind 48 Friedensgruppen aus allen Teilen Deutschlands beteiligt.
Am 30. August findet eine Großdemonstration direkt vor dem Atomwaffenlager Büchel statt. Die Prominenten Barbara Rütting und Nina Hagen haben u. a. ihre Teilnahme angekündigt. Nina Hagen wird am Abend ein Konzert geben. Am Morgen des 30. August werden Radsportler das Militärgelände mehrmals umrunden. Mehrere Einzelpersonen haben außerdem Aktionen zivilen Ungehorsams für diesen Tag angekündigt. Mehr Informationen unter: http://www.atomwaffenfrei.de/vor_der_eigenen_tuere_kehren/index.html
Pressekontakte:
Sven Hessmann, Tel. 030-698074-14, 0176-9623 8656; hessmann@ippnw.de,
Monty Schädel, Tel. 0177-8871014, schaedel@dfg-vk.de
www.atomwaffenfrei.de
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