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Nach Datum geordnet
18.02.2008
Jörg van Essen, MdB
FDP, Hamm - Unna II

"Was die Existenz und den Verbleib von US-Massenvernichtungswaffen, insbesondere nuklearer Systeme, in Deutschland betrifft, so setzt sich die FDP-Fraktion dafür ein, dass diese Überbleibsel des Kalten Krieges unverzüglich aus Deutschland abgezogen werden. Weder politisch noch militärtaktisch ist deren Verbleib in Deutschland heutzutage noch gerechtfertigt."
05.10.2007
Manfred Grund, MdB
CDU, Eichsfeld - Nordhausen - Unstrut-Hainich-Kreis

"Über die grundsätzliche Zielsetzung, die weltweite Abschaffung aller Massenvernichtungswaffen, sind sich alle Fraktionen in diesem Deutschen Bundestage einig. Dazu hat sich Deutschland immer völkerrechtlich verbindlich verpflichtet. Der Nichtverbreitungsvertrag hat bekanntlich die Abschaffung sämtlicher Kernwaffen zum Ziel. Man wird dieses Ziel allerdings nur mit einem schrittweisen Ansatz verwirklichen können. Träumereien und Illusionen führen leider nicht zu Ziel, so sehr dies auch wünschenswert wäre."
05.09.2007
Ernst-Reinhard Beck, MdB
CDU, Reutlingen

"...Die in Deutschland stationierten Nuklearwaffen sind der NATO unterstellt. Demzufolge ist die Frage, ob und wann diese abgezogen werden, eine Frage, die die NATO zu beantworten hat. Die Reduzierung nuklearer Arsenale ist nur in engster Abstimmung mit unseren Bündnispartnern zum Erfolg zu führen und zwar diskret und ohne politische Scheuklappen..."
Antwort von Ernst-Reinhard Beck auf abgeordnetenwatch.de»
15.07.2007
Bernd Siebert, MdB
CDU, Fachsprecher für Verteidigung, Schwalm-Eder

"...Nach Ende des Kalten Krieges wurden Tausende taktischer Atomwaffen abgezogen und die Zahl der in Europa gelagerten US-Nuklearwaffen sank bis 1992 auf ca. 700. Ende 2000 autorisierte US-Präsident Clinton noch die Stationierung von 480 Nuklearwaffen in Europa, 170 davon in Deutschland (150 in Ramstein, 20 in Büchel). Mit dem Abzug der in Ramstein gelagerten Waffen reduziert sich der Bestand auf den Flugplatz Büchel. Wir sind zuversichtlich, auch zu Büchel alsbald eine Lösung im NATO-Rahmen zu finden."
Antwort von Bernd Siebert bei abgeordnetenwatch.de»
28.06.2007
Alexander Ulrich, MdB
Die Linke, Kaiserslautern

"62 Jahre nach Hiroshima und Nagasaki, 17 Jahre nach Ende des kalten Krieges bleibt Rheinland-Pfalz ein riesiges Atomwaffenlager. Obwohl sich der rheinland-pfälzische Landtag 2004 für einen Atomwaffenabzug ausgesprochen hat, weigerte sich Ministerpräsident Kurt Beck bisher, der Bundesregierung und seinen amerikanischen Gesprächspartnern einen Abzug der Atomwaffen nahezulegen."
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Bundestagswahl 2005
Nach Datum geordnet
17.09.2005
Oskar Lafontaine, MdB
Die Linke, Saarbrücken

"Ich lehne Krieg als Mittel der Politik ab. Dazu gehört natürlich auch der Einsatz von Atomwaffen, ganz gleich zu welchem Zweck. Deutschland soll nach dem Willen der neuen Linken atomwaffenfrei werden, die Bundeswehr muss sich auf seine unsprüngliche Rolle als Armee zur Landesverteidigung zurückziehen und die Kriegseinsätze wie z.B. in Afghanistan beenden."
12.09.2005
Ernst Bahr, MdB
SPD, Prignitz - Ostprignitz - Ruppin - Havelland I
"Ich begrüße die Initiative von Bundesverteidigungsminister Peter Struck, der das Thema der nuklearen Teilhabe und die Diskussion in Deutschland auf der Sitzung der Nuklearen Planungsgruppe im Juni des Jahres angesprochen hat."
30.08.2005
Hildegard Müller, MdB
CDU, Düsseldorf I
"...Es ist aber auch nicht zu leugnen, dass sie für manche Staaten und deren Bevölkerung – ganz im Sinne der Abschreckung des "Kalten Krieges" – immer noch als ein Element Ihrer Verteidigungsstrategie angesehen werden, um Angriffe auf ihr Land zu verhindern (z.B. Israel). Eine alleinige Initiative zur Ächtung von Nuklearwaffen, wird daran nichts ändern. Dies erfordert weit mehr sicherheitspolitische Initiative."
26.08.2005
Elvira Drobinski-Weiß, MdB
SPD, Offenburg

"Die SPD-Bundestagsfraktion hat im April 2005 im Vorfeld der NVV-Überprüfungskonferenz gemeinsam mit dem Koalitionspartner einen Antrag im Bundestag verabschiedet (Bundestags-Drucksache 15/5254), in dem die Einhaltung der russisch-amerikanischen „Presidential Nuclear Initiative“ aus dem Jahr 1991/92 gefordert wird, die die transparente Reduzierung und Demontierung der taktischen Kernwaffen in Europa vorsieht."
25.08.2005
Gisela Piltz, MdB
FDP, Düsseldorf I
"Insgesamt existieren heute in Deutschland noch 65 Wasserstoffbomben bei denen die sogenannte "Nukleare Teilhabe" besteht. Auch wenn ich den Nato-Doppelbeschluss aus dem Jahr 1979 aus heutiger Sicht für richtig halte, würde ich mir natürlich ein gänzliches Verschwinden aller Atomwaffen – nicht nur auf deutschem Boden – wünschen."
22.08.2005
Marieluise Beck, MdB
Bündnis 90/Die Grünen, Bremen

"In Deutschland wollen wir darauf hinwirken, dass die hier stationierten Atomwaffen abgezogen und unschädlich gemacht werden. Dadurch tragen wir zur Entstehung einer atomwaffenfreien Zone in Europa und zu einem dringend notwendigen Abrüstungsfortschritt bei. Wir wollen uns dafür einsetzen, dass kein Einsatz von Atomwaffen von militärischen Stützpunkten in Deutschland erfolgen kann und durchsetzen, dass Deutschland auf die sogen. nukleare Teilhabe verzichtet."
12.08.2005
Ulrich Kelber, MdB
SPD, Bonn

"Die noch knapp 150 in Deutschland gelagerten US-Atomwaffen gehören abgezogen. Dies ist nicht nur Bestandteil des 1992(!) beschlossenen Abrüstungsvertrages zwischen den USA und Russland, sondern auch Meinung der rot-grünen Koalitionsfraktionen und der Regierung. Bundesaußenminister Fischer hat dies bei der Konferenz zur Nichtverbreitung von Atomwaffen im Mai 2005 in New York übrigens auch noch einmal deutlich gemacht."









«Die Bundesregierung sollte Gespräche mit unseren Verbündeten in der Nato aufnehmen, damit diese atomaren Sprengköpfe, die nicht nach Deutschland gehören, auch abgezogen werden. Dafür werden wir Liberale auch in Zukunft werben.» Antwort bei abgeordnetenwatch.
«Ich persönlich unterstütze zudem die Forderung nach einem Ausstieg Deutschlands aus der Nuklearen Teilhabe. Die Politik der Nuklearen Beteiligung ist eine Konzeption des Kalten Krieges. Europa ist kein Waffendepot, sondern muss ein Friedenskontinent sein. Deswegen sollte unser Ziel auch eine atomwaffenfreie Zone in Europa sein. Deshalb müssen die im rheinland-pfälzischen Büchel stationierten Atomwaffen endlich abgezogen werden. Erst mit dem Abzug der US-Atomwaffen aus ganz Europa verliert auch die Weigerung Russlands, ebenfalls ihre taktischen Atomwaffen zu reduzieren, jede Rechtfertigung.» Antwort bei abgeordnetenwatch

«...Von einigen Hundert Sprengköpfen, die sich auf deutschem Boden befanden, sind also heute nur noch etwa 20 übrig geblieben. Auch ist seit Januar diesen Jahres der US-Luftwaffenstützpunkt Rammstein nach Abziehen von etwa 250 Sprengköpfen geräumt. Also ist davon auszugehen, dass bald, spätestens wie gesagt nach Ausmustern der Tornados, alle restlichen Sprengköpfe dieses Land verlassen haben...»



