Euro-Atombombe? Nein, Danke!

Ruf Herrn Wadephul (CDU-Fraktionsvize im Bundestag) an und sag ihm, was Du von einer europäischen Atombombe hältst.

Herr Wadephul, wir müssen reden!
Herr Wadephul, wir müssen reden!

Der Bundestagsabgeordnete Johann Wadephul (stellvertretende Vorsitzender der Unionsfraktion) hat sich in einem Interview mit dem Tagesspiegel vom 2. Februar 2020 für eine deutsch-französische Zusammenarbeit im Bereich der Atomwaffen ausgesprochen. „Deutschland sollte bereit sein, sich mit eigenen Fähigkeiten und Mitteln an dieser nuklearen Abschreckung zu beteiligen.“, sagte Wadephul konkret in dem Interview, und spricht direkt die SPD an. Seit Jahren kommt die Diskussion über eine europäische Atombombe immer wieder auf. Wir finden: Es ist höchste Zeit, um diese irrwitzige Diskussion endlich zu beenden! Dafür brauchen wir Deine aktive Mithilfe!

Rufe Johann Wadephul an, und teile ihm Deine Meinung mit!

Politiker sind auf Rückmeldungen aus der Zivilbevölkerung angewiesen, um gute Entscheidungen treffen zu können. Ohne öffentlichen Druck werden Abgeordnete wie Herr Wadephul nicht merken, dass Sie etwas gesagt oder geschrieben haben, was nicht von der breiten Mehrheit getragen wird. Deshalb rufen wir Dich dazu auf, im Büro von Johann Wadephul anzurufen und ihm Deine Meinung zum Thema Atomwaffen mitzuteilen.

So kannst Du Johann Wadephul telefonisch erreichen:

Dr. Johann Wadephul hat ein Büro in Berlin und ein Wahlkreisbüro in Rendsburg. Dort kannst Du ihn bzw. seine Mitarbeiter telefonisch erreichen:

Wahlkreisbüro in Rendsburg: 04331 – 14 16 16
Berliner Büro: 030 – 227 – 73367

Darüber hinaus kannst Du Johann Wadephul auch per Mail (johann.wadephul[at]bundestag.de) oder über seine Social Media Kanäle (z.B. Facebook und Twitter) kontaktieren.

Wichtig dabei ist:

  • Lass dich nicht „abwimmeln“: Sollte Herr Wadephul derzeit nicht erreichbar sein, bitte seine Mitarbeiter um einen Telefontermin. Sollte dies nicht möglich sein, sag den Mitarbeitern, sie sollen dein Anliegen an Herrn Wadephul weitergeben.
  • Sei höflich und respektvoll: Auch wenn Du Herrn Wadephuls Idee einer solchen deutsch-französischen Zusammenarbeit nicht gut findest, solltest Du stets freundlich gegenüber ihm und seinen Mitarbeitern auftreten. Wer unhöflich auftritt, wird häufig auch inhaltlich nicht ernst genommen. Außerdem fordert dies der Respekt gegenüber anderen Meinungsträgern.
  • Formuliere Dein Anliegen klar und deutlich: Du musst mit Herrn Wadephul keine Fachdiskussion führen, wichtig ist, dass deine Botschaft ankommt. Wenn es Dir hilft, lege Dir schon vor dem Gespräch einige Sätze zurecht (Bspw. Guten Tag, mein Name ist …, ich möchte gerne mit Herrn Wadephul sprechen, um ihm zu sagen, dass ich seine Aussagen zum Thema Atomwaffen überhaupt nicht teile. …).
  • Lass dich nicht entmutigen: Dein Anruf wird wahrscheinlich nicht dazu führen, dass Herr Wadephul sofort seine Meinung ändert. Aber wenn er das nächste Mal solche Äußerungen tätigen will, wird er sicherlich bedenken, dass die allermeisten Menschen Atomwaffen klar ablehnen und dies kein Thema ist, mit dem er „punkten“ kann.

 

Mögliche Punkte, die Du ansprechen kannst:

  • Nuklearwaffen sind die zerstörerischsten, unmenschlichsten und willkürlichsten Waffen, die je geschaffen wurden. Sie unterscheiden nicht zwischen Kombatanten und Zivilisten. Deshalb ist ihr Einsatz völkerrechtlich verboten. Warum ist es Ihnen überhaupt so wichtig, über so schreckliche Waffen verfügen zu können?
  • Eine repräsentative Umfrage vom Juli 2019 zeigt, dass mehr als 90 Prozent der Menschen in Deutschland keine Atomwaffen möchten, sondern den Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot. Warum ignorieren Sie das?
    (Quelle: Repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace Deutschland, hier online abrufbar, S. 21)
  • Sogar die Mehrheit der CDU-Wähler möchte lieber ein Atomwaffenverbot, warum ignorieren Sie das?
    (Quelle: Repräsentative Umfrage im Auftrag von Greenpeace Deutschland, hier online abrufbar, S. 24)
  • Warum setzen Sie sich nicht stattdessen dafür ein, dass endlich die restlichen Atomwaffen aus Deutschland abgezogen werden? So hat es der Bundestag 2010 beschlossen. Auch Ihre Fraktion hatte dem zugestimmt.
  • Mehr als 75 Städte in ganz Deutschland haben den ICAN-Städteappell unterzeichnet und fordern so von der Bundesregierung, dem UN-Atomwaffenverbot beizutreten. Darunter befinden sich auch viele Städte mit CDU-Bürgermeistern. Ist Ihnen das etwa egal?

 

Wichtige Stellen aus dem Interview:

Das Interview in ganzer Länge kannst Du hier auf der Website des "Tagesspiegel" nachlesen:

„Frankreich verfügt mit der „Force de frappe“ im Gegensatz zu den Deutschen über eigene Atomwaffen. Müssen die nicht einbezogen werden, wenn die EU in der Außen- und Sicherheitspolitik wirksamer werden soll?

Unbedingt. Wir müssen eine Zusammenarbeit mit Frankreich bei den Nuklearwaffen ins Auge fassen. Deutschland sollte bereit sein, sich mit eigenen Fähigkeiten und Mitteln an dieser nuklearen Abschreckung zu beteiligen. Im Gegenzug sollte Frankreich sie unter ein gemeinsames Kommando der EU oder der Nato stellen.

Woher kommt Ihre Hoffnung, dass Paris dazu bereit sein könnte?

Weil nationales Denken in dieser Welt die EU auf Dauer nicht sicherer machen wird. Präsident Emmanuel Macron hat uns mehrfach aufgefordert, mehr Europa zu wagen. Er könnte nun zeigen, dass auch er dazu bereit ist. Ich mache mir keine Illusionen. Das wird seine Zeit brauchen. Aber die Debatte muss jetzt beginnen.

Macron zu überzeugen wird schwer genug. Können Sie auch die SPD von diesem Plan überzeugen?

Ich beobachte, dass die politische Linke in Deutschland auf diese Debatte mit Ausflüchten reagiert. Ausflüchte sorgen aber nicht für mehr Sicherheit. Die Realität ist, dass wir eine atomare Abschreckung benötigen. Es ist in deutschem Interesse, dass wir auf die nukleare Strategie Einfluss nehmen können, die uns schützt. Es wäre klug, das auch mit Frankreich zu versuchen.“

 

Rückmeldungen:

Wir würden uns sehr freuen, wenn Du uns von Deinem Gespräch mit Herrn Wadephul berichtest. Gerne kannst Du uns dazu eine Mail an info[at]atomwaffenfrei.de schicken.

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Stichwort: „atomwaffenfrei“
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